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27. Februar 2017

Sich selbst aushalten können.


Die größte Herausforderung als Freifrau ist es, sich selbst aushalten zu können. Es gibt keinen Streß mehr durch die Arbeit. Viel weniger Ablenkungen und Verpflichtungen. Keine Staus. Keine Meetings. Keine Mittagspausen mit Kollegen (was wiederum schade ist). Als Freifrau bin ich stark auf mich selbst zurück geworfen. Hier kann ich die Introversion endlich einmal als Stärke empfinden: Ich kann gut mit mir alleine sein. Ich brauche nicht zwingend jemanden, der mich unterhält (auch wenn ich Nähe in der richtigen Dosierung durchaus schätze). Ich bin in hohem Maße selbstgenügsam.

Wer schafft es, mehrere Tage am Stück mit sich alleine zu sein, ohne dabei das Gefühl zu bekommen, komplett durchzudrehen? Dabei ist es doch die wahre Freiheit, gut mit mir selbst auskommen zu können. Es macht mich unabhängig davon, ob gerade ein Partner da ist, oder nicht. Ob es gerade Knatsch mit der Familie gibt oder die beste Freundin mich neulich so komisch angeguckt hat.

Das ist Freiheit für Fortgeschrittene. Nicht ständig den Glücksgefühlen hinterher zu hecheln, sondern auch die melancholischen Momente lieb zu haben. Alles annehmen, was da ist (okay, das ist dann schon für die extrem Erleuchteten, ich geb's ja zu).

Wer sich näher einlesen will, dem empfehle ich den Artikel: "Die Kunst sich selbst auszuhalten". Sehr lesenswert, das Buch von Michael Brodt werde ich mir sicher auch noch zulegen.

Auf YouTube finden sich auch einige spannende philosophische Vorträge des Verfassers - wie wäre es also mit einem Mini-Philosophiestudium (wenn man es gerade mal wieder nicht mit sich selbst aushält und etwas über das gelungene Leben erfahren will)?

25. Februar 2017

Ich kann nicht bloggen, ich lese fremd.


Vor ein paar Tagen hat eine meiner Lieblingsbloggerinnen einen Link veröffentlicht, durch den ich auf den Blog "Dare to be mad" aufmerksam wurde.

Ich bin gefesselt. Da schreibt mir jemand aus der Seele. All diese Gedanken könnten meine sein. Wundervoll geschrieben. Ich bin gerade dabei jeden einzelnen Artikel der letzten Jahre zu lesen. JEDEN. Denn ihre Themen sind auch meine Themen. Ich lese diese Worte und verstehe. Und fühle mich plötzlich nicht mehr so isoliert in meinem persönlichen Dilemma. Bin nicht allein mit meinen Gefühlen und Gedanken. Es gibt noch jemanden, der tickt wie ich.

Wer mit Depression, Hochsensibilität und Kindheitstrauma zu tun hat, sollte unbedingt reinlesen. Eintauchen in eine fremde Geschichte, die sich wie die eigene anfühlt.

Und sie ist auch Freifrau. Weil sie nicht anders kann. Wie ich. Ich werde ihre Geschichte weiter verfolgen, während ich gleichzeitig weiter an meiner eigenen Geschichte schreibe.

Mein Stimmungsbarometer ist heute auf traurig, obwohl die Sonne scheint. Hilft halt auch nicht immer... Und Chiemsee wurde abgelehnt. Es wäre ja auch ZU schön gewesen. Werde am Montag meinen Arzt anrufen, ob Widerspruch einlegen sinnvoll wäre. Ich hatte so viel Hoffnung da reingesetzt. Mal weg von allem. Ich hab das Gefühl, alle Welt hat Spaß, nur ich wurde nicht dazu eingeladen.

23. Februar 2017

Singlebörsen-Update.


Let me entertain you...

Es bleibt "wundervoll". Ein 70jähriger (total meine Alterszielgruppe) schreibt mir:

Ich hab eher Alpträume bekommen. Auf die netten Worte mußte er vergeblich warten.

💔


Was er wohl sucht???? Niveau vielleicht???

💔

Dann gibt es noch ständig die klassischen Zuschriften der "Nigeria-Connection". In gebrochenem Deutsch, mit Fake-Profilfotos attraktiver Männer, meist verwitwet.


💔

Andere schreiben gleich zweimal den gleichen Sch***:

💔

Und zum Schluß noch die Blitz-Mimose
(und da sag mal einer, ICH sei empfindlich).
Nachdem ich innerhalb eines Zeitfensters von 10 Minuten
nicht auf seine Nachricht geantwortet hatte
(und der Witz: Ich wollte ihm sogar antworten!),
hat er mein Profil gleich mal gesperrt:


💔

Sonntag treffe ich mich mit Mr. Wall Street. Seine Hartnäckigkeit hat mich beeindruckt...
(Aber vielleicht krieg ich auch vorher kalte Füße... *AHHHHH*).

22. Februar 2017

Putzen & Psycho.


Zeit, mal wieder einen Blick in meine aktuelle Leseliste zu werfen: Putzen & Psycho.

Also Putzen fand ich ja nie so super. Aufräumen ja - aber Putzen war mehr eine lästige Pflicht. Da war es mir am wichtigsten, dass alles zumindest auf den ersten Blick sauber ist (Küchenspüle, Ceranfeld, Tische, Armaturen). Aber als Freifrau mit mehr Zeit für alles, ist Putzen durchaus therapeutisch. Es lenkt ab, macht den Kopf frei und beschert sichtbare Erfolgserlebnisse. Es begeistert mich zwar immer noch nicht, aber es macht Sinn. Deswegen hatte ich mir in der hessischen Onleihe das Buch "Die Kunst des achtsamen Putzens" vorbestellt, um eventuell noch was Neues zu erfahren:

"Putzen macht glücklich.

Putzen und Aufräumen ist für die meisten eher eine lästige Pflicht. Eine Aufgabe, die man gerne abgibt. Doch Keisuke Matsumoto plädiert für das Gegenteil: inspiriert vom japanischen Zen-Buddhismus zeigt er, wie wichtig Putzen für uns ist, nicht nur für das äußere Wohlbefinden, sondern vor allem für die Seele. Er empfiehlt, Reinigung als bewusstes Ritual in den Alltag zu integrieren. Nur so werden unsere Gedanken und Gefühle wieder klar, und wir leben kreativer und erfüllter."


Also, hm, nein, Putzen macht mich NICHT glücklich. Das wäre echt übertrieben. Aber es macht mich zufrieden. Das ist auch mehr als genug. Es ist eher das Resultat, das glücklich macht. Wenn alles sauber ist und womöglich auch frisch duftet - das ist schön. Das Putzen selbst mehr so naja... Und das Buch hat mich leider auch nicht vom Hocker gerissen. Das Buch ist nicht sehr umfangreich und teilweise doch SEHR speziell auf den buddhistischen Alltag im Kloster zugeschnitten (also ich trage hier keine speziellen Putzkleider oder Toilettenschuhe, noch besitze ich Papiertüren). Fand den Inhalt nicht sonderlich erhellend. Dass zum Beispiel auch das Lüften unbedingt dazu gehört, war nun auch keine bahnbrechend neue Erkenntnis. Das Buch kann man sich also - ganz minimalistisch - komplett sparen!

Als nächstes lese ich gerade einen Psychothriller von Nicci French. Von der Autorin hatte ich in der Vergangenheit schon mit Begeisterung Bücher gelesen (sie sind nicht so brutal wie z. B. die Werke von Karen Slaughter). Das Buch "Blauer Montag" ist der erste Band einer ganzen Reihe um die Psychologin Frieda Klein. Die Frau ist toll, ein wenig verschroben (mit Schlafstörungen, etwas eigenbrötlerisch, besitzt kein Handy, ist verschlossen - ich mag das!). Die Story gefällt mir bisher sehr gut - interessante, tiefgründige Charaktere, wenig reißerisch, eher subtil und fein gestrickt.

"Manchmal ist die Psyche ein gefährlicher Ort.

Als der 5-jährige Matthew verschwindet, geht ein Aufschrei durch London. In den Zeitungen erscheint sein Bild – und die Psychotherapeutin Frieda Klein kann es nicht fassen: Matthew gleicht bis ins Detail dem Wunschkind eines verzweifelten kinderlosen Patienten von ihr. Ist dieser Mann ein brutaler Psychopath? Warum hat sie das als Therapeutin nicht schon vorher bemerkt? Zusammen mit Inspector Karlsson stößt Frieda auf Parallelen zum Verschwinden eines Mädchens vor mehr als zwanzig Jahren. Mit höchst eigenwilligen Mitteln kommt Frieda dem Entführer sehr nahe. Doch es ist ein Wettlauf gegen die Zeit …"


Wenn ich richtig geschaut habe, gibt es bislang sechs Bände (Montag bis Samstag ;-)). Und glücklicherweise sind sie auch alle in der Onleihe verfügbar *jubilier*. Mein Lesestoff für die nächsten Wochen ist gesichert!

21. Februar 2017

Better alone.


Ich bin ein Magnet für unpassende Partner. Ich ziehe Männer an, die nicht wirklich verfügbar sind, weil das mein Muster ist, das ich in der verkorksten Kindheit gelernt habe. Ich kann mich nicht auf Dich verlassen? Super, kenn ich, ist mir vertraut. Herzlich willkommen!

Jetzt sammle ich unpassende Erfahrungen in einer Singlebörse. Warum ich mir das antue, weiß ich selbst nicht. Es braucht einen langen Atem und ein unfaßbar dickes Fell. Wenn man dort als "Frischfleisch" auftaucht, ist der Ansturm erstmal groß (etwa 50 Zuschriften in den ersten Tagen).

Der neueste Running Gag wird für mich der Satz "Er hat fünf Jahre an der Wall Street gearbeitet" als Synonym für den unpassenden Mann. Dieser Wall-Street-Mann (ich hab seinen Lebenslauf ergoogelt und bin dabei auf dieses Wall-Street-Zitat gestoßen) wollte mich unbedingt kennen lernen, obwohl ich ihm ausdrücklich gesagt habe, dass ich eine moppelige Sofapupserin bin, die null karriereorientiert, sondern 100% sofaorientiert ist (O-Ton!). Das würde sich für mich anfühlen, als ob ich mich mit einem ehemaligen Vorgesetzten verabrede.

Heute schreibt mich ein all-over-tätowierter-Muckimann an, der findet, dass wir total viel gemeinsam hätten.

Und der eine, den ich süß fand, der im Profil schreibt, dass er auch gerne Zuhause ist, der will offenbar nix von mir wissen.

Was für ein merkwürdiges Spiel... Hier mal ein paar repräsentative Auszüge der elitären Korrespondenz (nicht erwähnt sind all die verheirateten Männer, die was für "nebenher" suchen):



Die Zuschrift "Test" finde ich ja besonders originell, immerhin kreativer als die Variante "Hallo." oder "Wie geht's?".

Simplify.


Ich arbeite dran.

20. Februar 2017

Gratwanderung.


Meine Gedanken führen manchmal einen regelrechten Seiltanz auf. Schwanken hierhin, schwanken dorthin, stets bemüht, nie abzustürzen (was ja schon mal ein guter Ansatz ist).

Wenn das Denken durch eine Depression mehr oder weniger getrübt ist, finde ich es ganz schwierig, hinter diesem Filter "Realität" oder sagen wir besser "Objektivität" auszumachen.

Es ist dann eine ständige Gratwanderung zwischen pathologisieren und bagatellisieren.

Ist das was ich da mache irgendwie krank? Oder einfach nur eine kleine menschliche Macke?

Ist das behandlungsbedürftig oder vernachlässigbar?

Kann ich das so lassen oder muß ich da an mir arbeiten?

Es fühlt sich schlecht an, kann das weg?

Und überhaupt: Was ist schon NORMAL?

Ich habe keine Antwort auf die Fragen, ich stelle sie immer wieder neu.... Und wenn Du andere dazu befragst, sagen die einen so und die andern so. Das macht es dann auch nicht einfacher.

Vielleicht hilft DIE EINE obligatorische Frage weiter: "Wer wäre ich ohne diesen Gedanken?" (und dann mal schauen, wie es sich anfühlt).

Ich hinterfrage gerade vieles. Ist ja auch irgendwie eine Umbruchphase bei mir, in der ich gerade stecke. Alte Muster verabschieden, Neues wagen. Nach vorne schauen. Ausprobieren. Stärker werden. Hinfallen und wieder aufstehen.

19. Februar 2017

Wort zum Sonntag: "Freiheit"


Tolles Zitat, spricht mir aus der Seele. Stammt aus dem Buch, das ich gerade lese:


Näää, mag man jetzt denken. Nicht schon wieder eine Anleitung fürs Glück. 1000fach gelesen, hat nie was gebracht. Ob es das jetzt bringt, weiß ich auch nicht. Ich habe erst angefangen zu lesen. Aber ich habe eine gewisse Schwäche für die Philosophie (und für den Autor, der mit dem Titel "Langweiler leben länger" bereits ein interessantes Werk geschrieben hat).

Das Zitat hat mich direkt angesprungen und mußte daher geteilt werden. Im zugehörigen Kapitel geht es primär um das Thema Bedürfnisse und den Gleichmut als Gegenmittel. Weder an Dingen noch an Menschen anhaften... Nichts ist für die Ewigkeit... Das Leben ein ständiger Wandel ... naja, ihr wißt schon.

Und das ausgerechnet, als gestern meine innigst geliebte Kuschelheizdecke ein letztes Mal gewärmt hat, bevor sie für immer erkaltet ist *schluchz* (sowas passiert auch mit Ex-Partnern, nur dass die dann halt woanders wärmen). Also besagte Wärmedecke gehört nun wirklich zu den unverzichtbaren Dingen für mich (deswegen hab ich sofort eine neue in einer viel schöneren Farbe - nämlich dunkelgrau - bestellt).

Doch zurück zum Buch:

»Bewältige eine Schwierigkeit, und du hältst hundert von dir fern.« Konfuzius 

Für alles gibt es Gebrauchsanleitung – doch auch für ein glückliches Leben? Ja, behauptet der Philosoph und Psychologe Jörg Zittlau, man findet diese Anleitung in der Philosophie. Denn dort hat man sich schon immer damit beschäftigt, worauf wir achten sollten, damit wir nicht ohne Bestimmung wie ein Stück morsches Holz auf dem Ozean herumtreiben, sondern wie ein Dampfschiff kraftvoll durch die Fluten gleiten. Egal, ob Kant, Nietzsche oder Konfuzius – sie alle können uns Wege zeigen, wie man sein Leben erfüllender, erfreulicher und bewegter gestalten kann. 

Süßer Gedanke: Eine Gebrauchsanleitung für ein glückliches Leben. War ja klar, dass genau ICH das brauche *g*. Umgekehrt würde ich gerne für mich selbst auch eine Gebrauchsanleitung anbieten, im Sinne von "Please handle me with care." (Bin also gefühlt noch eher morsches Holz mit der Tendenz zum Floß - ich arbeite mich vorwärts!)

Ich bin sehr gespannt, was all die schlauen Philosophen noch so zu sagen haben. Und wenn ich durch bin, weiß ich dann endlich, wie das mit dem Glück funktioniert. Oder? Und wenn nicht, dann gilt halt einfach folgendes Zitat:

"Ein Leben ohne Hoffnung ist ein Leben voller Frieden, Freude und Mitgefühl."
-Charlotte Joko Beck

(Klingt provokant, ist aber im Buch genauer erklärt...)

18. Februar 2017

Traubenzucker - eine Fortsetzung.


Ich war heute morgen frühstücken. Mit der Traubenzucker-Freundin. Die ich ja fast schon aufgegeben hatte. Aber die andere Freundin von neulich, mit der ich mich ja ausgesprochen hatte, hat mir angeraten, den Kontakt nicht fallen zu lassen, sondern eine Ebene zu finden, wo wir miteinander auskommen. Also es zumindest so mal zu versuchen.

Was soll ich sagen? Es hat geklappt. Es war ein ganz tolles Treffen. Ich habe sogar das Traubenzucker-Thema angesprochen, und es tat ihr total leid. (Ja, wieder mal: Reden hilft!). Wir haben ganz offen über alles gesprochen, und es war durchweg positiv.

Ich bin total happy, dass sich derzeit so einige Fronten klären. Das tut mir sehr gut. Ich merke, dass ich durch Offenheit viel mehr Verständnis erfahre (bei den Menschen, die mir auch wichtig sind), als wenn ich aus Scham oder Verletzlichkeit mit einigen Dingen hinterm Berg halte.

Das ist der richtige Weg. Und trotz Introversion sehe ich ein, dass mir diese sozialen Kontakte sehr wichtig sind. Ich werde doch öfter mal aus dem Schneckenhäuschen schlüpfen. Bin zwar nach dem vielen Geplapper und der Geräuschkulisse aus Musik und Gesprächen im Café fix und alle, aber angenehm erschöpft - und hey: Als Freifrau hab ich ja auch alle Zeit der Welt, mich wieder zu erholen.

Außerdem habe ich gelernt, dass die Depression mein Urteilsvermögen trübt. Ich bin zu streng und kritisch mit anderen und erwarte gleichzeitig größtes Verständnis für mich selbst. Das geht so nicht zusammen. Mir hilft dann, mal einen Schritt zurückzutreten, um das ganze etwas unverfälschter zu betrachten. Die Welt (und die anderen) sind meist gar nicht so negativ, wie ich sie wahrnehme.

Frohe Wochenendgrüße


17. Februar 2017

Alte Liebe rostet nicht.


Ich habe es getan. Ich bin zu einer alten Liebe zurückgekehrt: Zu meiner Bibliothek im Nachbarort. Nachdem ich entdeckt habe, dass man in der hessischen Onleihe unter anderem die "FLOW" und die "COUCH" lesen kann (neben vielen anderen Zeitschriften) und ich unter den Büchern auch noch einiges Interessantes ausmachen konnte, das ich in der fränkischen Onleihe nicht abgrasen konnte, bin ich gestern spontan hingefahren und mich dort eingeschrieben. Kostet lächerliche 12 Euro pro Jahr - und ich habe einen Grund mehr, außer Haus zu gehen.

Für die nächsten Tage bin ich bestens mit Entertainment versorgt, juhu. Das erste Buch ist vorbestellt ("Die Kunst des achtsamen Putzens" *ggg*) und ein Papierbuch ging direkt aus der Bibliothek mit. Ich mußte mich echt zurückhalten, nicht noch mehr Filme mitzunehmen ("Gier" würde der Buddha sagen). Also hab ich mich zusammen gerissen, damit mir noch ein paar Highlights bleiben.

In der ersten "FLOW" blättere ich gerade - gefesselt vom Artikel "Wer weniger besitzt, hat mehr Zeit". Ja, kann ich bestätigen. Und super, dass ich das alles lesen, gucken, hören und blättern kann, ohne es besitzen zu müssen.

16. Februar 2017

Kratzwolken.


"Wenn Du durch die Hölle gehst, geh weiter."
- Winston Churchill

Das Blöde an Depressionen ist, dass sie Dich komplett verarschen, und Dir vorgaukeln, dass die Welt ein schlechter, gefährlicher und wenig vertrauensvoller Ort ist und Du ein nichtsnutziges Wesen bist. Und wenn die Gedanken vorher fluffige weiße Wattebäusche waren, kommen die Depridämonen und packen sie in ihre Höllenwaschmaschine und färben sie Schwarz, machen sie filzig und kratzig.

Meine Stimmung ist mal wieder im Keller, merkt man schon am Text. Ich könnte Medikamente nehmen, um die Gedanken wieder schön zu färben oder wegzuballern. Aber ich habe leider auch kein Vertrauen in die Medikamente. Ich habe ja nicht mal genug Vertrauen in mich selbst.

Es ist so verdammt schwer, diese wiederkehrenden Abstürze aufzufangen, wenn die bisherigen Strategien so wenig oder nur vorübergehend geholfen haben. Womöglich treffe ich dumme Entscheidungen aufgrund der Kratzwolken, lege den Horrorfilm "Schrecken der Vergangenheit" und "Das Leiden der Zukunft" ein, und finde mich paralysiert in der Gegenwart. Suche die Tür zum schönen Leben, aber da hat wer den Schlüssel versteckt, die Tür zugemauert und drüber tapeziert.

Am Montag war ich zum zweiten Mal in einer Selbsthilfegruppe zum Thema "Depression". Selbsthilfe klingt doch super. Sich aus eigener Kraft aus dem Sumpf ziehen. JAAA, das will ich! Leider hat sich die Gruppe eher als alt eingesessener Seniorentreff entpuppt mit Kaffeekranzthemen (Verkauf der Küche auf ebay-Kleinanzeigen und die heimische Topinamburernte). Da will sich bei mir nicht so recht der Selbsthilfefunke einstellen. Es war zumindest den Versuch wert.

Auch die gezielte Auseinandersetzung mit dem Kindheitstrauma bringt bislang nur Erkenntnisse und Aha-Erlebnisse, aber noch keine erhoffte Erlösung. Und es ist auch ermüdend, nochmal diesen ganzen alten Schmerz anzusehen, den man sich am liebsten wie einen Hundehaufen von der Schuhsohle kratzen möchte, und dann isses auch mal gut.

Aber gut ist gar nix. Ich habe gestern die Klinikeinweisung zur Genehmigung an die Kasse geschickt, und die Klinik selbst hat dann noch mal bis zu acht Wochen Wartezeit. Aber das ist der Rettungsanker, an den ich mich klammere: Im Mai am Chiemsee *hoff-hoff-hoff*.


Und jetzt schütte ich erstmal ein Kilo Weißer Riese gefolgt von einem Liter Aprilfrisch auf die Kratzwolken und lasse mich verdammt noch mal nicht unterkriegen.

Und das Gedicht, das zum Bildzitat oben gehört, ist dann doch so schön, dass ich es nochmal in voller Länge poste (habe derzeit offenbar eine merkwürdige Affinität zur Poesie *g*):

SWEET DARKNESS 
David Whyte

When your eyes are tired 
the world is tired also.
When your vision has gone, 
no part of the world can find you.
Time to go into the dark 
where the night has eyes 
to recognize its own.
There you can be sure 
you are not beyond love.
The dark will be your home tonight.
The night will give you a horizon 
further than you can see.
You must learn one thing. 
The world was made to be free in.
Give up all the other worlds 
except the one to which you belong.
Sometimes it takes darkness and the sweet 
confinement of your aloneness 
to learn
anything or anyone 
that does not bring you alive
is too small for you.


15. Februar 2017

Dear Self.


Frischekick



Gastbeitrag von Alex


Jetzt, nachdem endlich der letzte Schnee geschmolzen ist und der Frühling vor der Tür steht, kann ich es kaum erwarten, das erste frische Grün im Garten zu ernten.


Was liegt da näher, als auf das „Un“kraut zurückzugreifen, das (im Gegensatz zu mir) winterfest ist und uns als eines der Ersten im Jahr zur Verfügung steht – die Vogelmiere.

Wer einen Garten besitzt, kennt das Kraut als Pionierpflanze auf brach liegenden Beeten, aber auch in Balkonkästen und Blumentöpfen ist es oft zu finden. Im Prinzip sät es sich von alleine aus – wer allerdings leer ausgegangen ist, kann das Saatgut auch im Ziervogelbedarf erwerben.

Man erkennt die Vogelmiere daran, dass sie sich teppichartig ausbreitet, eine dünne „Haarlinie“ auf dem weichen, dünnen Stängel trägt, den oval-spitzen Blättern und kleinen sternförmigen weißen Blüten.

Einfach mit der Schere knapp über dem Boden abschneiden und unter fließendem Wasser abspülen.
Im Salat, auf Brot, im Smoothie - oder auch wie Spinat gekocht - soll sie mit nur zwei Hand voll unseren Tagesbedarf an Vitamin C, Kalium und Eisen decken. Und das lecker und zum Nulltarif!


Da sich auch meine kleine Hühnerschar sehr für das frische Kraut begeistern kann (früher nannte man es auch „Hühnerdarm“), bringe ich es ihnen von meinen Spaziergängen mit – und kann die Ernte aus meinem Garten selbst verdrücken! ;o)

13. Februar 2017

Freiheit wovon und wofür?


Einer meiner Lieblingsautoren, Thomas Hohensee, schrieb am Sonntag auf Facebook über die Freiheit:

"Der Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialwissenschaftler Erich Fromm hat darauf hingewiesen, dass sich bezüglich der Freiheit zwei Fragen stellen: Freiheit wovon und Freiheit wofür?
Menschen fürchten die Freiheit geradezu, wenn sie die zweite Frage nicht beantworten können. Das leuchtet ein. Man möchte sich nicht befreien, nur um festzustellen, dass das Leben mit einem Mal leer ist. Solange man nicht weiß, wofür man frei sein möchte, zögert man, die Dinge zu verbannen, die man als stressig empfindet. Lieber Stress als gar nichts: Das ist die Devise, nach der viele leben. Wofür möchte man frei sein, wofür Zeit haben? Um diese Fragen kommt niemand herum."

Diesen Gedankengang kann ich nur bestätigen. Die erste Frage "Freiheit wovon" ist meist sehr viel einfacher zu beantworten. Bei mir war es Freiheit von Streß, Belastung, Gängelei, einer ungeliebten Tätigkeit, Zwängen, Konsum und Knechtschaft.

Die nächste Frage ist sehr viel schwieriger, denn ich habe sie mir vorher zwar gestellt, ohne mir der Ernsthaftigkeit bewußt zu sein. Dann plötzlich stand ich dann doch erstmal vor der Leere.

Es gab sicher Vorsätze. Offenbar waren sie zu halbherzig. Jeden Tag spazieren gehen, mehr Sport treiben, wieder mehr kreativ sein. Das hapert noch in der Umsetzung. Denn es ist kein Druck da. Kein Chef, bei dem ich mich abmelden oder rechtfertigen müßte. Ich bin mein eigener Chef - und darin offenbar eine ziemliche Lusche (oder womöglich umgekehrt sogar zu streng mit mir?).

Vor der Freiheit hat man so eine verklärte Version wie von einem Lottogewinner, der bei Aktion Mensch die monatliche Sofortrente bekommt und endlich tun und lassen kann, was er will. Ja, aber was ist das genau? Lebenskünstler werden das hehre Ziel. Das ist in etwa so erfolgsversprechend wie Gehirnchirurg werden ohne Medizinstudium.

Und natürlich sind plötzlich all die gesundheitlichen Probleme wie weggeblasen. Die lösen sich dadurch komplett und für immer und ewig auf. Über Nacht agil wie eine Gazelle und robust wie eine große Bärenmutter. Alles ist möglich.... NICHT!

Gerti wird nicht plötzlich zu Sandy, die oben ohne in Hotpants an den Stränden dieser Welt wirbelt. Gerti pupst jetzt einfach ein paar Stunden länger auf dem Sofa und träumt weiter von der großen Freiheit. Immerhin mit deutlich weniger Streß als vorher...

Ich glaube schon: Freiheit kann man lernen. Es gibt nur sehr wenige Vorbilder im Alltag. Und es ist wie mit Reisen: Sich selbst nimmt man immer mit. Auch in die Freiheit.

12. Februar 2017

People are not poetry.


Gerade flatterte eine Mail von Pinterest bei mir rein mit Bildvorschlägen. Schaue ich mir nicht immer an, doch diesmal entdecke ich ein Gedicht von Erin Hanson, das wie die Faust aufs Auge zum heutigen Beitrag paßt. Deswegen: Gleich raus damit!




"This is me." Über diesen Satz stolpere ich ja voll oft bei Shopping Queen oder dieser Brautmodensendung (von der es mir nach wie vor ein Rätsel ist, warum ich mir das überhaupt gerne ansehe *hihi*).

"Das bin nicht ich." oder "Oh ja! Das bin ICH." (Meist nickt dann noch bestätigend die Freundin "Ja, DAS BIST DU!") - Hä? Ich bin doch keine Hose. Oder ein Meerjungfrauenschnitt. Oder eine Farbe.

Ich identifiziere mich doch nicht mit Klamotten. Ich kreiere allenfalls ein Image, ein Bild, wie ich nach Außen wirken möchte. Aber das bin doch nicht ICH. Das ist eine Hülle, die ich abends abstreife... Vielleicht bin ich da auch zu engstirnig, aber mir stößt das immer auf. "Das steht mir nicht." "Darin fühle ich mich nicht wohl." "Das ist mir zu bunt." - Das verstehe ich. Aber "Das bin nicht ICH." - Diese Botschaft verstehe ich nicht. - Dies nur am Rande (hat ja nur marginal mit dem Gedicht zu tun, dessen zarten Zauber ich mit diesen Worten jäh zerstört habe, aber das wollte gerade raus).

Fragmente.


Gestern habe ich mich mit einer langjährigen Freundin getroffen, und wir konnten einige Mißverständnisse bereinigen. Was uns beide sehr gefreut hat. Selbst sie, die mich schon seit der 5. Klasse kennt (also seit gefühlten tausend Jahren), hat einige Sachen, die ich so von mir gebe - sei es hier auf dem Blog oder in unserem Mailwechsel - nicht so verstanden, wie ich es eigentlich rüberbringen wollte und umgekehrt habe ich einiges von ihr in den falschen Hals bekommen. (Notiz an mich: Reden hilft!).

Was ich damit sagen will: Das, was ich hier veranstalte sind nur Fragmente, kleinste Bruchstücke aus meinem Leben und dem dazu gehörigen wirren Gedankengut. Ich verfasse die Beiträge zur Selbsttherapie, und haue dann raus, dass Arbeitsameisen ja irgendwie doof sind - um meinen eigenen Weg vor mir selbst zu rechtfertigen und meine letzten Zweifel aus dem Weg zu räumen. Dabei beneide ich wirklich jeden, der seinen Job gerne macht. Das wäre auch für mich sicherlich der einfachere und geschmeidigere Weg.

Und wenn ich ein Video poste, von Menschen, die im Bauwagen leben und ihre Erbsen selber anbauen, bedeutet das nicht, dass ich auch so leben möchte, sondern dass ich von alternativen Konzepten fasziniert bin.

Wir meinten dann, dass jeder Blogbeitrag idealerweise einen Disclaimer enthalten sollte, der erklärt, wie ich's genau meine. Natürlich geht das nicht. Und ich bin ja auch nicht hier, um mich bei der Leserschaft einzuschleimen. Aber ich gebe zu: Verstanden werden will ich schon (wer will das nicht?).

Also als kleiner Disclaimer-Ersatz: Was ich hier schreibe ist nicht die absolute Wahrheit, auf ewig in Stein gemeißelt (und vom heiligen Geist gechannelt, wie meine liebe Gastbloggerin Alex sagen würde.). Ich bin ja stets konsequent in meiner Inkonsequenz, gleichzeitig getrieben von Ideen und Zweifeln, und ein Mensch mit angeknackster Seele. Ich schreibe hier meist spontan und überlege dabei wenig, wie das wohl ankommen mag. Nun, das kann auch mal komisch rüberkommen.

Und wenn es schon im echten Leben schwierig ist, seine Seele zu offenbaren - ist das hier schon gar nicht die richtige Plattform. Weil ich wunde Punkte habe, Selbstzweifel, dunkle Geheimnisse und eine dünne Haut. Und dennoch tue ich es. Weil es mir wichtig ist. Und weil es mir hilft. Und manchmal hilft es sogar jemand anderem, was dann so richtig toll ist.

Ich wollt's nur gesagt haben.... Danke fürs Lesen.
Darf ruhig jeder weiter arbeiten gehen. Gerne auch in Vollzeit (bis 70+) *g*.

11. Februar 2017

Eine Minute unbeschwert.


Kennt ihr das? Der Moment, wenn man morgens aufwacht und der Geist noch ganz klar und unbelastet ist. Wie ein unbeschriebenes Blatt. Ein unendlich freier Raum. Nur für ein paar wenige kostbare Sekunden. So lange, bis die Denkapparatur in Gang gekommen ist. Dann flutet die Erinnerung das Gehirn und die Leere wird blitzartig gefüllt. Und die Gedanken produzieren simultan die entsprechenden Gefühle.

Besonders drastisch ist das in Phasen des Unglücklichseins. Wenn der Schlaf Erleichterung und Vergessen bringt. Du wachst auf wie ein unschuldiges Kind und urplötzlich, als wenn jemand Dir einen Eimer mit eiskaltem Wasser über den Kopf schüttet, flutet Dich der Schmerz.

Ich frage mich, ob diese morgendliche Sekunde der Unbeschwertheit dem Zustand entspricht, den man nach langer Meditationspraxis erzielt? (Falls ja, sollte ich schleunigst mit Üben anfangen).

Die Erfahrung, wie ein "heruntergefahrener Geist" sein kann, finde ich phänomenal. Ich fühle mich heil, unbeschädigt, offen, sicher, aufgehoben. Ich bräuchte mehr davon als diese paar Sekunden.... Und gleichzeitig bin ich das ja auch. Es scheint ja so etwas wie einen unverwüstlichen Kern zu geben, der unangetastet ist von den Verletzungen und Erfahrungen, die man durchlebt hat. Dieser Kern wird nur verdeckt von Gedanken und Erinnerungen, die die eigene Unversehrtheit nicht mehr spüren lassen. Aber vielleicht hilft dieser klitzekleine Moment am Morgen zu wissen, dass diese Klarheit existiert. Dass ich tief im Innern okay bin, was immer gerade passiert.

Ein schönes Wochenende!

10. Februar 2017

Digging in the dirt.


Der Termin gestern bei der neuen Therapeutin war gut. Sie ist älter, warmherzig, ich hab mich aufgehoben gefühlt. Sie hat einen großen Hund, der mich erstmal mit seinem Pandaplüschi in der Schnute begrüßt hat (*schmelz*).

Aber es ist immer wahnsinnig anstrengend, die ganze Lebens- und Leidensgeschichte in einer Stunde vor einem wildfremden Menschen auszubreiten. Jedesmal kommen Sachen hoch, die einfach wehtun. Dabei bin ich doch darin ziemlich routiniert inzwischen *augenroll*. Nächste Woche gehe ich dann zum ersten Mal in die Gruppe. Da werde ich mich dann allerdings erstmal zurück halten und schauen, was da genau passiert.

Ich habe gleich eine Pflichtlektüre verordnet bekommen: "Vergiftete Kindheit", die ich mir noch gestern Abend heruntergeladen habe. Ziemlich harter Stoff. Das wird kein Spaziergang.


Eigentlich bin ich es leid, mich mit der Vergangenheit wieder und wieder auseinandersetzen zu müssen. Die Krux ist aber, dass genau diese Vergangenheit mein jetziges Leben nach wie vor stark beeinträchtigt. Es ist anstrengend, es ist mühselig, es ist schmerzhaft. ES IST SCHEISSE. Ich sag's einfach, wie es ist.

Und diese vergiftete Kindheit geschieht natürlich im Geheimen. Nach außen hin muß der Schein der intakten Familie gewahrt werden. Die Vorzeigefamilie, wo hinter den Türen einer säuft oder einer das Kind vermöbelt. Die Eltern bleiben Götter, die Kinder leiden stumm und zahlen später ihren Preis (meist mit einem verkorksten Beziehungsleben  und massiven Selbstwertproblemen). Aber immer schön den Deckel drauf halten. "Soooo schlimm kann das doch nicht gewesen sein!".

Darf man denn die Eltern anklagen, ihnen die Schuld geben? JA! Darf man. Denn ein Kind ist schutzbedürftig und hat wichtige Bedürfnisse, die von den Eltern gestillt werden müssen. Und wenn sie das nicht bieten können, haben sie einfach Scheiße gebaut. Vielleicht weil sie selbst eine lieblose Kindheit hatten - dennoch: Scheiße gebaut. (Aber psssst, bloß nix sagen, was sollen die Leute denken?).

An alle, die eine unbeschwerte, geborgene und liebevolle Kindheit erleben durften: Herzlichen Glückwunsch! Das ist das große Los für ein gutes Leben. Und an alle anderen: Nicht aufgeben!

9. Februar 2017

Wonder Woman asleep.


Manchmal vergesse ich, dass ich krank bin. Oder ich WILL es vergessen. Wenn ich einen guten Tag habe und mal meine Komfortzone verlassen habe (*harhar*), bilde ich mir gleich ein, ich sei Wonder Woman und kann alles schaffen. Bis zu dem Moment, wo ich am Nachmittag vor Erschöpfung auf dem Sofa einschlafe.

Gestern war ich mal wieder hoch motiviert. Rausgehen! Spazieren! Frische Luft! Licht tanken! 10.000 Schritte! Entspannungsübung! Motivationsvideo! - Am Nachmittag wieder eingeschlafen, am Abend und in der Nacht war mir schlecht. Danke dafür. Denn jetzt sitze ich ohne schlechtes Gewissen auf dem Sofa, trinke Tee, esse Schokolade und schaue am frühen Morgen einen Film. So what?

Heute habe ich wieder ein Therapie-Erstgespräch. Ich bin so gespannt. Das Konzept ist spannend: Eine Woche Einzelgespräch, die nächste Woche dann Frauengruppe. Es wäre echt toll, wenn ich mich dort wohlfühlen würde. Und wenn alles gut geht und die Formalien durch sind (Daumen drücken!), werde ich demnächst einige Wochen in einer Klink am Chiemsee verbringen. Was zwar bedeutet, dass ich reisen muß (*AHHHHHH*), aber das Ziel dürfte Motivation genug sein. Und ja, klar, ich hab auch wieder Angst, was mich dort erwartet, aber da ist ja auch noch der See.... und die Berge... *vorfreu*..