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10. Juli 2017

Zwangsentrümpelung.

Der kaschierte Wachsunfall....
Heute war ein geradezu hyperaktiver Tag. Lebensmittel einkaufen bei PENNY und REWE, dann zu Fuß mit dem Momox-Paket zur Post und weiter mit einem Beutel Bücher und CDs zum örtlichen Bücherschrank. Dann zum Friedhof gefahren zwecks Grabpflege bei Oma. Dann Zuhause den ausgemisteten Müll runtergebracht. Weiter mit Staubsaugen. Hier der Supergau: Irgendwie reiße ich mit dem Kabel oder dem Staubsauger den großen Spiegel um. AHHHHHHHHHH. Das Teelicht, das darauf brannte, hat weiträumig das Wachs verteilt: Fußboden, Sofa, Stehlampe und Tapete. Wachs vermischt mit der Blumenerde der zwei kleinen Töpfchen, die auf dem Spiegel standen. Sah äußerst apart aus: Zahlreiche Wachsspritzer mit erdigen Einschlüssen. Da kommt Freude auf.

Kurioserweise waren weder der Spiegel noch das Teelicht oder die Blumentöpfchen kaputt. Den Boden hab ich mit Heißwasser wieder sauber gekriegt. Das Sofa so einigermaßen. Lampenschirm und Tapete sind ruiniert, da das Wachs Fettflecken hinterließ.

Also raus mit der Lampe. Das Modell konnte ich online bei IKEA auch nicht mehr finden. Schade. Und die Wand ist so oft schon getüncht worden, dass ich nicht sicher bin, ob sie einen weiteren Anstrich verkraftet. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ICH einen weiteren Anstrich verkrafte (zu anstrengend für kleine Faultiere).

Was tut die Minimalistin? Entrümpelt die Lampe und stellt erstmal paar Kisten vor die Spritzer an der Wand. Und kauft sich zum Trost am Prime Day ein Kindle Fire HD8 Tablet für nur 59,99 Euro (statt 109,99)*. Das ist schon minimalistisch, weil mein Samsung Tablet auf dem letzten Loch pfeift. Ich darf nur noch nicht dran denken, wie ich es schaffe, darauf die Onleihe einzurichten. Soll aber gehen, sagt Google. Und eine Reihe Trostschoki mußte dann auch noch sein (aber die Kalorien hab ich heute locker verbrannt).

Ich hätt mich ja aufregen können. Ich kann es aber auch einfach sein lassen und mich über die weitere Entrümpelung und die kreative Spontanlösung freuen. Ist ja alles nur Zeug.


*fast hätte ich noch den weißen ECHO DOT in den Warenkorb gelegt.
Aber das wär erstens übertrieben und zweitens nervt mich Alexa schon in der Werbung...

Kommentare:

  1. Hehe, solche Tage kenne ich gut. Also am besten auf dem Sofa sitzenbleiben oder vor dem Saubermachen alle Eventualitäten durchkalkulieren. Und dann passiert eh wieder etwas anderes. ZUm Glück geht es nicht nur mir so. Nicht aufregen und Trostschoki essen war sicher die beste Entscheidung! ;)

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  2. Ohhh, das ist wirklich ärgerlich, aber toll, dass Du relaxt bleibst.
    Ich habe dank Minimalismus einen Zug an mir entdeckt, den ich NIE NIE NIE für möglich gehalten hätte: seit wir so wenig Zeug haben, bin ich entspannter, wenn was dreckig wird. Es stresst mich aus unerfindlichen Gründen nicht mehr.

    Früher wäre ich fix und fertig gewesen. Der Perfektionismus ist minimal weniger geworden - und ich fühl mich sauwohl dabei. Hier ist es immer noch sehr sehr ordentlich, aber wenn mal ein Spritzer an der Wand ist (erst kürzlich beim Fensterputzen passiert), der nicht mehr weg geht, bleib ich locker, juhu!

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    1. Gratuliere zur entspannteren Einstellung! :-))

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