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11. Juni 2017

Zurückrudern.


Also ich muß da mal zurück rudern. Bin jetzt mit dem Buch zur Hälfte durch und muß feststellen, dass das Rad nicht neu erfunden wurde. Ein Sammelsurium der üblichen Ratgeberliteratur (Meditation, Dankbarkeit, Vergebung, Anziehung), aber immerhin ganz witzig verpackt.

Hab entschlossen, doch kein Rockstar zu werden. Stattdessen verfolge ich meinen eigenen Weg - Abnehmen, Sport, Minimalismus, Freifrau, Selbstliebe.

Dieser Ansatz "Du kannst ALLES werden, wenn Du nur wirklich willst" ist doch mittlerweile ziemlich ausgelutscht. Und erzähl das mal einem von sieben Kindern, das in einem Armutsviertel groß werden muß. Es scheint fast so, dass wir so viel Überfluss haben, dass wir den Rachen nicht voll kriegen können. Es müssen nicht nur die normalen Bedürfnisse gedeckt werden, nein, GROSSARTIG müssen wir sein. Unser Potential voll entfalten. Dabei sind wir doch nur ein flüchtiges Staubkörnchen in diesem Universum. Nehmen wir uns da selbst zu wichtig? Klar, wer Großes anstrebt, soll das auf jeden Fall tun. Das steht außer Frage. Aber was, wenn ich Mittelmäßigkeit ganz angenehm finde? Was ist verkehrt dran? Jeder IST bereits was ganz besonderes - und muß das nicht noch WERDEN.

Also entspanne ich mich (auf dem Sofa *ätsch*) und sehe das alles ganz locker. Und meine Erfahrungen bislang haben mir gezeigt: Wenn die Zeit dafür reif ist, ist auch Veränderung möglich. Dann kann jeder ein Star sein - so ganz für sich und im Stillen *funkel*.

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