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23. Juni 2017

Dies & das zum Wochenausklang.

Sorry für die beschissene Bildqualität (die Rollos waren halb unten und mein Handy kann auch nicht viel *g*)

Na? Wo war ich heute? Erstens: Draußen! (Gestern war ja Hölle in der Dunkelkammer, aber übers Wetter zu lamentieren bringt's ja auch nicht), Zweitens: In der Bib, Entertainment to Go besorgen. Aber erstmal muß ich heute wieder auf den Stepper, weil ich die letzten zwei Tage hitzefrei genommen hab.

Und ganz wichtig: Bloß nicht das Bett machen, sonst wird das womöglich nix mit dem Mittagsschlaf.

Bildqualität siehe oben *seufz*.
Hab gestern Nachmittag bei 35° beschlossen, mein Bett an die andere Wand zu stellen. Total bekloppt. Aber das Minimalismus-Apartment hat so eine extreme Veränderungswut hervorgerufen, dass mir die Hitze dann grad egal war. Dafür war ich dann heute so platt, dass ich mich am hellichten Tag nochmal in die Kissen geworfen hab. So ein ungemachtes Bett ist doch gleich viel einladender.

Und zum Schluß noch was zu lesen: "Es gibt sehr viele Arten, das Leben zu verpassen." (Ja, beim Mittagsschlaf zum Beispiel *g*).

Meine Lieblingspassagen aus dem Artikel (von Frithjof Bergmann):

"Mir geht es um grundlegende Dinge, darum, dass Menschen sich nicht in Lohnarbeit, zu der sie keinen inneren Bezug haben, erschöpfen und am Lebensende feststellen, dass sie gar nicht richtig gelebt haben."

"Wir sind so tief verstrickt in diesem Lohnarbeitssystem, in diesem Lastesel-Dasein, dass wir denken, es sei normal, die meiste Zeit unseres Lebens einer langweiligen Tätigkeit nachzugehen, die uns abstumpft, entmutigt, zu Arbeitskräften und Konsumenten degradiert. Es gibt sehr viele Arten, das Leben nicht zu leben. Die meisten Menschen sind drei Viertel tot, lange bevor sie beerdigt werden. Sie werden schon in der Schule mit Langeweile gequält, lernen alles, nur nichts über sich, und werden auf den Ernst des Lebens vorbereitet, also darauf, ein Rädchen in einem grossen Getriebe zu werden. Später gehen sie zur Arbeit und erleben diese wie eine milde chronische Krankheit, die sie zwar nicht umbringt, aber auslaugt. Und eines Tages müssen sie sich eingestehen, dass sie sich selber verloren oder vielleicht nie gefunden haben."

MIR spricht das sehr aus dem Herzen. Zumal in meiner Ex-Firma gerade lang gediente Kollegen rausgekegelt werden ohne Rücksicht auf Verluste. Mich traf das damals ja nicht überraschend (und kam auch nicht ungelegen). Aber wie bitter, wenn jemand nach jahrzehntelanger Betriebszugehörigkeit aus heiterem Himmel rausgekickt wird. Wahrscheinlich weil (wieder mal) umstrukturiert wird (und zwar ins AUS). Kein Job ist mehr sicher. Es leben die Umsätze!

Kommentare:

  1. Ein sehr schönes und v.a. wahres Zitat! Ich hatte jetzt zwei Wochen Urlaub und habe wieder mal gemerkt, wie schlecht mir meine Arbeit und meine Kollegen (teilweise) tun. Dabei sind die Kollegen eigentlich meistens nett, aber es ist diese Einstellung zum Leben, die so überhaupt gar nicht meiner entspricht und die ich schlichtweg falsch finde.
    Gestern hab ich bei 36% ein Regal abgebaut und - weil es niemand haben wollte - zur Mülldeponie gefahren. Das fühlt sich so befreiend an!!! So langsam ist meine/unsere Wohnung so, wie ich es haben will. Wenn wir mal umziehen haben wir bis auf Schrank, Bett, Sofa und Waschmaschine nur noch Kleinkram, den wir selbst schleppen können.

    Dir ein erholsames Wochenende!
    Fühl Dich gedrückt.

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    1. "es ist diese Einstellung zum Leben, die so überhaupt gar nicht meiner entspricht und die ich schlichtweg falsch finde" - Ich weiß genau, was Du meinst! Deswegen gibt es für mich auch keinen Weg zurück mehr. Schon beim Gedanken an das Thema "Urlaubsabstimmung" kriege ich das Kotzen (*sorry*). Manchmal bin ich nachts im Kopf Checklisten durchgegangen, um auch alles richtig zu machen. Und dabei habe ich mich ständig am falschen Ort gefühlt. Ich kann und will das nicht mehr. Es würde mich auf Dauer einfach nur krank machen.

      Cool, wie weit ihr schon seid mit dem Reduzieren. Ich mache auch weiter!

      Ebenfalls ein entspanntes Wochenende für Dich - ich drück Dich auch.

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