.

.

19. November 2017

Gefreut wie ein Schnitzel.


Gestern habe ich zum ersten Mal seit Beginn meiner Abnahme Ende März mein Kalorienbudget drastisch überschritten. Anlässlich des Geburtstages meiner Mutter waren wir Essen und ich habe mir mit vollstem Genuß ein Jägerschnitzel mit Pommes reingezogen - und jeden Bissen genossen. Erst hatte ich überlegt, ob ich nicht besser den Lachs mit Blattspinat und Kartoffeln nehmen sollte. Aber nein, schon seit Wochen hab ich mich auf Schnitzel mit Pommes gefreut. Das mußte einfach sein. Die paar Gramm mehr auf der Waage habe ich eh bald wieder runter...

Und da ich mein Abnahmeziel ja bereits übertroffen habe (minus 27 kg inzwischen), konnte ich mir das ruhig auch mal erlauben. Aber es wird ganz klar eine Ausnahme bleiben.

Inzwischen mehren sich auch die ersten Stimmen, ich solle mal langsam aufhören, ich hätte genug abgenommen (sagt mein Hängepopo auch). Naja, also ausgehungert sehe ich ja nun wirklich nicht aus. Und ich strebe eh nur noch so 2 kg weniger an. Wäre aber auch genauso zufrieden, wenn es einfach bleibt, wie es ist (was als Aufgabe an sich schon schwer genug ist).

Ich weiß nicht, ob das auch durch die Abnahme kommt, aber mir ist nur noch kalt. Hände und Füße kommen überhaupt gar nicht mehr auf Betriebstemperatur. Wenn ich rausgehe, trage ich schon immer Handschuhe. Und wie man auf dem Bild unschwer erkennen kann, hab ich jetzt sogar drinnen meine mollig warmen Schneestiefel an. Unterm (Fleece-)Pulli versteckt sich noch ein Longsleeve. Und das an den Beinen sind natürlich Thermoleggings. (Lauter Schlankmacher-Klamotten....NICHT.... hihi). Was mache ich erst, wenn mal die Temperaturen unter den Nullpunkt sinken? Ich brauche beheizbare Klamotten! So einen Ganzkörperstrampelanzug, den man über Akku immer wieder aufladen kann.

Aber das ist alles Jammern auf höchstem Niveau. Ansonsten geht es mir gut - die trüberen Tage laden ein zum hemmungslosen Rumlümmeln auf dem Sofa. Und damit hab ich nun wirklich überhaupt kein Problem.

Schönen Sonntag!

14. November 2017

Siegfried Lenz über den Müßiggang.


Gerade bei Facebook entdeckt (morgens nach dem Frühstück stöbere ich immer nach interessanten Artikeln): Ein Fundstück aus dem Archiv der "ZEIT" aus dem Jahre 1962, indem Siegfried Lenz sich über das Thema "Müßiggang" ausläßt. Man bedenke, dass diese Einschätzung inzwischen 55 Jahre alt ist. Wie würde Herr Lenz heute darüber denken? Mich dünkt, er wäre entsetzt ;-).

"Der zerstreuungssüchtige Konsument, der Abnehmer von Kurzweil, wird bei allem verbissenen Fleiß nie in der Lage sein, Kultur hervorzubringen, da ihm das sublime Nichtstun unbekannt ist."

Wenn ich mir so überlege, welche Dimensionen Konsum und "Kurzweil" angenommen haben, in der mittlerweile geradezu pervertierten Form mit "Cyber-Monday", "Singles Day" oder "Black Friday", mit all den digitalen Spielzeugen (Smartphone, Smartwatch, iPads etc.) und den Erlebnissen, die man sich bei Jochen Schweitzer oder MyDays kaufen kann, stellt sich mir zwangsläufig die Frage, ob Müßiggang oder Nichtstun mittlerweile noch viel weniger als eine unbedeutende Randerscheinung geworden sind. Nein, schlimmer noch - verpönt und abgelehnt. Wer nichts tut, ist auch nichts wert.

Lieber erschöpfen wir uns zu Tode und tragen den ersten Herzinfarkt wie eine Trophäe vor uns her. Was für eine tragische Auszeichnung für all den Streß und die unzähligen Überstunden. Mit ein paar Stunden in der Hängematte verdient sich keiner einen Blumentopf. Aber vielleicht ein Stück weit Seelenfrieden....

Und ob diese abstruse Idee des "Space-Out-Wettbewerbs" tatsächlich den Müßiggang fördert? Entspannung unter Druck? Die Welt ist verrückt geworden ;-).

13. November 2017

Nachschub.


Nachdem ich mit dem letzten Jussi jetzt schon fast zur Hälfte durch bin (ich lese irre schnell), war ich heute in der Bib, um nach Nachschub zu stöbern. Sebastian Fitzek hatte ich schon länger im Auge - das wird also das erste Buch, das ich von ihm lese. Klingt schon mal reichlich gruselig "Der Augensammler":
"Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Leichen fehlt jeweils das linke Auge. Bislang hat der »Augensammler« keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt …"
Wuuuaaaaah - das verspricht einiges an Spannung. Bin sehr neugierig, ob mir sein Schreibstil gefällt. Dann kann ich gleich weitere Werke von ihm auf meine Wunschliste setzen.

Die anderen beiden Bücher hab ich in erster Linie aufgrund der Titel und der Cover mitgenommen. Nach all dem blutrünstigen Zeug der letzten Wochen, darf es dann zwischendurch auch gerne mal was leichteres und humorvolles sein.

"Eierlikörtage - Das geheime Tagebuch des Hendrik Groen, 83 1/4 Jahre"
"Hendrik Groen mag alt sein (83 1/4 um genau zu sein), aber er ist noch lange nicht tot. Zugegeben, seine täglichen Spaziergänge werden kürzer, weil die Beine nicht mehr recht wollen, und er muss regelmäßig zum Arzt. Aber deshalb nur noch Kaffeetrinken, die Geranien anstarren und auf das Ende warten? Kommt nicht in Frage. Ganz im Gegenteil. 83 Jahre lang hat Hendrik immer nur Ja und Amen gesagt. Doch in diesem Jahr wird er ein Tagebuch führen und darin endlich alles rauslassen - ein unzensierter Blick auf das Leben in einem Altenheim in Amsterdam-Nord. Das ist richtig lustig und zugleich so herzzerreißend, dass wir Hendrik am Ende dieses Jahres nicht mehr aus unserem Leben lassen wollen."

"Schwer erleuchtet"
"In seinem neuen Roman „Schwer erleuchtet“ erzählt der erfolgreiche Buch-Autor Dieter Bednarz eine humorvolle Geschichte um einen lebensfrohen buddhistischen Mönch und ein ganz normales Paar aus Hamburg, um einen Zusammenprall der Kulturen, um Buddhismus und Kapitalismus, um Sein und Schein und das Geheimnis eines erfüllten Lebens."

Ich werde mich nie daran gewöhnen, dass ich immer so viel tollen Lesestoff zur Verfügung habe. Und das ist auch gut so - denn dann freue ich mich immer aufs Neue *hihi*. Und vorher hatte ich mich noch bei IKEA mit zwei Pack Teelichtern eingedeckt, denn für Family-Mitglieder gibt es gerade einen 5-Euro-Gutschein. Somit sind Lesestoff und Stimmung voll abgesichert. So liebe ich das"

12. November 2017

Jussi & Zen, Keira & Sienna.


Wie verbringt man am besten einen naßkalten, grauen Novembersonntag? Mit Jussi und Zen-TV. Gerade als ich heute Mittag Band 6 aus der Carl-Mѳrck-Reihe ausgelesen hatte, kam - just in time - die Benachrichtigung der Onleihe, dass der aktuelle Band (Teil 7 "Selfies") jetzt verfügbar ist. Yeah, wie perfekt ist das denn? Hab ich gleich mal nahtlos weiter gelesen. Fragt sich nur, was ich als nächstes angehe? Ist immer schade, wenn man bei einer richtig guten Serie ans Ende kommt bzw. dann ein Jahr auf den Folgeband - sofern es denn einen geben wird - warten muß. Für den nächsten Lese-Marathon (tja, Winter is coming) hab ich mir mal den Autor Ian McEwan vorgemerkt. Mal schauen, ob das was taugt.

Und YAY, ich hab Sport gemacht. Gestern eine halbe Stunde Stepper, heute erst Hanteltraining mit anschließenden Standing-Abs-Exercises. Das ist schon eine Schippe mehr als der Reha-Sport *g*. Den Sport mache ich nicht wegen der Abnahme. Und nur marginal wegen meiner dadurch bedingten Shar-pei-Haut (Shar-Pei = chinesischer Faltenhund). Es soll mehr zur allgemeinen Stärkung, Kräftigung und Fitness dienen - also kurz gesagt: Das Wohlbefinden steigern.

Danach ging es mit Tee und Schoki ab auf die Couch. Im Hintergrund lief die App von Zen-TV, die bei mir derzeit öfter genutzt wird, weil ich die herrlichen Bilder und die dezente Musik liebe. Da gibt es Kaminfeuer, Herbstimpressionen, traumhafte Karibik-Sonnenuntergänge - ganz wundervoll. Jedenfalls gerade viel viel besser als der Blick aus dem Fenster.

Und gestern Abend hab ich mal bei "Watchbox" gestöbert, ob sich da zwischen all dem Schrott was finden läßt (mein Amazon-Prime-Abo hab ich nämlich aufgekündigt). Und ja, ich habe einen beeindruckenden Film entdeckt, der schon ganz alleine wegen der beiden Hauptdarstellerinnen Keira Knightley (unfaßbar schön) und Sienna Miller sehenswert ist. Könnte man sogar ohne Ton gucken. Einfach nur die Schönheit bewundern, echt jetzt:


Ein Film für Ästheten!

Jetzt muß ich aber dringend den Jussi weiter lesen *spannend-wie-immer*.

11. November 2017

Lesefutter mit Inspiration.


Läuft immer noch! :-) - Während ich gerade den Kältetest mit der Kombination Strickstrumpfhose zu kurzem Rock bei Mistwetter absolviert und bestanden habe, wollte ich zum Wochenende gerne noch ein paar Lesetipps mit euch teilen.

Die allerbeste Nachricht zuerst: Frerix is back! Da hab ich mich ja echt riesig gefreut, zumal ich erst neulich gedacht habe, dass ich schon viel zu lange nichts mehr von ihm gesehen oder gelesen habe. Eine neue Inspirations-Website hat er gebastelt - optisch (wie immer) sehr ansprechend, inhaltlich nicht minder. Ein paar neue Videos hat er auch in Aussicht gestellt. Guter Mann!



Die nächste gute Nachricht gilt allen besorgten, neurotischen Grüblern: Pessimisten leben länger (und Langweiler übrigens auch, hierzu hatte ich mal ein Buch mit besagtem Titel gelesen). Für irgendwas muß der ganze Mist ja auch mal gut sein. Näheres dazu im Artikel "Lob der Neurose". JAWOLL!

Und die finale gute Nachricht und frohe Botschaft fürs Wochenende: Sch*** auf die Achtsamkeit!

"Achtsamkeitstraining kann helfen, und die Idee passt zum Zeitgeist. Wo ist also das Problem? Wie viele psychologische Konzepte lädt auch dieses zum Tanz ums Ich ein. Die Menschen sollen in sich selbst die Lösung für ihre Probleme finden. Doch je mehr sie sich mit sich selbst beschäftigen, desto deutlicher werden ihnen ihre Defizite. "
"Generell nützlich im Umgang mit klebrigen, zur Nabelschau einladenden Psychotrends, ist übrigens eine Empfehlung, die sich aus der chinesischen Philosophie ableiten lässt: Wir sollten zu denen, die wir lieben, eine gewisse Distanz halten. Also auch zu uns selbst."
Ja. Kann das nur bestätigen. Seit ich nicht mehr um mich und meine Probleme kreise, geht es mir deutlich besser. Allerdings möchte ich einschränken, dass dies eher für reflektierte Menschen gilt. Für all jene, die die Mutter Teresa spielen, um ihren eigenen Baustellen zu entkommen, sei dies mal besser dahin gestellt...

Wünsche euch ein inspiriertes und achtsamkeitsfreies Wochenende!

7. November 2017

Läuft!


Die Sorgen und Grübeleien, dass ich doch unbedingt eine "Aufgabe" bräuchte und mehr unter Menschen und raus aus der Komfortzone sollte, sind passé. Dank Rehasport und der Selbsthilfegruppe.

Heute war ich zum zweiten Mal beim Rehasport. Und ich liebe die latente Unterforderung. Kein schweißtreibendes Höher-Schneller-Weiter, sondern spielerische Softie-Bewegungen. Herrjeh, wäre jemals der verhaßte Schulsport so gelaufen. Bei den Bauchmuskelübungen mußte ich leider wieder kapitulieren. Angenehmer Lerneffekt: Scheitern darf sein.

Dann hab ich im Anschluß gerade mal 30 Minuten, um noch was zu essen und mich zu restaurieren (was gar nicht so aufwendig ist, da ich beim Rehasport gar nicht ins Schwitzen komme), bevor ich in meine Lebensfreude-Gruppe fahre.

Und statt - wie die letzte Zeit - sinnlos um mich selbst zu kreisen, merke ich, wie interessant der Austausch mit anderen ist - und jede Woche einfach eine feste Anlaufstelle zu haben, wo es auch völlig egal ist, ob und wie viel ich mich einbringe. Wo ich einfach da und ich selbst sein kann und mich willkommen fühle. Und womöglich mit meinen Erfahrungen oder simplem Zuhören auch anderen helfen kann. Und dass ich mich auf die Gruppe vorfreue, sagt ja wohl alles.

Die Abnahme und die neuen Aktivitäten haben mir wirklich einiges an Antrieb zurück gegeben. Dafür bin ich sehr dankbar. Mein Projekt "Leben gestalten" läuft bislang gut an. Und nach so einem Tag kann ich mich ohne unnötig schlechtes Gewissen auf die Heizdecke werfen und meinen Lesestoff verschlingen (und sogar das ein oder andere Stück Schokolade). Fühlt sich stark nach Zufriedenheit an.

5. November 2017

Good Hair Day.


Meine Haare werden auch nicht gerade dicker... im Gegenteil: Durch die Abnahme habe ich das Gefühl, wieder reichlich Federn gelassen zu haben. Kurzzeitig hab ich sogar wieder über Extensions nachgedacht. Aber das kommt gar nicht in Frage (da müßte es noch schlimmer sein). Ich war so froh, wie ich die Dinger los war. Es sah zwar super aus, aber man konnte die Klebestellen durchs Deckhaar blitzen sehen, es war umständlich und sauteuer.

Hatte heute morgen Heizwickler benutzt. Herausgekommen sind ein paar eher kläglich-fusselige Möchtgernlocken *g*. Immerhin hat der Porträtfilter meines Handy mich schön weichgezeichnet *lach*.

Würde so gerne meine Haare öfter wieder offen tragen. Sieht aber nur selten mal gut aus. Aber Abschneiden ist für mich auch keine echte Alternative. Also bleibt alles erstmal, wie es ist.

Und wer sich wundert, warum ich am Sonntagmorgen Heizwickler aufdrehe: Ich bekomme Herrenbesuch! ;-P Und ich mag Gelegenheiten zum Aufbrezeln. Als Freifrau ist ja inzwischen eher "Casual" der Standard geworden.

4. November 2017

Schottenkaro.


Mit sinkendem Gewicht werden die Röcke allmählich kürzer *g*. Auch hier gilt die Devise: Wenn nicht jetzt, wann dann? Auch wenn die Beine nicht super dünn sind und ich so langsam aber sicher auf die 50 (alters- nicht gewichtsmäßig) zugehe - besser wird das ja nicht mehr. Und ich fühle mich wohl darin und feiere so meine Abnahme. Und die neuen Stiefel passen sicher auch prima dazu.

Ich bin total begeistert, wie sehr uns der so verrufene November mit Sonnenschein verwöhnt. Die ersten vier Tage hat er das ganz prima gemacht. Weiter so!

In diesem Sinne: Allen ein sonniges Wochenende.

3. November 2017

Mit mir sein.


Ich lese gerade ein Buch mit dem sinnigen Titel "Mit mir sein" von dem Autor Michael Lehofer. Mit mir bin ich ja ganz viel. Deswegen sprach mich das Buch natürlich sofort an. Nicht viele schaffen es, sich selbst auszuhalten. Die meisten sind sowieso viel zu sehr beschäftigt, um sich selbst zu reflektieren. Was manchmal auch angenehm sein kann *g*.

Das Grundthema ist die Selbstliebe. Jaaaaaa, da ist sie wieder. Und ich werde ja nicht müde zu betonen, wie immens wichtig sie ist. (Nebenbei bemerkt würde sich das Cover perfekt zu meiner Inneneinrichtung machen, aber ich lese ja via Onleihe *g*).

Hier die Inhaltsangabe:

"Es gibt unzählige Bücher, die sich mit der Liebe unter Menschen beschäftigen, zumindest mit dem, was sie sich darunter vorstellen. Selbstliebe, das heißt, einfach gut mit mir sein können, kommt dabei eher zu kurz. Jedoch ist sie die Voraussetzung von Liebesfähigkeit zu anderen. Als Therapeut und auch im eigenen Leben hat Michael Lehofer immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die mangelnde Zuneigung, das mangelnde Mitgefühl, kurz die mangelnde Liebe zu sich selbst das Kardinalproblem darstellt.

Menschen haben Konflikte im Leben, Konflikte mit anderen, Konflikte mit und in sich selbst, Konflikte bei der Lebensbewältigung. Alle diese Konflikte können auf die Inkompetenz, sich selbst zu lieben, zurückgeführt werden. Das klingt einfach. Kompliziert wird es allerdings, wenn man zu erfassen versucht, was Liebe überhaupt ist, und folglich, was unter Selbstliebe zu verstehen ist. Kompliziert scheint auch, mit Selbstliebe wirklich ernst zu machen. Selbstliebe ist ohne Zweifel eine der großen Herausforderungen des eigenen Lebens. Sich dieser Herausforderung zu stellen, bedarf großen Mutes. Denn es gilt die eigenen Ängste zu überwinden. In diesem Buch zeigt Michael Lehofer auf unkonventionelle Weise und ohne auf bewährte Ratgebermanier zurückzugreifen, wie es gehen könnte."


Habe das Buch schon fast zur Hälfte durch (es ist eben auch kein Riesenwälzer) und bis dahin gefällt es mir gut. Es ist stellenweise etwas komplexer geschrieben, aber vielleicht wehrt sich auch mein Verstand, gewisse Passagen zu begreifen, wer weiß.

Als passionierte Zitatesammlerin möchte ich einen Absatz, der es mir besonders angetan hatte, herausgreifen:

"Es ist nicht einfach, den Blick auf uns selbst zu wahren,
aus und in der Liebe zu sich selbst zu leben
sowie die ganze Zärtlichkeit und Feinfühligkeit zu sich selbst
unter groben Alltagsanforderungen zu bewahren.
Es braucht sehr viel Aufmerksamkeit und großen Mut,
sich selbst wirklich zuzumuten und auszusetzen.
Und nur wem das gelingt, der kann Selbstliebe empfinden."

💗

Ich kann nur bestätigen, dass es tatsächlich großen Mut erfordert, sich selbst auszusetzen. Wenn die klassischen Definitionen von Erfolg wegfallen. Und als Freifrau ist das zwangsläufig passiert. Ohne die Ablenkungen durch das Funktionieren im Hamsterrad, bleibt plötzlich ganz viel Raum für mich selbst. Und als ich schockiert dachte: "Ohjeh, der Raum ist aber ganz schön leer", hatte ich mich darin geirrt. Der Raum war teilweise auch zugemüllt mit Altlasten, Prägungen, Mustern und Vorstellungen. Eine echte Herausforderung. Der ich mich stelle! Durch Ausprobieren, der Bereitschaft zu scheitern und wieder aufzustehen.

2. November 2017

Und noch ein schlauer Kopf.





"Stilles bescheidenes Leben gibt mehr Glück
als erfolgreiches Streben, verbunden mit beständiger Unruhe."

- Albert Einstein


Weise Worte = unbezahlbar!

Gerade eben bei Tinder.


Ach soooooooooooo! Tinder ist nur ein SPIEL. Hätt ich das mal eher gewußt, Männo. Keine Sau hat mir die Regeln erklärt. Bin quasi schon im ersten Level rausgeflogen. Komisches Spiel. Und die Mitspieler wollen ja auch nur spielen. Is schon klar.... so langsam verstehe ich....

Die drei Bösen Ms (vom Müssen)



"There are three musts that hold us back:
I must do well.
You must treat me well.
And the world must be easy."
-Albert Ellis



Nicht nur der Precht sagt weise Worte.
Das war es dann also mit Ponyhof.
Wie war das noch?
Einen Scheiß muß ich.
Einen Scheiß mußt Du.
Einen Scheiß muß die Welt.
Nennt sich Realität, oder?

Warte nicht auf bessere Zeiten.


Okay, vernünftig war das vielleicht nicht. Aber ich habe mir heute sündhaft teure Nubukleder-Stiefel gekauft (s. o.). Als abschließende Belohnung für die Abnahme (wer wie ich Kampfwaden und Hobbitfüße hat, weiß vielleicht, was es bedeutet, wenn man plötzlich in einem tollen Stiefel den Reißverschluß zubekommt - ohne dass die Beine absterben oder die Restwade überquillt). Die Stiefel sind echt heiß (optisch) und warm (innen) - und so kann ich wenigstens auch meine Kleider und Röcke bei kälteren Temperaturen tragen.

Nachdem ich heute erfahren habe, dass ein Ex-Kollege plötzlich verstorben ist, noch bevor er in den Genuß der Rente gekommen ist, war ich ziemlich betroffen. Vielleicht klingt das jetzt bescheuert, das mit einem unüberlegten Schuhkauf in Verbindung zu bringen. Aber da ploppte die Frage auf: "Worauf warten?". Nicht das gute Geschirr im Schrank lassen. Nicht auf bessere Zeiten hoffen. Nicht das Leben auf die Rente verfrachten. Also bin ich einfach losgefahren und hab mich belohnt. Und ich fühl mich verdammt gut in den edlen Tretern. Und solche Stiefel kann ich JETZT tragen und nicht mehr in 20 Jahren.

Ich fühle mich in meiner Entscheidung, Freifrau zu werden, voll und ganz bestätigt. Und wenn ich mir später womöglich mal keine edlen Schuhe leisten kann, dann sei es drum. Hauptsache ich habe ein Dach überm Kopf und zu Essen. Und es gibt so viel wichtigeres. Auch so viel wichtigeres als neue Stiefel. Seid lieb zu euch!!! Seid mal vernünftig und mal unvernünftig. Aber seid immer gut zu euch. IMMER! Da darf es einfach keine Ausnahme geben...

31. Oktober 2017

Precht hat recht.



"Liebe ist ein Gefühl der Zusammenangehörigkeit,
das bei vielen Menschen sehr unabhängig davon ist,
wie oft man sich sieht."

- Richard David Precht


Der Mann spricht mir permanent aus der Seele.

Und nochwas zu gucken.


Heutiges Outfit (das Seitenlicht macht so herrliche Merkel-Falten *grrrr*) mit ein wenig weich gespülter Küchenpsychologie (*i like*). Ich hab so richtig Scheißlaune heute. War gestern zu anstrengend. Und natürlich wie immer die Frage, warum ich mir das überhaupt antue ;-). Aber das Gute ist ja: Ich kann es jederzeit auch wieder lassen ;-))).

An die Kälte muß ich mich auch erst gewöhnen. Ohne meine beheizte Kuscheldecke ist es gar nicht mehr auszuhalten. Ich frage mich schon, wie viel paar Strumpfhosen man wohl übereinander tragen kann? :-D

Was zu gucken.


Für zwischendurch gibt es mal wieder ein Video zu Schauen über das "einfache Leben".

Nach dem vierstündigen Date mit einem sehr interessanten Mann bei leckerem Essen und schönem Ambiete - was aber mal wieder zu rein gar nichts geführt hat - bin ich völlig erledigt. Leer geredet. Da war heimkommen gestern wieder wie das Eintauchen in meinen "sicheren Ort": Sofa, Füße hoch, Kaminfeuer-TV, Tee und Jussi.

Ich will damit nicht sagen, dass diese Dates komplett überflüssig oder doof sind. Bis auf eines fand ich alle immer interessant. Aber es entsteht einfach rein gar nichts daraus. Vielleicht suche ich tatsächlich etwas, das ich gar nicht brauche ;-). Wer weiß...

Heute ist Chillen angesagt (wie meistens *g*) und abends gehe ich noch in eine Gruppe (Reha-Sport fällt wegen des Feiertags heute aus).

Schönen Feiertag!

26. Oktober 2017

Nachtgedanken.


Mir ist gerade danach, ein paar unsortierte Gedanken zu später Stunde rauszuhauen. Es läuft gut gerade. Ich hab unerwartet weiter abgenommen (inzwischen sind es minus 26 kg). Hab also noch Luft im Kalorienbudget.

Dann hab ich mir die Woche - für meine Verhältnisse - voll gepackt. Das ist etwas anstrengend, aber richtig gut. Denn so entkomme ich der Grübelschleife und dem Kreisen um mich selbst. Denn das führt zu rein gar nichts. Es ist spannend, Neues zu probieren, andere Leute kennenzulernen, mal wieder über den Tellerrand zu schauen und gleichzeitig zu sich selbst zu stehen.

Und es ist total witzig, wenn ich ein Date mit jemandem haben werde, der meiner unkonventionellen Lebensweise völlig offen und sogar neugierig begegnet. Klar kann das trotzdem total schief gehen. Aber das Schreiben macht Spaß. Und von ihm hab ich sogar einen Buchtipp bekommen, und ich kenne das Werk noch nicht mal. Der meinte: "Ich les da gerade was, das zu Deinem Lebensstil paßt":


Da verliert die Frage "Und was machst Du so?" völlig an Brisanz. Ich freu mich sehr auf das Treffen.

"Ein freudloses Paradies -
Wir leben also im Land des Überflusses. Wir führen ein gutes Leben, das nahezu jedermann Wohlstand, Sicherheit und Gesundheit beschert. Nur eins fehlt uns: "ein Grund, am Morgen aus dem Bett zu steigen. Denn im Paradies gibt es kaum noch etwas zu verbessern."

Die Leseprobe entlockt mir ein permanentes Kopfnicken. Spannende Gedankengänge.

Wenn Du Freifrau bist und aus dem Hamsterrad (wie auch immer) ausgestiegen bist, ist es total wichtig, einen Plan zu haben. Es wird nicht alles automatisch gut, weil Du keinen Streß und wenig Verpflichtungen hast. Ich will damit nicht den ausgelutschten Spruch von wegen "Du brauchst eine Aufgabe" bringen. Ich würde es so formulieren: Den leeren Raum neu gestalten. Denn wenn etwas weg fällt, ist da erstmal Leere. Das ist ähnlich wie bei einer Trennung. Und das mit der Freiheit und den Konsequenzen habe ich zeitweise unterschätzt. Zeit für neue Experimente!

24. Oktober 2017

Okay, let's do this.


Ächz. Ich war heute zum ersten Mal im Reha-Sport, den ich wegen meiner ständigen Rückenprobleme verordnet bekommen habe. Es folgen weitere 49 (!) Teilnahmen. Und das ist auch bitter nötig, denn Sport habe ich jetzt schon länger keinen mehr gemacht. Vor allem nach der Abnahme ist das besonders wichtig (ja, es wäre auch schon während der Abnahme sinnvoll gewesen).

Also zu schaffen war das locker (kein Vergleich zu so gängigen Bauch-Peine-Po-Kursen). Lediglich bei den Bauchmuskelübungen tat mir der Nacken abartig weh - weil: Welche Bauchmuskeln?

Wir haben die meisten Übungen mit Thera-Bändern gemacht. Das war gut. Sanfte Kräftigung der Schokomuskeln. Achnee, da sind ja gar nicht mehr so viele. Es war so ungewohnt, mich im großen Spiegel zu sehen. Bin ICH das? Wirklich? Sind das MEINE Beine? In LEGGINGS? Das war schön.

Inzwischen passen auch meine alten (kurzen) Röcke, die meine Schwester damals aufbewahrt hatte, alle wieder. Davon hätte ich nie zu träumen gewagt.

Das mit dem Sport ist super. Ich komme dadurch regelmäßig raus und unter Leute und tue meinem Körper was Gutes (und kosten tut es mich auch nichts). Prima Sache! Nur das Aufraffen hat ewig gedauert (die Verordnung hatte ich bereits seit Ende August). Der Anfang ist gemacht - und das Gymnastikstudio ist auch nur paar hundert Meter entfernt. Besser geht's ja kaum (außer mit sexy Personal Trainer bei mir daheim *hihi*.

Und jetzt schreit jede Faser meines Körpers: COUCH! COUCH! COUCH!

22. Oktober 2017

Sonntagsfein.


Sonntagsfein gemacht. Vielleicht läßt sich ja doch noch ein wenig Sonne blicken!

Den TV-Tipp (in dem es angeblich um die Selbstoptimierung gehen sollte), den ich gestern Abend gepostet hatte, hab ich kurz nach Beginn der Sendung gelöscht. Ich hab mir die Doku auch gar nicht zu Ende angesehen. Als es schon damit anfing, dass ein Plastikbaby mit Wasser gefüllt wurde, um damit bei einem Hebammenlehrgang eine Geburt zu simulieren, war ich schon raus. "Ist das Kunst oder kann das weg?" hab ich mich gefragt. Fand den Beitrag sehr merkwürdig....

Meine Stimmung ist gerade wieder ins Kellergeschoß umgezogen. Das nervt. Wenn das eine Depression ist, kann das bitte auch weg. Es ist sicher schwer sich vorzustellen, wie das ist, wenn Du Dich jeden Tag neu motivieren mußt, während Dein Kopfkino Dir meint, ständig Tragödien vorspielen zu müssen. Da wird es wieder höchste Zeit, mir die Byron-Katie-Kernfrage zu stellen: "Wer wäre ich ohne diesen Gedanken?".

21. Oktober 2017

Samstags-Plauderei.


Ein Live-Bild von meinem Morgenplatz. Wo ich gerade Tee trinke und im Internet surfe. Habe mir gleich mal ein YouTube-Video vorgemerkt, denn mein sexy Lieblingsphilosoph war gestern in der NDR-Talkshow. Das schaue ich mir später auf dem großen TV-Bildschirm an, weil die Lautsprecher meines Schrott-Laptops pure Körperverletzung für meine Ohren sind.

Gestern bin ich zu IKEA und wollte nur wenige praktische Kleinigkeiten kaufen (Klobürste, Ersatzfusselrollen, Tablett) und hab deswegen keinen Einkaufswagen, sondern nur die gelbe Tasche genommen. Bis ich an der Kasse angekommen war, war die Tasche proppevoll und mein Arm länger geworden. Völlig ungeplant - was ja bei IKEA niiiiie vorkommt - hab ich eine Bettwäsche entdeckt, die mit mußte. Ich hab ja nur eine Sommergarnitur in weiß (uralt) und den Biber-Bettbezug mit den blöden dunkelblauen Punkten drauf (auch uralt). Und da entdeckte ich eine hellgrau-beige-melierte Jersey-Bettwäsche, die total an T-Shirt-Stoff erinnert. Fand ich klasse. Und es war ein 5er-Set, also zwei Kissenbezüge 80x80, zwei Kissenbezüge 40x80 und der Bettbezug 220x240. Also mußte ich noch zwei Kissen in 40x80 dazu kaufen. So kann's gehen.... Und die ollen Punkte kommen in den Altkleidersack und die neuen hatte ich gleich gewaschen und aufgezogen. - Und wie entzückt war ich, dass IKEA in all den Jahren offenbar endlich die Erfindung des Reißverschlusses für die Bezüge entdeckt hat! Ich hasse nämlich diese offenen Verschlüsse.


Auf der Rückfahrt habe ich mir noch in der Bibliothek die restlichen Adler-Olsen-Bände (bis auf den neuesten "Selfies", der noch verliehen war) mitgenommen. Puh, das waren die gebundenen Exemplare - ich hätte fast ein Köfferchen für den Transport brauchen können *g*. Fange heute mit Band 4 an. Jetzt bin ich für den November perfekt mit düsterem Lesestoff versorgt.

Schönes Wochenende mit viel Schoki wünsche ich!

19. Oktober 2017

Micro-Urlaub.


Als ich heute Mittag einen Termin hatte, lockten mich das herrliche Wetter und eine heimelige Treppe zu einem kleinen Erkundungsgang. Wozu gleich nach Hause fahren? Also stiefelte ich die Stufen hoch und landete vor einer kleinen Burg, die sich offenbar in Privatbesitz befindet. (Hab gerade gegoogelt, dass dort sogar eine Tagespflege für Demezkranke integriert ist.) Ich war ganz entzückt, solche unerwarteten Fleckchen zu entdecken. Das war dann wie ein ganz ganz kleiner Urlaub, ohne ewig weit fahren zu müssen und ohne Kofferpacken *g*. Also genau mein Ding.

Offenbar lohnt es sich ja, eingefahrene Pfade auch mal zu verlassen...

Ich bin so dankbar für das sonnige Wetter der letzten Tage und hoffe auf einen möglichst ungewöhnlich hellen November ;-).

17. Oktober 2017

Herbstputz auf Balkonien.


Neee-neee, kein Putzfimmel. Echt nicht. Aber als ich heute so auf dem Balkon (wieder mit Jussi) in der wundervoll warmen Sonne saß und mein Blick auf die kleine Holz-Sitzgruppe von IKEA fiel, dachte ich mir: "Schlimm! Igitt!". Die beiden Klappstühle und der Tisch waren von der Witterung schon fast schwarz. Hab ich mich nie groß drum gekümmert.

Spontan einen Eimer mit Spüliwasser gefüllt und das Holz abgeschrubbt. Ach Du meine Güte. Da war ja plötzlich wieder Maserung zu sehen. Was für eine Sauerei. Als dann alles sauber war, wurde mir klar, dass ich das blässliche Holz so sicher nicht der Witterung aussetzen kann. Also flugs in den Baumarkt und was zum Lasieren bzw. Ölen gekauft und fröhlich losgepinselt.

Ooooooh, alles wie neu. Sieht ja toll aus! Das hätte ich mal im Frühjahr besser schon gemacht. Aber egal. Noch genug da für Folgebehandlungen in den nächsten Jahren ;-).

Erstaunlich, wie "betriebsblind" man für bestimmte Sachen wird.

16. Oktober 2017

Haushalts-Reminder.


Kann mich nicht entsinnen, wann ich das zuletzt gemacht habe: Lichtschalter, Türklinken und Fenstergriffe desinfiziert (und Smartphone und Tablet gleich mit). Das war heute fällig. - Nächste Baustelle: Die Spinnweben in den Ecken *ggg*.

Na? Noch jemand mit schlechtem Gewissen?

Alles klar, Herr Kommissar.


Was für ein Wetter! Da sitze ich mit Trägertop und Jussi auf dem Balkon in der strahlenden Sonne und hab mir kurz zuvor einen Adventskalender gekauft. Unglaublich. Das Licht und die Wärme tun mir so gut. Meine Seele räkelt sich und atmet auf.

Heute Abend kommt ja die Verfilmung von Teil 2 im ZDF (Teil 1 fand ich so mittelprächtig, wie so oft ist das Buch einfach besser.), ich habe heute Teil 3 angefangen zu lesen. Und die folgende Passage passt so gut zum meinem letzten Blogbeitrag:

"Bis heute verstand er nicht, wie es so gekommen war. Warum er sich dermaßen außen vor fühlte. Wenn ein Buchhalter mit einem Leibesumfang von einhundertvierundfünfzig Zentimetern und ein Computerfreak mit Oberarmen wie Zahnstocher in der Lage waren, ein Familienleben zu führen, warum zum Teufel brachte er das nicht fertig?" (O-Ton Kommissar Carl)