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31. Dezember 2016

Baumeln.


Selten habe ich mich so unverstanden gefühlt, wie in den letzten Monaten des Jahres. Was einerseits daran liegen mag, dass ich meist nie das ganze Bild von mir zeige und andererseits auch daran, dass ich immer noch am Anfang eines Weges stehe, den ich selbst gewählt habe, der aber noch längst kein vertrautes Terrain ist. Das kann schon verwirrend sein. Aber so lange es sich richtig anfühlt, ist alles in Butter.

Nachdem ich am vorletzten Tag des Jahres nochmal einen Großkampf eingelegt habe (putzmäßig), habe ich heute noch ein paar weitere Dinge fertig gestellt (Kontowechsel mit allen letzten Schritten durchgezogen). Müll runterbringen, Bett frisch beziehen - nicht mehr das volle Programm wie die letzten Silvester, als es noch mein Ritual war, keinen Krümel Altlasten mehr in der Wohnung zu haben, kein Müll, keine Schmutzwäsche. Das sehe ich jetzt entspannter. Silvester ist auch nur ein Tag. Und alles wird erledigt, so wie es anfällt.

Vorsätze? Hm. Nö. Zumindest nichts, was ich nicht auch schon im September oder wann auch immer angestrebt hätte. Zumal ich die Erfahrung gemacht habe, dass sich Ideen viel leichter umsetzen lassen, wenn ich nicht verkrampft an die Sache herangehe. Wenn ich ausprobiere, es gut heiße und immer wieder tue. Schwups ist da eine neue Gewohnheit. Wie das tägliche Betten machen. Hatte ich mir immer mal vorgenommen, aber nie auf Dauer durchgezogen. Inzwischen schon. Wie das? Keine Ahnung, es mußte wohl der Moment kommen, wo es für mich stimmig war. Läuft jetzt von selbst. Ohne To Do Liste.

So darf es auch gerne weiter laufen. Ausprobieren, schauen ob es für mich paßt und weiter machen. Oder was Neues probieren.

Die Seele baumeln lassen. Und nicht an irgend welchen Vorsätzen festzurren. Baumeln, locker lassen, hin- und herschauen, beflügelt sein. Freifrau für Fortgeschrittene = Lebenskünstlerin werden. Ha! Da ist sie ja. DIE AUFGABE! :-)

Wünsche einen beschwingten Start in ein unbeschwertes Neues Jahr!


29. Dezember 2016

Glücklich und frei dank "ESMI".


Ich habe heute früh mit dem Hörbuch von Tommy Jaud angefangen. Hörbücher sind für mich höchst problematisch. Offenbar leide ich da an einem ganz akuten Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, also einem Hörbuch-ADS. Nach den ersten paar Sätzen schweife ich ab oder schlafe ein oder beides. Was daran liegen könnte, dass ich "Gesprochenes-auf-die-Ohren" bislang nur in Form von Entspannungs-MP3s à là "In 15 Minuten frisch und munter" konsumiert habe. Auch Frisch und Munter führte zum Einschlafen. An dieser Stelle kein Vorwurf an den Autor, immerhin hat es mich ja entspannt.

Weil ich aber seit geraumer Zeit u-n-b-e-d-i-n-g-t den neuen Tommy Jaud haben wollte, es diesen aber in der Onleihe nicht in Buch- sondern nur in Hörform gab, habe ich trotz ADS einen Versuch mit der Audioversion gestartet. Und mich total beömmelt. Zwar bin ich zwischendrin tatsächlich kurz eingenickt, aber das tat der Sache keinen Abbruch. Schließlich geht es in dem Werk ja um das "ESMI"-Prinzip:

Einen Scheiß muß ich!

Ich wußte doch, dass es genau mein Ding sein würde. Deswegen wird dies das allererste Hörbuch meines Lebens sein, das ich bis zum Ende hören werde. So der Plan. Ansonsten muß ich ja einen Scheiß, ne?

Bei schönem Wetter rausgehen
Grüne Smoothies
Vegane Snacks
Fitness-Studio und Morgengymnastik
Überstunden und Gehaltserhöhung
Eine Aufgabe haben
...
Oder einfach nur ESMI.

Das Buch nennt sich "Manifest gegen das schlechte Gewissen":

"Wir alle wissen: Mangelnde Faulheit kann zu Burnout führen. Dennoch leiden immer mehr Menschen unter maßlosem Müssen. Aber müssen wir wirklich abnehmen, aufräumen und uns ökologisch korrekt verhalten? Vorwärts kommen im Job, zu allem eine Meinung haben und rausgehen, wenn die Sonne scheint? »Nein!«, sagt US-Bestseller-Autor Sean Brummel alias Tommy Jaud (VollidiotHummeldumm), »einen Scheiß müssen wir! Die Leute sterben nicht, weil sie zu wenig Licht bekommen. Sie sterben, weil sie zu wenig Spaß haben.« 

Fasziniert von amerikanischen Ratgeber-Büchern und gleichsam schwer irritiert vom wachsenden Trend des maßlosen Müssens, hat sich Comedy-Autor Tommy Jaud entschieden, selbst einen solchen Ratgeber zu schreiben. Da Jaud kein Amerikaner ist, hat er einfach einen erfunden: Sean Brummel. Dessen fiktiver Bestseller Do Whatever the Fuck You Want ist jetzt auf Deutsch erschienen: Einen Scheiß muss ich. Das Manifest gegen das schlechte Gewissen.


Einen Scheiß muss ich ist kein Plädoyer für wurstigen Egoismus, sondern ein irrwitziger Befreiungsschlag gegen Bevormundung, Leistungswahn und Gemüseterrorismus."


Ich finde es witzig, erfrischend, befreiend. Sean Brummel, der nach einer Nacht im Gefängnis feststellt, dass es dort viel schöner war, als daheim bei seiner gemüsemilitanten Partnerin, die nicht mal bereit ist, die fehlenden 40 Cent für seine Kaution zu stellen.

Das ist genau mein Humor. Das geht in die Richtung von "Fuck it!" oder "Ich bleib so scheiße wie ich bin." Die stille (weil faule) Revolution zu "Du-kannst-alles-erreichen-tschakkaaa".

Wer also noch keine guten Vorsätze fürs kommende Jahr hat (wobei: wer braucht die schon?), kann es ja mal locker aus der Hüfte mit "Esmi" versuchen. Die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung ist ungleich höher als "Abnehmen", "mehr Sport treiben", "Schwarzwurzeln essen" und "Netflix kündigen".

28. Dezember 2016

Zum Jahresausklang...


... erstmal schön strecken,
und dann locker machen.

Mehr Worte gibbet heut nich.

Einen fluffigen Tag!

27. Dezember 2016

Reich und berühmt.



Begabt.
Weltberühmt.
Steinreich.
Großzügig.
Sensibel.
Traumhaus.
Partner.

Depression.
Drogen.
Alkohol.
Marihuana.
Heroin.
Tod.

RIP George Michael.

Ich habe mich gestern gefragt, wie es wohl wäre, in so einem opulenten Cottage - oder sagen wir lieber Anwesen - mit Blick auf die Themse zu wohnen (googelt mal die Bilder: Mill Cottage in Goring on Thames). Mit großem Garten, einem fußläufigen Poolhaus - natürlich mit Pool (sonst wär's ja auch kein Poolhaus). In einem idyllischen, ruhigen Ort mit schnuckeligen Häuschen. Ich dachte, ich würde jeden Tag den Boden küssen. Und dann mindestens eine Stunde am Fenster sitzen und auf die Themse blicken. Später durch den Ort flanieren und mich wie im Urlaub fühlen.

Bis der Gewöhnungseffekt eintritt. Wie lange küsse ich den Boden? Ein paar Wochen? Monate? Ein Jahr lang? Wie ist das, alles zu haben, und doch leer zu sein? Die Leere und den Schmerz mit Drogen zu bekämpfen? Die Kontrolle verloren zu haben?

Besser reich und leer als arm und leer? Macht das einen Unterschied, außer dem, dass der Reiche leichter an Drogen kommt?

Ich will hier keinen *Oh-der-Star-meiner-Teeniejahre-ist-tot*-Betroffenheitspost absetzen. Da käme ich mir etwas albern vor. Auch wenn ich den singenden Griechen in meinen jungen Jahren angebetet und entrückt in der Disco zu "Fastlove" getanzt habe. Und was weiß ich schon tatsächlich über den Menschen dahinter, außer was die Presse so vom Stapel läßt...

Doch der ganze Schmodder macht offenbar nicht glücklich. Zumindest nicht, wenn die Seele hungrig bleibt. DAS-IST-TRAURIG. Und mehr ist halt doch nicht zwangsläufig mehr. Das ist nicht, was zählt.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich im Frühjahr 2015 aus der Reha zurückkam und meine heimische Umgebung mit anderen Augen sah: Oh, ich konnte wieder alles einkaufen, worauf ich Lust hatte (und damit meine ich tatsächlich nur Lebensmittel). Alles war fußläufig erreichbar, ohne dass ich ein Sauerstoffzelt gebraucht hätte. Ebenerdige Spaziergänge. Daheim Kerzen anzünden können. Im eigenen, großen Bett liegen. Die schöne Wohnung. Unbegrenztes WLAN. Das Wetter immer einen Ticken schöner. Autofahren.

Hab mich dran gewöhnt. Aber erinnere mich gerne an den Moment des Heimkommens. Ich will versuchen, mir dies öfter vor Augen zu halten. Um mehr zu schätzen, was ich habe. Scheinbar Kleinigkeiten, aber doch viel mehr als das.

Und Berühmtheit ist eh doof. Ich möchte unerkannt bleiben, wenn ich in Joggingbuxe durch den Ort laufe. Ruhm ist nix für Introvertierte. Dann doch lieber nur mittelmäßig bis mäßig begabt. Oder gar nicht, sondern nur ein wenig alltagsverliebt.


Aber eines bleibt doch:
Die Musik hat unzählige Menschen glücklich und ihn unvergessen gemacht.

25. Dezember 2016

Der Geist der minimalistischen Weihnacht.


Die Geschenke sind getauscht, die Kassen leer und die Bäuche voll. Aber mögen auch die Herzen voller Liebe und Hoffnung sein. Voller Mut und Zuversicht. Voll Vertrauen in sich selbst und in das Leben. Offen für das, was wirklich zählt. Für das, was bleibt, wenn das Überflüssige losgelassen ist. Für Freiräume und Muße. Für Berufung und Leidenschaft. Für die Komfortzone und darüber hinaus - was immer gerade richtig ist. Für Lachen und Stille. Für Mitgefühl und Mitreissen. Fürs Innehalten und fürs Durchstarten. Und vielleicht für etwas weniger statt immer mehr...

24. Dezember 2016

Lasst uns froh und munter sein.



Viele Leute werden aktiv,
aber wenn ihr Geisteszustand nicht friedvoll oder glücklich ist,
säen ihre Handlungen nur noch mehr Unruhe und Ärger
und verschlimmern die Situation.

Statt also zu sagen:
»Sitz nicht einfach herum, tu lieber etwas«,
sollten wir im Gegenteil sagen:
»Tu nicht einfach etwas, setz Dich lieber hin.«

THICH NHAT HANH


Frohe und besinnliche Weihnachtstage!


23. Dezember 2016

Eine Aufgabe! Eine Aufgabe!


Wenn man Nichtstun als Meditation deklarieren würde, bekäme man tosenden Applaus oder zumindest ehrfürchtige Blicke aus feuchten Augen. "Oh, Du hast heute fünf Stunden meditiert? Ich verneige mich vor Dir, oh, Erleuchtete!". Keine Frage nach der AUFGABE, denn Meditation ist ja bereits Sinn genug. Ja, ist sogar ein tieferer Sinn. Erhaben und spirituell.

Aber wenn jemand fünf Stunden im Sommer auf der Wiese liegt, die Gedanken schweifen läßt und den Wolken zuguckt und den Zwitschervögeln zuhört, dann ist er ein fauler Sack. Ein unnützes Mitglied der Gesellschaft, womöglich sogar ein Parasit oder Schmarotzer. Ein Nichtsnutz. Such Dir doch eine AUFGABE, Mann!!!

Wenn jemand im Pyjama durchs Dorf läuft, kommt der eine in der regionalen Tageszeitung als Künstler auf die Titelseite, der andere in die geschlossene Psychiatrie.


Beinhaltet das Wort "Aufgabe" nicht die Tätigkeit des Aufgebens?

Und kann es sein, dass ganz viele das Nichtstun gar nicht aushalten? Und warum? Wovor haben die eigentlich Angst? Mit sich selbst konfrontiert zu werden? Sich selbst zu spüren? Keinen Sinn in sich, sondern nur im Außen zu finden? Hauptsache eine Aufgabe, egal wie sinnlos.

Auch Nichtstuer waschen ihre Wäsche, putzen sich die Zähne, gehen einkaufen, lesen, flanieren, spielen... aber sie sind selbstbestimmt... und kommen durch Muße sogar oft ins kreative Tun.

Und der nächste, der das Wort "Komfortzone" in den Mund nimmt, wird mit einer Vollzeittätigkeit inklusive unbezahlter Überstunden für die nächsten zwanzig Jahre bestraft!

22. Dezember 2016

Bitte nichts tun!


Bin immer noch im Energiesparmodus, aber mir war ja eh klar, dass ich es auf die letzten Tage des Jahres nicht mehr schaffen werde, die Welt zu retten. Vielleicht nächstes Jahr! Vielleicht...

Und bevor es in den Endspurt geht, hab ich noch ein schönes Video entdeckt, das ich gerne teilen möchte. NATÜRLICH geht es ums Nichtstun - was sonst? Hätte jetzt sicher keiner ein schnulziges Weihnachtsvideo von mir erwartet, oder?


Mein persönliches Lieblingszitat:

"Der Mensch ist wahrscheinlich das einzige Wesen auf der Welt,
was sich verpflichtet fühlt, etwas zu tun.
Selbst wenn es für ihn persönlich gar keinen Grund gibt."

Ja, der Mensch ist schon ein komisches Wesen...

Wünsche euch eine schöne, entspannte Zeit!

14. Dezember 2016

Dornröschenschlaf.

Das frühlingsfrische, entweihnachtete Wohnzimmer!

Oh, schon eine Weile nichts mehr geschrieben. Das könnte an meinem neuen Dezembermotto liegen: "Geschehen lassen". Ich habe letzte Woche so ein komisches Guru-Buch bei Readfy gelesen, und die Idee, die Kontrolle aufzugeben und das Leben geschehen zu lassen bzw. in die Hände einer höheren Macht zu geben, fand ich sehr angenehm. Keine krampfigen Erwartungen mehr, keine unnötigen Enttäuschungen, keine fruchtlosen Kämpfe - einfach alles kommen lassen. "Es gibt nichts zu tun." Aaaah, Musik in meinen Öhrchen. Watt kütt, datt kütt.

Ich hatte ja mit meiner letzten Therpeutin "Schluß gemacht", weil mir das einfach nichts mehr gebracht hat. Ich hab mich da nicht sonderlich verstanden gefühlt. Sie wollte mich unbedingt wieder "ins Funktionieren" bringen. Nein, vielen Dank. Dann hab ich durch Mundpropaganda von einer neuen Therapeutin im Nachbarort erfahren, die allerdings - wie fast alle - eine Warteliste hat. So zwei bis drei Monate. Tja, und überraschenderweise hab ich heute meinen ersten Termin dort. Ist sicherlich nur so eine Art Vorgespräch, aber immerhin. Geschehen lassen.... geht doch.

Ansonsten wieder viel Entertainment und schöne Begegnungen. Wenn das Leben so weiter fließt, lasse ich mich gerne treiben.

Hier mein aktuelles "Medien-Update", guckst Du (inklusive Guru-Buch):


Frühlingsfrische Grüße
(ich bin erfolgreiche Weihnachtsverdrängerin!)

9. Dezember 2016

Entweihnachtet.


Ich war heute im schwedischen Therapiezentrum zur Akutbehandlung. So ein Besuch wirkt Wunder. Mit jemandem frühstücken, bei dem man sein kann wie man ist. Ankommen und sagen: "Ich hab Bauchweh, wollte fast absagen, aber das ist nur psychosomatisch." Und das ist dann auch okay und verschwindet dann von selbst wieder. Alles gut und plötzlich passen auch zwei Käsebrötchen ins angeblich kranke Bauchi. So kann's gehen...

Zum Glück war es auch nicht voll bei IKEA. Das hatte ich nämlich befürchtet. Angenehm leer also. Gekauft habe ich nichts. Nur ein bißchen geschaut.

Wir waren anschließend noch im Gartencenter und da hab ich zwei megamäßige, buschige Orchideen mitgenommen und daheim gleich mal komplett entweihnachtet. Weil jetzt ja bei mir alles blüht. Also den weißen Papierstern abgehängt und stattdessen die Zebrakissen rausgeholt. Exotik statt Xmas. Viel besser.

Unglaublich, was für ein Kitsch in der Weihnachtsausstellung des Gartencenters zu finden war. Ein künstlicher Weihnachtsbaum, der vor sich hingewackelt hat, und das auch gar nicht leise... Dann gab es noch die Plastik-Depri-Tanne in Rabenschwarz, in der eine schneeweiße Eule mit ausgebreiteten Flügeln hing. Uuuuuuh.

Meine Stimmung schwankt wie der Wackelweihnachtsbaum weiter vor sich hin. Es gelingt mir nicht so recht, mir die Jahreszeit schönzureden. Es ist einfach Sch***. Kalt und grau. "Leben wie im Schwarzweißfilm" schrieb mir jemand. Wie wahr. Es ist nun mal so, dass ich Weihnachten entbehrlich finde und Silvester noch viel mehr. Aussitzen ist die Devise.

Heute Abend hab ich dann noch eine Verabredung mit Kung-Fu-Panda, dem Dritten. Ich freu mich.

Schönes Wochenende!
F*** CHRISTMAS.

7. Dezember 2016

Current Mood.


Manchmal muß man einfach allem mal den Rücken zukehren.
FUCK-IT-FEELING.

6. Dezember 2016

Leseluxus.


Ich weiß, mein Blog ist sehr buchlastig gerade. Aber ist Lesen nicht eines der weltschönsten Hobbies? Und momentan werde ich mit so schönen Büchern geflutet, dass es eine wahre Freude ist *sülz*. Deswegen möchte ich gerne wieder die aktuellen Werke, die ich gerade am Start habe, kurz vorstellen.

Das erste Buch fiel mir zunächst durch das Cover auf. Es ist bunt, und es ist schräg. Und der Autor heißt "Niedlich". Das reicht für mich schon, um angefixt zu sein. Ich mag solche abgefahrenen Stories.

„Meine Gabe, den Tod anderer Leute voraussehen zu können, hat schon was. Gibt ein prima Partyspiel. ‚Hey, ich sage euch, wer als Nächstes stirbt!‘ Spaß für die ganze Familie!“

Bin noch auf den ersten Seiten (kein Wunder, wenn ich gerade drei Bücher auf einmal lese), aber schon sehr angetan. Das Cover scheint zu halten, was es verspricht. Fühle mich bereits jetzt gut unterhalten. Ausgeliehen über die Onleihe, man kann es aber auch über Kindle Unlimited beziehen.

Das zweite Buch, ein buddhistisches, habe ich bei Readfy entdeckt. Über Thich Nhat Hanh brauche ich nicht mehr viel zu sagen, oder? An ihm führt ja fast kein Weg vorbei, wenn man sich auch nur ansatzweise mit dem Buddhismus beschäftigt. Ein sehr schönes, berührendes Buch. Für mich schließt sich hier wieder der Kreis der Lehren von Eckart Tolle und Byron Katie: Leben im gegenwärtigen Moment, im JETZT - und glaube nicht Deinen Gedanken. Alles führt immer wieder zu diesem Punkt.

"Wir neigen zu der Meinung, dass Glück, Gesundheit und Erfolg Dinge sind, für die wir uns anstrengen, denen wir hinterherrennen müssten, um sie zu bekommen. Deswegen haben wir den gegenwärtigen Moment geopfert. Wir sehen den gegenwärtigen Moment als Mittel, Dinge in der Zukunft zu erreichen. Wir sollten diese Vorstellung aufgeben."

Ein Plädoyer fürs Nichtstun! ;-)
Und last but not least was für Auge und Seele: Die Comics von Sarah Andersen. Ich folge ihr schon länger auf Instagram und freue mich jetzt, ihr Buch blättern zu dürfen. Besonders gut geeignet für alle Introvertierten (hoher Wiedererkennungswert!).


So war ich auch.
Ein echt "wildes Ding", harhar....

4. Dezember 2016

Sonntagslesestube


Das schlechte Gewissen plagt mich, weil ich es nicht geschafft habe, auf die letzten Kommentare zu antworten. Deswegen zumindest hier ein kollektives Dankeschön von mir. Ich freue mich immer sehr, wenn ich Feedback bekomme. Aber da es leider ein Absacker-Wochenende wurde, war alles wieder geprägt vom "Aufraffen". Immerhin hab ich einen kurzen Spaziergang in der Sonne geschafft und daheim alles in Ordnung gebracht (Wäsche-Marathon und so). Egal wie schlecht es mir geht, ich kann es einfach nicht ab, wenn es auch noch in meinem Hygge-Nest chaotisch wird.

Ich bin wie immer fleißig am Lesen und wollte heute gerne noch meine aktuellen Bücher mit euch teilen.

Die Rita-Falk-Reihe habe ich ja seit dem ersten Roman komplett gelesen. Der aktuelle Band ist wie immer: fluffig und unterhaltsam. Kam gerade gestern via Onleihe rein (so früh hatte ich gar nicht damit gerechnet) und ist schon zur Hälfte ausgelesen.

Das andere Buch habe ich via Readfy gefunden, aber hatte es schon zuvor mal woanders entdeckt. Es geht hier um das Thema "Anhaftung" (an Menschen und Dinge), was - auch gemäß der buddhistischen Lehre - ein häufiger Grund für Leid ist. Finde ich spannend. Mal sehen, welch neue Erkenntnisse sich finden lassen.

Einen schönen Adventsabend noch!
Ich schaue jetzt das Finale von "Schwiegertochter gesucht"...
Beate und ihr fügiges Gefolge...

3. Dezember 2016

Endlich wieder ein Wochenglück-Rückblick!

Ich hab ja soooo lange nicht mehr mitgemacht - deswegen wird es allerhöchste Zeit, endlich wieder einmal die Highlights der Woche mit einer großen Prise Dankbarkeit festzuhalten:

Im Monat November habe ich es dank Binge-Watching EXTREME tatsächlich geschafft, alle acht Staffeln von "Weeds" zu schauen. Sehr coole Serie, mit einigen Schwächen in Staffel 6+7, aber einem versöhnlichem Finale in Staffel 8. Die Protagonistin hat mich stark an Lorelai Gilmore erinnert (gleiche Synchronstimme, optische Ähnlichkeit) nur eben mit stark kriminellem Potential. Mit der Serie "Dexter" gehe ich jetzt in die nächste Runde. Fing schon mal viel versprechend an.

Einige überraschend sonnige, aber arschkalte Tage verleiteten mich zu diversen ausgedehnten Spaziergängen in heimatlich-herbstlichen Gefilden (auch eine Sofaheldin muß mal an die frische Luft):


Und wie happy war ich, wenn sich am Morgen ein paar echt fette Sonnenstrahlen ins palmige Wohnzimmer drängten. Unglaublich, wie ein blauer Himmel die Stimmung gleich aufhellen kann (während selbige im drögen Novembergrau wieder abkackt absinkt).


Und wer jetzt denkt, ich hätte nach all dem Binge-Watching keine Zeit mehr zum Lesen gefunden, der irrt gewaltig. Ich ohne Lesen???? Undenkbar. Auch beim Lesestoff ging es kriminell zu. Gefunden im Bücherschrank (❤) und auch wieder dorthin zurück getragen:


Mein besonderer Dank an all die Unbekannten, die ihre schönen Bücher so freigiebig dem ortsansässigen Volke zur Verfügung stellen. Ich weiß das wirklich sehr zu schätzen, auch wenn ihr das hier nicht lesen könnt. Ich werde mich weiterhin nach besten Kräften daran beteiligen, unsere örtlichen Bücherschränke stets gut befüllt zu halten.

Und wer jetzt noch glaubt, ich hätte nach all den Serien, Spaziergängen und Büchern nicht auch noch Zeit für Filme gehabt.... HA! ... Unterschätze nie eine Freifrau! 😏😏😏


Die kleinen Freuden der sesselpupsenden Introvertierten...


eine Rückschau-Initiative von "Fräulein Ordnung"

2. Dezember 2016

Und was machst Du so?


Ich stelle mir gerade vor, wie ich auf dem Weihnachtsmarkt bei einem heißen Tässchen Kinderpunsch stehe und mich plötzlich ein nicht minder heißer Typ anspricht (was mir natürlich aufgrund meines häufigen Ausgehens STÄNDIG passiert), wir plaudern ein wenig - und dann stellt er mir die Killerfrage:

"Und was machst DU so?"

Diese Frage will nicht wissen, ob ich kleine Filztannenbäumchen bastle, im Chor singe, Marihuana anbaue, eine Welpenzucht habe oder meine Memoiren schreibe. Nein, das ist natürlich die ultimative JOBFRAGE.

Kleine Schweißperlchen sammeln sich da bei mir unterm gestrickten Wintermützchen.

Und was sag ich nun?

  • Ich habe bei Günter Jauch eine halbe Million gewonnen, die Sendung durfte aber aufgrund politischer Brisanz nie ausgestrahlt werden. Von diesem Geld lebe ich jetzt während meines Zeugenschutzprogramms.
  • Ich bin eine Aussteigerin aus Mallorca, die nach Deutschland ausgewandert ist, ihre spanische Muttersprache völlig abgelegt hat und nun eine Schlagerkarriere in Möbelhäusern anstrebt oder mit dem Papst eine Herrenboutique in Wuppertal eröffnet.
  • Ich bin Produkttesterin für amazon Video.
  • Ich nehme an einem wichtigen Forschungsprojekt zum Thema "Introversion" teil und darf nur an wenigen Tagen im Monat das Haus verlassen.
  • Ich bin beim Schmücken des Weihnachtsbaums von der Leiter gefallen, habe mein Gedächtnis verloren und weiß nicht mehr, wo ich arbeite.
  • Ich bin Schokoladendesignerin bei Lindt, und nein, das ist kein Daunenmantel, das sind meine Hüften.
  • Ich mache eine Ausbildung zum Buddha (und bin im 47. Lehrjahr).
  • Ich bin Freifrau (ohne Adel).
"Und Du so?"

"Ich bin Bänker. Ich steh total auf Designerklamotten und mein neues Auto. Ich liebe Reisen, Clubbing und Extremsport... blablah... tolltolltoll..." .... "Oh, ja? Also, ähm, ich muß dann mal los..!"

Und wieder eine romantische Weihnachtsillusion zerstört. Weil Mr. Right ein Ofenhocker, Produkttester für Netflix und in der freien Wildbahn unauffindbar ist.

1. Dezember 2016

Na, Du Dezember!



Mit diesen Worten begrüße ich mal den Dezember,
in Dankbarkeit für die Dinge, die ich hinter mir gelassen habe.

Ich bereue nichts...

Heute verbleibe ich damit mal kurz und knackig!