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30. November 2016

Der Absacker zum Monatsende.


Das positive Monatsmotto und die paar sonnigen Tage zwischendurch hatten mich ganz gut durch den November gerettet. Und ausgerechnet auf der Zielgeraden hänge ich nun durch, hmpf. Wieder mal Antriebslosigkeit, die üblichen Schlafprobleme, Grübelschleife. Das hab ich alles doch schon tausendmal durch. (Außerdem hab ich wieder mal meine "Augen-Neurodermitis", oder was auch immer das ist, wenn die Augen suppen, jucken, sich schuppen, röten und plissieren...).

Dabei habe ich es richtig hyggelig hier. Tolle Bücher zu lesen (okay, vielleicht ist der aktuelle Psychothriller "CUPIDO" nicht unbedingt dazu angetan, mich wohlig-entspannt zu fühlen), ein umfangreiches Entertainment-Programm und all das, was eben sonst so hilft.

Ich glaube, Schuld sind einfach nur wieder die üblichen Verdächtigen: Die Gedanken. Die Überlegungen, ob alles so richtig ist und wie es wohl weiter gehen wird. Fragen, die sich jeder mal stellt, völlig berechtigt, wie ich finde. Nur ist es irgendwann auch mal gut, wenn es eben zu rein gar nichts führt. Das ist wie auf dem Heimtrainer fahren: Total verschwitzt und verausgabt, ohne einen Zentimeter vorangekommen zu sein. Würde Grübeln Kalorien verbrennen, ich wäre ein Strich in der Landschaft!

Ich krame mal wieder eines meiner Lieblingszitate von Byron Katie raus, das da sagt:

"If you want a little fear and terror - get a future.
If you want a depression - get a past."

Vielleicht sollte ich mir das auf den Unterarm tätowieren lassen. So zur täglichen Erinnerung. Aber ich mag meine Haut lieber unbeschriftet...

Selbst der Psychothriller birgt geradezu buddhistisch anmutende Lebensweisheit:

"Neid auf diese Sorglosigkeit versetzte C.J. einen wohl bekannten Stich, doch sie wehrte ihn ab. Wenn sie als Staatsanwältin eins gelernt hatte, dann, dass die Dinge nicht immer so waren, wie sie schienen. Und wie ihr Dad zu sagen pflegte: Bevor Du jemandem die Schuhe abkaufst, lauf erst mal selbst eine Weile damit, Chloe. Vielleicht willst Du sie dann gar nicht mehr."

Ab morgen also Dezember. Es winken wieder Weihnachten - und noch viel "besser": Silvester, gepaart mit einer seelischen Jahresrückschau und den guten Vorsätzen fürs neue Jahr, die sich alle mehr oder weniger erfüllen, eher weniger.

Ich bräuchte noch ein zündendes Dezember-Motto... hat jemand eine Idee?

29. November 2016

Weihnachtsfreie Zone.


Bei aller Liebe zu "Hygge" - es widerstrebt mir nach wie vor, meine Wohnung weihnachtlich zu dekorieren. Wie jedes Jahr kommen nur ganz wenige Deko-Objekte zum Einsatz. Da wären der weiße Papierstern, den ich ans Fenster hänge, eine Lichterkette an der Balkontür und eine kleine Lichterkette in meiner (nicht nadelnden) Palme, die als Mini-Weihnachtsbaum überwintert.

Für Weihnachtsdeko habe ich einfach kein Händchen. Meine Versuche in der Vergangenheit endeten in einem hoffnungslosen Kitschdesaster, das ich meist vor den Feiertagen entnervt wieder weggepackt hatte.

Apropos Wegpacken: Ich möchte keinesfalls im Keller ein Außenlager für Weihnachtskitsch beherbergen. Flitterkram, der nur vier Wochen im Jahr zum Einsatz kommt? Nein, vielen Dank. Der Papierstern kann zusammen gefaltet und die zwei Lichterketten aufgewickelt werden. Minimaler Platzbedarf, so lobe ich mir das.

Zugegebenermaßen habe ich ja eh mit Weihnachten nicht viel am Hut. Wir schenken uns auch nichts. Mit Schrecken denke ich an die Zeiten zurück, als wir uns in die Massen stürzten, um Geschenke zu kaufen. Als Kind habe ich noch schöne Erinnerungen, als ich das neueste Buch von Enid Blyton in Händen hielt, und noch am Weihnachtsabend zu lesen angefangen habe. Damit würde man heute kein Kind mehr vor den Ofen locken...

Ich schaue mir lieber auf Instagram an, wie andere an Weihnachten geschickter als ich dekorieren, und freue mich darüber, dass ich selbst keinerlei Dekogedöns zum Jahresende wegräumen brauche.

✶ Funkelnde Grüße aus der weihnachtsfreien Zone! ✶

28. November 2016

Hygge.


Habt ihr schon mal von dem Begriff "Hygge" gehört? Das ist dänisch und beschreibt einen Lebensstil der geprägt ist von Gemütlich- und Geselligkeit, mal frei interpretiert. Bekanntermaßen ist Dänemark ja das glücklichste Land der Welt, was einerseits an einem gut funktionierenden Sozialsystem liegt, aber andererseits ganz viel mit dem Lebensstil zu tun hat.

Dabei müßten die Nordlichter doch - gerade in den Wintermonaten - chronisch depressiv sein. So wenig Licht und Sonne, ständige Dunkelheit. Aber sie haben offenbar eine Haltung entwickelt, die Sonne im Herzen produziert: Hygge.


Fängt damit an, dass die skandinavischen Wohnungen schon so toll aussehen wie aus dem Einrichtungsmagazin. Die Zimmer sind meist strahlend hell in Weiß gehalten, schön aufgeräumt mit ansprechenden Details, weiche Stoffe, warme Felle, Naturmaterialien, Pflanzen. Fast jedes Apartment - wie klein es auch sein mag - hat einen Kaminofen und einen Balkon. Das ist doch ein cleverer Schachzug: Ist es draußen ungemütlich, schaffe ich mir drinnen ein wohliges Nest, wo ich die kalten Wintermonate überleben kann. Winterschlaf light.

Weitere Zutaten für ein erfolgreiches Hygge sind warme Socken, eine Kuscheldecke, ein leckeres Heißgetränk, Schoki und Kekse, chillige Musik, Bücher, Filme, Serien, Kerzen und Lichterketten und wer's gesellig mag, lädt sich dazu die liebsten Freunde ein.

Als Sofaheldin bin ich quasi ein Hygge-Naturtalent, ganzjährig praktizierend. Machen wir es wie die Dänen und kreieren uns eine lauschige Komfortzone! Hygge bedeutet, lieb zu sich sein, es sich schön und behaglich machen.

Es gibt sogar weiterführende Literatur zum Thema, für alle, die ihre Hygge-Fähigkeiten weiter ausbauen wollen:


Ich wünsche euch einen guten Start in eine hyggelige Woche!

27. November 2016

Entertainment zum 1. Advent.


Einen schönen 1. Advent aus meiner (fast) weihnachtsfreien Zone. Hier hängt lediglich der obligatorische weiße Papierstern am Fenster und meine kleine Palme schmückt eine Lichterkette. Das reicht mir auch völlig. Und Kerzen brennen hier ja sowieso immer, kein Weihnachtsding.

Für einen kuscheligen Adventssonntag habe ich mal ein paar Unterhaltungssachen rausgesucht, falls euch der Lesestoff ausgegangen ist (Katastrophe!!!) oder ihr eine Inspiration für einen schönen Film oder eine weihnachtliche Playlist sucht.

Ich fange mal an mit garantiert kostenfreien Leseempfehlungen - mal wieder über die Readfy-App (nein, ich werde von denen nicht gesponsort, ich mag nur das Konzept der virtuellen Bibliothek für alle). Es ist zugegebenermaßen mühsam, sich durch das umfassende Angebot an Trash zu kämpfen, deswegen habe ich für euch ein paar Schätzchen rausgepickt:

Ich habe selbst noch nicht alle dieser Bücher gelesen, aber fand die Titel ganz ansprechend (auch wenn es jetzt sehr ratgeberlastig ist...). Doch in Sachen Romane finde ich Readfy schlecht ausgestattet. Da stöbere ich lieber in der Onleihe.

Einen Film zum Vorfreuen hätte ich noch. Erscheint leider erst nach Weihnachten auf DVD, habe ihn aber im Original auf YouTube schauen können. Bestimmt verschwindet der dort bald wieder, weil ich bezweifle, ob das mit den Copyright-Rechten okay geht (deswegen verlinke ich das hier jetzt auch nicht, aber wer suchet, der findet vielleicht). Deswegen hier nur der deutsche Trailer und ein paar Filmausschnitte:


Und für die Prime-Kunden habe ich zum Abschluß noch eine fluffige Empfehlung als Soundtrack zu eurem 1. Advent: Die Playlist "Acoustic Christmas" mit weihnachtlich-unkitschigen Songs als Untermalung zum gemütlichen Teetrinken und Plätzchenmampfen.


Und wer nicht drinnen den Adventsfreuden frönen will, kann ja einen der zahlreichen Weihnachtsmärkte besuchen, sich mit Glühwein die Kante geben, oder einfach nur einen ausgedehnten Spaziergang an der frischen Luft machen. Vielleicht sogar am besten abends, wenn alles schön erleuchtet ist. Viel Spaß dabei!

26. November 2016

The day after...


... black Friday. Woah, war das nervig. Überall im Internet sprangen mir diese angeblich sensationellen Black-Friday-Angebote entgegen. Spare 20%, 30%, 50% - KAUFEN, KAUFEN, KAUFEN. Ich hab wie immer 100% gespart, weil ich NIX gekauft habe. Muss denn jeder Sch*** aus USA auch hier rüberschwappen? Brauchen wir noch eine Initialzündung für das bevorstehende Weihnachtsfest? Und warum hat sich gleichzeitig der Thanksgiving-Truthahn hierzulande NICHT durchgesetzt? Immerhin etwas...

Wobei der Grundgedanke von Thanksgiving mit der Dankbarkeit ein schöne Idee ist. Und statt sinnlos zu shoppen, könnte man doch stattdessen lieber einen Family-Friday machen. Denn bei den meisten ist Zeit sicher deutlich knapper als die angehäuften Konsumgüter.

Ich wäre selbst ja fast schwach geworden, als ich gelesen habe, dass es bei Rossmann 40% auf Augen-Make-up gibt. Dann hab ich in meine Vorratskiste geschaut und wußte sofort, dass ich zu 100% nichts brauche. Gut so. Während meiner Aufräumaktion habe ich auch sämtliche Drogerievorräte in einer Schublade verstaut, und auch die platzt aus allen Nähten. Und ich frage mich ernsthaft, wie das geschehen konnte? Ich kauf doch kaum was!

Zum Weiterlesen: "Happy Black Free-Day - Von der Freiheit, da nicht mit zu machen"

Schönes Wochenende!

25. November 2016

Ordnung im Kleiderschrank.


Ein wenig besessen war ich schon von meiner Aufräumaktion. Und ein wenig frustriert, denn ich  konnte mich von kaum was trennen. Ich habe sage und schreibe 40 Kurzarm-Shirts. Und die meisten davon Basics (oder gestreift). Warum also weggeben? Das wird erst passieren, wenn sie verwaschen sind, oder das Material schwächelt. Wahrscheinlich würde ich das gleiche dann wieder nachkaufen. Oder erstmal gar nix, weil ja immer noch genug da ist.

In der Abteilung "Hängekonfektion" - hihi - wurde der Boden von mir als Ablagefläche für diversen Kleinkram genutzt. Das ging nun gar nicht. Jetzt stehen da nur zwei Taschen.

Nun hängen also schön brav nach Kategorien sortiert: Trenchcoats, Blazer, Cardigans, Strickwesten und Hosen. Jedes Teil hat seinen eigenen Bügel (die Doppelbelegung hab ich ebenfalls abgeschafft) und alles ist schön übersichtlich. (Meine Jacken nehmen den kompletten anderen Hemnes-Schrank ein...). Noch hübscher wäre natürlich alles auf weißen Holzbügeln, aber für so einen überflüssigen Sch*** geb ich jetzt kein Geld aus *g*. Das mache ich allenfalls, wenn sich der Bestand tatsächlich mal auf eine minimalistische Menge reduzieren würde. Also wahrscheinlich nie.

Bis auf eine Schrankschublade mit den Strickschals bin ich komplett durch. Und hab jetzt auch erstmal keine Lust, weiter auszumisten. Als nächstes wären wohl die Bücher mal wieder dran.

Bei mir könnte jetzt Shopping Queen gedreht werden und die Kandidatinnen dürften in meine Schränke gucken, ohne dass es peinlich werden würde. Okay, das wird alles nie passieren, aber es genügt schon, dass mich der Anblick jedes Mal erfreut, sobald ich eine Schublade aufziehe oder eine Schranktüre öffne. Das war die Mühe wert!

24. November 2016

Meine "magic" Schals.


Meine Schals und ich - eine unendliche Liebe, die mir mittlerweile aber über den Kopf gewachsen ist. Ich hatte sie gezählt (über 100), gefaltet und in die Schublade gequetscht geschichtet, fand es aber dann viel zu unpraktisch, sie jedes Mal wieder zusammen zu legen. Dann fing das große Gewühle wieder an.

Auch hier letztendlich das grundlegende Problem: Wo ein ZU VIEL ist, gibt es keine Ordnung.

Aber mich von Schals trennen ist eeeeecht schwierig. Schweren Herzens hab ich mich erstmal von etwa einem Dutzend verabschiedet (besonders die, die so knittern, die nicht groß genug waren oder mit doofen Sternen drauf).

Die Sommer- und *ich-weiß-nicht-so-recht*-Schals habe ich erstmal in eine Kiste gepackt und oben auf dem Kleiderschrank verstaut. Wenn ich die letzteren nicht vermisse, dürfen sie im nächsten Jahr gehen.

Die verbliebenen 38 (!!!) Lieblingsschals (täuscht euch jetzt bitte nicht, die Strickschals sind noch in einer anderen Schublade) habe ich zusammen geknödelt und übersichtlich in die Schublade eingeräumt. Hach, wie toll ist DAS denn? Ich kann euch alle sehen, meine Babies!

Und wenn man das so sieht, drängt sich förmlich der Gedanke auf:

Reicht das nicht?
Ist das nicht (mehr als) genug?


23. November 2016

Ans Eingemachte.


Bestimmt habt ihr schon von der KonMari-Methode gehört? Oder dem Buch "Magic Cleaning" von Marie Kondo? Das Buch hab ich nicht, aber die Methode fixt mich an. Und da es darüber massig Infos im Netz gibt, spare ich mir das Buch und lege einfach mal los.

Eine Grundordnung habe ich ja bereits seit Karen Kingstons Buch "Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags" erreicht. Aber in den Schränken ist es alles andere als "magic".

Gestern auf YouTube habe ich mir diese zierliche, zwanghaft ordentliche Person mal in Aktion angeschaut:


Beeindruckend. Allerdings sieht mein VORHER noch besser aus als das NACHHER im Video. Dennoch.... da geht noch was! Es lauert zu viel versteckter Kram in Schubladen und Schränken. Wo es wirklich ans Eingemachte geht und das Loslassen zunehmend schwerer fällt.

Aber ich träume nach wie vor von luftigen, aufgeräumten und übersichtlichen Schränken. Voller Sachen, die ich mag und regelmäßig nutze. Das wäre das Ziel. Doch beschwerlich der Weg...

Ich bringe es nicht über mich, wie KonMari den ganzen Schrankinhalt auszuleeren und durchzusehen. Hilfe! Der Berg würde mich ersticken. Was allerdings auch zeigt, dass hier eindeutig Handlungsbedarf besteht.

So habe ich mich gestern Abend um halb zwölf impulsiv meiner Schublade mit den Longsleeves gewidmet und schon mal alles nach der KonMari-Methode gefaltet (siehe Foto oben). Ooooh, das schafft Platz und Übersicht! Und der Überblick sagt mir, dass eigentlich die Hälfte davon weg kann. Einiges paßt nicht mehr, anderes mag ich nicht mehr so sehr. Und der freie Platz in der Schublade beherbergt noch das Dutzend Longsleeves, das gerade im Keller auf der Wäscheleine trocknet. Insgesamt dürften es fast 40 Stück sein! Also eindeutig zu viel.

Die Faltmethode finde ich schon mal mega! Weil es den Platz optimiert und man alles in einem Blick hat. Wenn ich all meinen Mut zusammen nehme, schnappe ich mir später einen Müllbeutel und sortiere aus für den Altkleidercontainer. Und bei der Gelegenheit müssen auch endlich mal ein paar meiner Hundert Schals die Reise antreten. Das ist ebenfalls viel zu viel.

Sollte ich wider Erwarten die Shirts vermissen oder - noch unwahrscheinlicher - einige Kilos abnehmen, dürfte die Wiederbeschaffung von einfarbigen Longsleeves und Ringelshirts kein großes Problem darstellen.

Insgesamt bräuchte ich in meinem Kleiderschrank nur die Farben Schwarz, Grau, Marine und Bordeaux - und Ringel (okay, keine Farbe *hihi*). Weiß wär auch super, aber figurmäßig leider unvorteilhaft und daher gestrichen (bis auf einen weißen Cardigan, den ich sehr liebe).

Wie cool wäre das, den Schrank zu öffnen, und alles miteinander kombinieren zu können. Daran arbeite ich jetzt mal...

22. November 2016

Seniorensport.


Ich war noch nie sportlich. Nach dem Schulsport hatte ich meist Migräne bekommen. Bei der Wahl in die Völkerballmannschaft saß ich immer bei den Restposten. (Bis auf eine extreme Beliebtheitsphase in der 8. Klasse, als ich mit ESPRIT-Klamotten, Kim-Wilde-Frise und chicen Urlauben auf die Kanaren auftrumpfen konnte).

Dann bekam ich PCO und nahm wöchentlich ein Pfund zu, was sich dann insgesamt auf ein Plus von über 40 kg kumulierte. Nicht schön. GAR NICHT SCHÖN. Das war die Phase, als ich mich hinter den Supermarktregalen versteckt hatte, wenn ich ein bekanntes Gesicht von weitem entdeckte, das mich noch mit fast einem Zentner weniger in Erinnerung hatte.

Als das PCO endlich entdeckt und diagnostiziert wurde, und ich erleichtert war, kein hemmungsloser Fress-Sack zu sein, bekam ich Metformin und den Diätwahn. Dieser resultierte dann mit exzessivem Training auf dem Crosstrainer (fast jeden Tag eine ganze Stunde). Im Rausch der Abnahme verlor ich wieder über 40 kg.

Bis zu dem Tag, als ich nach einjähriger totaler Schoki-Abstinenz und strengem Ernährungsplan nach Weight Watchers feststellte, dass Lebkuchen & Co. doch ganz schön lecker sind. Und dsas all die Abende, an denen ich mit knurrendem Magen ins Bett gegangen bin, auf Dauer doch nicht so super waren. Ich aß also wieder mehr, aber mit dem Sport lief es weiter gut.

Um jetzt nicht noch weiter auszuschweifen: Ich nahm also stetig wieder zu (nicht alles), wurde auch sportlich ein wenig träger, bis dann vor einem dreiviertel Jahr alles zum Erliegen kam. Jeder Versuch, wieder den Anschluss zu kriegen, war gescheitert. Nach jedem Training ging es mir einfach nur richtig mies. Das war nicht nur Muskelkater - mir tat einfach ALLES weh (oder ich bekam gleich 'ne Blasenentzündung). Da war schon im Alltag nicht genug Energie da, so dass Sport nur noch ein weiterer Streßfaktor war - soweit meine Theorie.

Aber ich merkte auch: Das tut mir so nicht gut. Die Rückenbeschwerden nahmen zu, ich wurde kurzatmiger, die ersten Gelenkschmerzen traten auf. Meine neue Theorie: Das sind die Wechseljahre. Aber auch da hab ich mich geirrt.

Also brauchte ich einen Plan. Komplett bei NULL anfangen. Was für Babys. Was für Leute, die monatelang nur auf der Couch abhingen. Ein Programm, über das andere nur milde lächeln (*mirdochegal*). Da sich das ganze vorzugsweise im heimischen Wohnzimmer abspielen sollte, war - mal wieder - YouTube die Rettung. Da gibt's doch bestimmt was für Senioren. Ich bin immerhin fast 50. Dann gehöre ich doch quasi zur Zielgruppe?

Und NATÜRLICH wurde ich fündig. Ein simples und fluffiges 15-Minuten-Workout zum Einstieg. Ohne Runterzählen der Übungen, ohne frenetisches Anfeuern, ohne großartiges Equipment, ohne Sprünge, ohne ausgefeilte choreographische Schrittfolgen, ohne Überforderung, ohne Hangover am nächsten Tag und ohne komplettes Durchschwitzen der Klamotten in Sekundenschnelle.

TÄDÄÄÄÄÄÄ:


Und ich habe ALLE Seniorenübungen geschafft, juhuu. Darauf läßt sich doch aufbauen!

Ein anderes Seniorenvideo hingegen fand ich recht befremdlich. Es geht über 50 Minuten (Sauerstoffzeltalarm!) und man sieht eine Vorturnerin in einem Raum mit Senioren zu grottiger Musik hampeln. Von den Senioren taucht allerdings immer nur ein in lila Nicky gekleideter Arm einer Ü80jährigen auf, der schwach die Übungen mitwedelt (siehe beispielsweise Minute 17:35). An dieses Video traue ich mich erst nächstes Jahr ran. Dann wedel ich auch mit...


Oder ich trainiere einfach wieder mit Frau Fonda. Mit 'ner fast 80jährigen sollte ich besser schon mithalten können *hust* *hust*.

20. November 2016

Sonntagsfreuden.

Erstmal schön entspannt in den Sonntag gestartet. Im Hintergrund dudelt karibisch anmutende Entspannungsmusik - auf dem Gesicht schrumpelt eine Detox-Maske vor sich hin und in den Händen mal wieder ein Psychothriller von Charlotte Link aus dem Bücherschrank, zwischendurch der obligatorische Schluck Darjeeling. Später geht es dann weiter mit "Weeds", wo ich inzwischen schon bei Staffel 5 von 8 angelangt bin. Die Serie ist echt cool und immer für eine Überraschung gut. Nicht so wie bei Dr. House mit den üblichen Standarddiagnosen.

So viel zu Lesen, so viel zu Hören, so viel zu Sehen, so viel zu Essen  (*zensiert*)... Fühlt sich gut an.

Damit auch die Bewegung nicht zu kurz kommt, trage ich seit gestern wieder den Schrittzähler. Hatte es sogar fast auf die 10.000 geschafft. Kein schlechter Anfang. Ich kann mir ja auch in der Wohnung längere Wege einbauen, indem ich die Schoki weiter weg lege. Oder mal auf YouTube wieder Seniorengymnastik mit Jane Fonda machen. Auch hier gibt es ja Optionen noch und nöcher.

Genießt den Tag -  er ist einzigartig!

15. November 2016

Lesetipp: Sei glücklich und frei!


Ich hatte schon mal im Blog über die App "Readfy" berichtet. Man kann hier kostenlos Bücher leihen, da das ganze werbefinanziert ist. Die Buchauswahl ist eher bescheiden, doch manchmal stöbere ich, ob es was Interessantes zu entdecken gibt. Und gestern wurde ich prompt fündig und stieß auf diesen Aussteiger-Ratgeber von Elke Fischer (die übrigens fast genau mein Alter hat), und die sehr konkret und fundiert an die Vorbereitung des Ausstiegs herangeht - wie man genau die Finanzen kalkuliert, was mit der Rente ist etc.

Hab jetzt erst den Anfang gelesen, fand es aber so ansprechend, dass ich es gleich teilen wollte.

Bei amazon könnt ihr einen "Blick ins Buch" werfen. Ihr müßt das Buch aber nicht kaufen, da es ja bei Readfy kostenlos zu lesen ist. Wir wollen ja den Ausstieg nicht durch unnötige Ausgaben gefährden, gelle? *lach* - Und wem es nach dem Ausstieg wider Erwarten zu langweilig wird, der kann sich ja dann ins meditative Bauchtanzen einlesen oder Gitarre spielen lernen ohne Noten, hihi.

Wünsche spannende und informative Lesefreude!

14. November 2016

Sei lieb zu diesem Tag... Monat... Jahr.


Die Zählerei hat aufgehört, denn das Experiment ist ja gescheitert. Wobei ich finde, dass "gescheitert" falsch klingt. Es hat sich nicht bewährt. So klingt es stimmiger. Aber dafür sind Experimente ja auch da: Finde heraus, wie es sich für Dich anfühlt. Was daran ist gut? Was funktioniert nicht? Was macht es mit Dir? Was kannst Du daraus lernen?

Wobei das Konsumexperiment ja zeitlich beschränkt war auf einen Monat. Und ich vollmundig getönt habe, wie leicht mir das fallen würde - und ich gar überlegt hatte, doch gleich noch den Dezember mit dranzuhängen. Manchmal gehen einfach die Gäule mit mir durch.

Da hab ich mich drauf besonnen, worum es im Minimalismus tatsächlich geht: Das, was mein Leben nicht bereichert, reduzieren - und mehr von dem, was mich glücklich macht. Das Aufschreiben jedes ausgegebenen Cents hat mein Herz nicht wirklich hüpfen lassen. Obwohl ich eine zeitlang ein großer Fan des Haushaltsbuchs war. Aber dadurch hatte ich längst einen dauerhaften Überblick über meine regelmäßigen Ausgaben, so dass das weitere Dokumentieren völlig unnütz war. Also nicht länger daran festhalten, sondern loslassen. Weil es längst ein Selbstläufer ist.

Das ist wie mit dem Gewicht: Wenn ich zunehme, weiß ich ja auch, dass es an der Schokibilanz lag. Dafür muß ich nicht täglich aufschreiben, was in meiner Schnute gelandet ist.

Und zu guter Letzt habe ich noch einen Link, in dem es um Wertschätzung geht. Um die zeitliche Begrenzung. Und wie wir die Zeit mit unseren wichtigen Dingen füllen können, vor allem wie OFT... Und das macht dann mit mir, dass ich jeden Tag lieb haben will, weil er einzigartig ist und so nicht wieder kommt. (Jetzt hör ich mich aber echt schwülstig an *ggg*). Und der 47. November meines Lebens, darf ein schöner sein, genau SO wie er ist (angelehnt an mein kürzlich erwähntes Novembermotto). In einem Jahr habe ich bestimmt 47 Bücher gelesen - in meinem bisherigen Leben aber nur 47 November erlebt. Das macht den November doch wieder "besonders".

Klingt das nach Schönreden? Ein bißchen vielleicht. Und was wäre auch falsch daran? Es ist alles nur eine Frage der Perspektive.

12. November 2016

Tag 12 - Shades of Grey


Gestern wurde in einem Kommentar völlig zu recht nach meiner konsequenten Inkonsequenz gefragt. TÄDÄÄÄÄÄ: Da ist sie! Ich hab am Abend noch das amazon Prime Abo abgeschlossen, ich Konsum-Loser *lach*. Aber mal ehrlich: Ich konsumiere schon seit Monaten - oder gar Jahren - nix mehr im Überfluß. Da kam mir der konsumfreie November immer mehr wie Askese vor.

Und dann gestern so: Grauer Himmel (doof), naßkalt (doof), Trübseligkeit (doof). Was lag also näher, als den Entertainmentfaktor zu erhöhen? Zumal amazon demnächst den Preis für Prime drastisch erhöht, da will ich doch ein günstiges Jahr noch mitnehmen *mich rausred*. Also gleichmal die muckelige Festbeleuchtung angemacht und den ersten Film geschaut: 50 Shades of Grey: Schicke Bude (dort saubermachen = doof) und Unterwerfungsgedöns (Popo versohlen = mega doof). Meine Begeisterung für die Story hielt sich in Grenzen. Ich gehöre auch zu den 0,7 % der Weltbevölkerung, die keins dieser Bücher gelesen hat. Aber schöne Bilder, schöne Musik und nicht allzu viel Popoversohlen.

Jedenfalls kam ich - auch nach einem inspirierenden Mailwechsel - zur Erkenntnis, dass das erklärte Ziel für den November keinesfalls Konsumverzicht, sondern vielmehr die Stimmungsaufhellung sein wird! Also bastel ich mir eine rosarote Brille, frei nach dem schmissigen Motto: "November ist, was DU draus machst".

Zumal ich die Happy-Pillen absetzen mußte, weil ich Herzstolpern davon bekommen hatte. Also liegt's jetzt an mir, die dunklen Monate sonniger zu machen (okay, ich hab ein Alternativ-Medikament verschrieben bekommen, aber ich weiß noch nicht so recht....).

Und nachher fahre ich erstmal paar ungesunde Leckerlis für mich einkaufen (und esse ein Mandarinchen und ein Tomätchen fürs Gewissen)! Dann schaue ich mal, welchen Serienmarathon ich starten werde.

Schönes rosarotes Wochenende!

11. November 2016

Tag 11 - Ich bleib zuhause.


Dieser Blogpost heißt "Ich bleib zuhause" frei nach dem Buch, das ich gerade lese:


Eine Zufallsentdeckung in der Onleihe: Ein Buch mit mit nur 144 Seiten, das ich mal eben so an einem trüben Novembertag lesen kann. Der Protagonist, Herr Faustini, bleibt wie ich gerne für sich und zuhause. Und Gedanken macht er sich auch viele. Er ist ein verschrobener Einzelgänger und es macht mir großen Spaß, seinen Sinneseindrücken zu folgen. Paßt auch jahreszeitlich prima: Denn bei Herrn Faustini ist auch gerade Winter.

"Ein liebenswerter Tagträumer.
Heiter und unverdrossen pflegt Herr Faustini auch im Winter seine ausgedehnten Miniaturreisen, wie er seine kurzen Spaziergänge nennt. Doch als der nahe See zufriert und das Tal im Eisnebel erstarrt, ist damit Schluss. Herr Faustini bleibt zu Hause. Was aber nicht bedeutet, dass es mit den Abenteuern ein Ende hat. Auch ein Haus ist für ihn ein ganzer Kosmos, muss man sich doch gut mit der Heizung stellen und den Kater bei Laune halten. Doch Herr Faustini wäre nicht Herr Faustini, wenn nicht ständig etwas los wäre, nicht nur in seinem Kopf. Denn Uschi, seine ehemalige Klassenkameradin, steht eines Tages vor der Tür und macht ihm einen Antrag, aber Herr Faustini möchte lieber alleine bleiben. Als das Eis im Frühling zu tauen beginnt, verlässt er wieder das Haus, nicht ohne Folgen …"


Bin jetzt zur Hälfte durch und finde es wundervoll geschrieben. Perfekt zu einer Tasse Tee und einer Katze auf dem Schoß (letzteres fehlt leider).

Und ist der Begriff "Miniaturreisen" für Spaziergänge nicht zauberhaft? Wenn nur die Sonne rauskäme, würde ich ja auch gerne mal wieder auf Miniaturreise gehen. Oder wenn Schnee fällt. Aber Sonne wär mir lieber...

Konsumkosten in Sachen Lesefreude: Wie immer bei NULL.
Sonstige Ausgaben: Paar zerquetschte für Mineralwasser und Nougathappen.
Anmerkung: Hab keine Lust mehr jeden Cent für Lebensmittel aufzulisten ;-).

10. November 2016

Tag 10 - Wenig Konsum, dennoch viel Freude.


Gar nicht so einfach, täglich was zum Thema Konsum zu posten, wenn ich fast nix konsumiere. Deswegen bin ich auch so spät dran mit meinem Posting. Heute habe ich 10 Euro in der Apotheke gelassen (Rezeptgebühr für zwei Medikamente) und 3,03 Euro bei REWE, weil ich plötzlich das dringende Bedürfnis nach was Ungesundem hatte (allerdings war hier der "teuerste" Posten ein Heringsalat von Nordsee *g*). Beides übrigens zu Fuß erledigt.

Dann hab ich mit mir gerungen, ob ich nicht doch wieder Amazon-Prime-Mitglied werde, weil die dunklen Monate irgendwie perfekt zum Serien und Filme gucken geeignet sind. Stattdessen hab ich mir dann diverse YouTube Videos zum Thema Konsum angeschaut. Damit hab ich mich gleich von diesen Gelüsten wieder reingewaschen, hihi.

Nachdem ich heute den Schweden-Roman ausgelesen hab (der war sehr nett), der bereits zur Weitergabe an einen Freund reserviert ist, warte ich auf ein vorbestelltes Buch der Onleihe, das hoffentlich morgen reinkommt. Das soll ein sehr lesenswertes Werk zum Thema "Depression" sein. Ich bin sehr gespannt:


Ich zitiere mal auszugsweise eine Textstelle:

"Was Leute zu Depressiven sagen, was sie in anderen lebensbedrohlichen Situationen nie sagen würden:

Komm schon, ich weiß, Du hast Tuberkulose, aber es könnte schlimmer sein. Es ist ja nicht so, als wäre jemand gestorben!

Ach, Du hast Alzheimer? Wem sagst Du das. So geht's mir auch ständig.

Oh, Meningitis. Naja, eigentlich ist es doch eine Willensfrage.

Jaja, Dein Bein steht in Flammen, aber ständig darüber zu reden, hilft auch nicht, oder?

Okay, schon gut. Dein Fallschirm ist nicht aufgegangen. Aber Du darfst Dich von sowas nicht unterkriegen lassen."

(Das hat was von "Nimm doch Traubenzucker gegen Deine Müdigkeit!").


Die Wartezeit überbrücke ich mir mit ein paar weihnachtlichen Krimi-Kurzgeschichten aus dem Bücherschrank:



Eine weitere "Sparmaßnahme" habe ich durch den Zahnarztwechsel erzielt. Meine bisherige Zahnärztin war in der nächsten Stadt (12 km entfernt). Ich war dort sehr zufrieden. Doch direkt in meiner Straße in 200 Meter Entfernung ist ebenfalls eine Praxis, zu der bereits meine Mutter und meine Schwester gehen und sich sehr lobend geäußert haben. Was soll ich sagen? Total super, mal eben zum Zahnarzt zu laufen. War heute zur Kontrolle meiner Aufbißschiene (ich bin die Weltmeisterin im Zähneknirschen), und das ganze war inklusive Wegezeit in 15 Minuten erledigt. Genial.

9. November 2016

Tag 9 - Sag niemals nie!

Ich geb's ja zu. Der heutige Post hat nix mit Konsum zu tun. Sondern nur mit der Sprachlosigkeit des heutigen Tages. Niemals hätte ich gedacht, dass ein Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten werden kann. Aber wir sprechen eben vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten. - Wer kommt als nächstes? Kim Kardashian?

Ich hätte aber genauso den Brexit nicht für möglich gehalten.

Unglaublich... Ich bin sehr gespannt, welche Entwicklungen folgen.

Und um zumindest der Form halber noch kurz auf das Thema Konsum im November zurück zu kommen: Meine heutigen Ausgaben belaufen sich auf NULL.

8. November 2016

Tag 8 - Pescetarier?


Da ich heute einen Arzttermin in weit-weit-weg habe (*aaaargh* 75 km einfache Fahrt, das wird für mich Angsthase eben KEINE einfache Fahrt ;-)), präsentiere ich mal meinen gestrigen Einkauf. Zufällig wurde daraus der Einkaufskorb eines Pescetariers (also vegetarisch-fleischlos, aber mit Milchprodukten, Eiern und Fisch). Bezahlt hab ich 16,75 €. So wenig? Ja, ich hatte nämlich einen Pfandbon über 6 € *g*.

Da ich gerade etwas motivierter in Sachen gesunde Ernährung bin, werde ich mir wieder öfter einen Früchte-Smoothie mit Kokosmilch machen und schauen, dass es abends zum Brot auch immer Tomaten und Gurken als Beilage gibt. Ich schaffe sonst einfach kein Gemüsepensum *seufz*. Und grüne Smoothies schmecken mir einfach nicht, ich hab's versucht.

(Ganz schön viel Plastik, wenn ich mir die gesammelten Einkäufe so anschaue :-o).

Die finanzielle Bilanz nach der ersten Woche:

Lebensmittel: 37,71 €
Nachschlüssel: 12,00 €
Parkgebühren: 3,60 €

Und SONST NIX. Keine Bücher, keine Kosmetik, keine Zeitschriften, keine Klamotten, keine Deko. NIX! Und schwer war's bislang auch nicht. Erste Woche hiermit gut überstanden!

7. November 2016

Tag 7 - Leuchtende Verlockung.


Böse Falle. Ich habe ja den "Bitte-keine-Werbung"-Aufkleber von meinem Briefkasten entfernt, weil ich die örtlichen Blättchen wegen der Stellenanzeigen bekommen will. Also landen auch sämtliche Werbeprospekte bei mir, die ich nach Angeboten durchstöbere und natürlich prompt Zeug entdecke, das mir gefällt, ich aber nicht brauche.

Diese Woche gibt es im 1-Euro-Laden T€DI ganz hübsches Lampengedöns. Vor allem batteriebetriebene LED-Lampen, was für meinen dunklen Miniflur total praktisch wäre. Letzte Woche waren es die silbernen Paillettenkissen bei NKD, die ich süß fand, denen ich aber entsagt habe. Und nächste Woche ist es wieder was anderes. Dieser Kram ist ja nicht mal teuer. Aber übers Jahr gesehen, summiert sich auch das wieder. Nicht nur finanziell, auch die Schränke stopfen sich wieder zu.

Deswegen habe ich es mir zu Devise gemacht: Nur gucken, nicht anfassen und erst recht nicht kaufen! Wohl wissend, dass einiges von diesem Zeug früher oder später doch wieder ein Ende in der Tonne finden wird...

Heute werden also nur Lebensmittel eingekauft. Ich bin soooo vernünftig *hihi*.

Guten Wochenstart!

6. November 2016

Tag 6 - Konsumfreier Sonntag.


Man sollte ja meinen, dass der Sonntag der einfachste Tag der Woche ist, um Konsumfreiheit zu praktizieren. Doch weit gefehlt: Es gibt die verkaufsoffenen Sonntage, die Tankstellen mit Shop, Märkte, man kann Frühstücken / Brunchen / Mittagessen / Kaffeetrinken / Abendessen oder ins Kino gehen. Andererseits sind letztere Sachen wiederum eher "Erlebnisse" und "Geselligkeit" anstatt Konsum, oder?

Angedacht war für heute mal, ins Kino zu gehen, in den neuen Bridget Jones Film. Aber ein Eintrittspreis von 11 Euro finde ich sittenwidrig. Ganz zu schweigen von den Preisen für ein Getränk und Popcorn. Da sind auf einen Schlag 20 Euro weg. Dann wäge ich schon ab, ob es mir das wert ist. Ist es heute, gerade im konsumfreien Monat, nicht. Vielleicht gehe ich an einem Dienstag - dem Kinotag - mal rein, vielleicht auch nicht. Diese 20 Euro entsprächen in etwa zwei Stunden arbeiten gehen.

Nee, da hab ich genug Optionen im "Heimkino". Hier ist es auch kuscheliger als im Kinositz, und ich kann sogar Kerzen anzünden :-)))))...

Schönen November-Sonntag!

5. November 2016

Tag 5 - Mein Lesekonsum.


Meine Lesewoche stand ganz im Zeichen der Onleihe (an dieser Stelle meinen herzlichen Dank an meinen Blogleser und Minimalisten C.). Besonders gefreut habe ich mich über den neuen Roman von Charlotte Link. Wie immer sehr spannend und innerhalb von zwei Tagen ausgelesen (es geht um Menschenhandel).

Den anderen Krimi von Eric Berg fange ich heute erst an. Aber ich hatte ja kürzlich erst von ihm "Das Nebelhaus" gelesen und für gut befunden. Ich freue mich schon drauf.

Was Sozialkritisches war natürlich auch dabei, juhu. So eine Art Roadmovie von einer Journalistin, die ihren Job wegen Sinnlosigkeit hinschmeißt und in einer Rostlaube Richtung Südeuropa tourt. Ist okay zu lesen, aber ich hatte schon besseres in Händen. Auch nicht alle ihrer Verhaltensweisen fand ich toll (Zeche prellen z. B.), aber vereinzelte Textpassagen reißen es dann wieder komplett raus:

"Zwar verdienen Sie zu wenig für ein gutes Leben. Aber dafür ist ja eh nicht genug Zeit. Wer sich lebendig fühlen will, muss in den Urlaub fliegen oder krasse Partys feiern, Achterbahn fahren oder shoppen gehen. Sie haben dafür nicht genug Geld? Egal. Dann machen Sie eben Schulden. Sie haben ziemlich oft irgendwo Schmerzen. Sie haben Ihre Karriere voll im Griff. Sie sind Eins-a-Humankapital ohne Kapital.

Was für ein Leben. Wir nennen es Arbeit. Aber ist das noch ein Leben?"

Früher hätte ich die Bücher gekauft und in die Regale gestopft. Und ich will jetzt auch nicht propagieren, keine Bücher mehr zu kaufen. Denn die andere Seite der Medaille ist, dass auch Autoren leben wollen, und nicht jeder ist so erfolgreich wie eine Mrs. Rowling. Aber wenn Du Deine Ausgaben im Blick haben oder sparen mußt, gibt es eben günstige bis kostenfreie Alternativen. Oder Du kannst zumindest die Bücher wieder weiter verkaufen oder jemandem eine Freude machen und sie verschenken.

Zusammen gerechnet wären für diese drei Bücher 50,97 € fällig gewesen.In Schokoladenwährung sind das 50 Tafeln *g*. Oder wenn man bedenkt, dass ich drei Bücher pro Woche locker schaffe, würde sich das auf 200 € im Monat summieren! Davon kann ich locker die Lebensmittel für einen ganzen Monat bezahlen. Bücher sind zwar auch Futter (für Hirn und Seele), machen aber den Magen nicht satt. Und da bin ich froh, dass ich mein Lieblingshobby kostenfrei ausleben kann. Was für ein Glück, dass ich keine passionierte Seglerin oder Schuhfetischistin bin.... ;-).

4. November 2016

Tag 4 - Erste Zwischenbilanz


Gestern war ich in der nächst größeren Stadt. Verlockungen so weit das Auge reicht. Warme Theken (Straßenverkauf) mit leckeren Gerüchen, Drogerien, Kaufhäuser, Klamotten, Schlaraffenland. Bin das ja gar nicht mehr gewohnt. Auf der Suche nach dem Schlüsseldienst bin ich durch den Kaufhof geschlendert und hätte - gerade wegen der Entwöhnung - fast an jeder Ecke was kaufen können. Ooooh, schöner Schmuck, ooooh, tolle Stiefelchen, ooooh, neue Düfte, ooooh Weihnachtschoki (Moment mal - sind das nicht Lebensmittel?! *g*). Das war schon krass, als ich das so in geballter optischer Ladung abbekam. Wir sind ein WIRKLICH reiches Land.

Als dann auch noch der Schlüsseldienst nicht besetzt war, mußte ich notgedrungen ins große Einkaufszentrum gehen. Noch mehr Läden, noch mehr Auswahl, der Konsum-Supergau! Immerhin war hier der Schlüsseldienst besetzt und hat mir in Sekundenschnelle zwei neue Ersatzschlüssel beschert. Ansonsten blieb ich tapfer.

Meine Ausgaben in den ersten drei Tagen gestalten sich bislang wie folgt:

6,07 Euro für Lebensmittel (2 Sixpacks Mineralwasser 1,5 L mit Pfand und Schoki *hust*)
3,60 Euro Parkgebühr in der City
12,00 Euro für zwei Ersatzschlüssel.

Macht 21,67 Euro in nur drei Tagen. Tja, die Schlüssel halt. War aber notwendig.

Heute gehe ich - zu Fuß wohlgemerkt - noch ein paar Lebensmittel fürs Wochenende einkaufen.

Ich muß gestehen, dass ein Teil von mir im Konsumtempel schon leise gewinselt hat. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich früher einfach en passant wahllos Dinge gekauft habe, die mir spontan ins Auge gefallen sind. Und sicher hätte es im ersten Moment total Spaß gemacht, einfach mal drauflos zu shoppen. Aber ich weiß auch, wie schnell die Freude wieder verpufft wäre, und die vermeintlichen Schätze letztendlich doch nur wieder Kram im Schrank sein würden. Von daher war es voll okay, nur mit den zwei neuen Schlüsseln heimzukehren.