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29. September 2016

Not Sorry.



Schon wieder ein Buch, das mich extremst anfixt. (Aber ich will doch keine Bücher mehr kaufen!). Der Titel "Not Sorry" (so heißt das deutsche Exemplar, haha, wer hätt's gedacht) und im englischen Original "The Life-Changing Magic of Not Giving a F*ck" von Sarah Knight:

"Sind Sie gestresst und überarbeitet? Sind Sie enttäuscht vom Leben? Haben Sie es satt, allen zu gefallen, statt an sich selbst zu denken? Dann gilt auch für Sie: Sorry, but not sorry. Hören Sie auf, sich zu entschuldigen. Vergessen Sie die Meinung der anderen. Machen Sie sich frei von ungeliebten Verpflichtungen, Scham und Schuld. Beschäftigen Sie sich lieber mit Leuten und Dingen, die Sie glücklich machen. Ob Familiendramen, Winterspeck oder die Beförderung in einen (noch) öderen Job: Die Not-sorry-Methode von Sarah Knight hilft Ihnen dabei, Ihr Leben zu entrümpeln und auf Unwichtiges zu sch***en. Machen Sie sich frei - und gewinnen Sie mehr Zeit, Energie und Geld für alles, was Ihnen wirklich wichtig ist."

Klingt nach etwas, das mir gefallen könnte. Die Amazon-Rezensionen sind ziemlich mies, was meines Erachtens an der Übersetzung der flapsigen Sprache liegen könnte. Mich spricht es inhaltlich trotzdem sehr an. - Und um das mal klarzustellen: Es geht dabei nicht um die Perfektion des Ego-Trips. Es geht vielmehr darum, mit den eigenen Ressourcen sinnvoll umzugehen. Denn wer leer ist, hat nichts zu geben!

Und weil ich heute ein bissl faul bin zum Schreiben (grad kommt der Herr Zwegat auf SuperRTL und ich guck anderen beim Schulden abbauen zu), hier ein paar pfiffige Links zum Buch:

SPIEGEL.de: "Neinsagen im Joballtag"
VOGUE.com: "5 Life Lessons from The Life-Changing Magic of Not Giving a F*ck"
WOMAN.at: "Vergeude nicht Dein Leben und sag öfters NEIN!"


Und war das nicht ein herrlicher Tag heute? Hab ab Mittag stundenlang auf dem Balkon in der Sonne gesessen (an all die armen Menschen im Büro gedacht *sorry, but not sorry*), während eine ordentliche Brise mich umweht hat, so schön!

Morgen ist Freitag.... juhu.... und verlängertes Wochenende. Sehr gut.

28. September 2016

Die "Nichtstun"-Liste.



Im geliebten Nichtstun-Buch schlägt der Autor vor - wenn ich mich recht entsinne - mal eine Nichtstun-Liste zu führen. Also alles aufschreiben, was man NICHT getan hat.

Bei mir wär das sowas wie:

  • Ich habe nicht dem Überstundenpool zugestimmt.
  • Ich habe nicht mein Amazon-Prime-Abo verlängert.
  • Ich hab nicht am Betriebsausflug teilgenommen.
  • Ich habe nicht applaudiert, als meine Bekannte mir ihre neuesten Selfies gezeigt hat.

Lauter schöne Sachen, die man ganz toll abhaken kann und zwar viel schneller als jede To-Do-Liste. Und mit den ganzen Nichtstun-Dingen (ich wollte gerade glatt "Aktivitäten" schreiben *hihi*, macht ja aber keinen Sinn) hab ich viel Zeit, Nerven und Geld gespart.

Und was ich heute so am Rande vom vergangenen Betriebsausflug hören durfte, hab ich auch tatsächlich NICHTS verpaßt: Betrunkener Kollege mit einem Stringtanga auf dem Kopf und Kolleginnen, die die Boutiquen gestürmt (übrigens die gleichen Modeketten, die es hier auch an jeder Ecke gibt) und munter geshoppt haben.

Hä? Ich verbringe Stunden im Zug, um mich entweder sinnlos zu besaufen (weil ich das daheim nicht darf) oder um Klamotten zu kaufen, die ich nicht brauche und auch daheim (sinnlos) hätte erwerben können. Ich werde das NICHT verstehen.

Mal sehen, was ich heute noch so NICHT mache.... macht jemand nicht mit?

27. September 2016

Über. Stunden.


Überstunden... Überstunden sind ja sowas wie der Heilige Gral in der Arbeitswelt. Wer Überstunden macht, fühlt sich verdammt wichtig und sowas von beschäftigt. Keine Zeit mehr zu haben ist trendy, gehört zum guten Ton. Wer viele Überstunden macht, ist beim Chef angesehen und bei den Kollegen hinterrücks verhaßt (*Streber*, *Schleimsau*). Die Produktivität ist dabei sekundär, Hauptsache, Du machst als Letzter das Licht aus. Überstunden können auch ein Zeichen sein, dass da organisatorisch gewaltig was schief läuft, weil immer weniger Leute immer mehr Arbeit erledigen müssen. Das ist dann die moderne Form der Sklaverei.

Jedenfalls findet mein Chef Überstunden auch ziemlich dufte. Und zwar nur solche, die ausbezahlt werden. Abfeiern ist nicht (gilt aber nur für unseren Bereich, nicht den ganzen Rest der Hütte). Weil es ist ja immer so viel zu tun. Also gibt es einen Überstundenpool, in dem ich nicht mitschwimmen werde. Für uns Teilzeitkräfte der "niederen Hackordnung" hatte er sich fünf Überstunden im Monat ausgedacht. Och jo, dachte ich erst, ist ja nicht die Welt, kannste Dir paar Euros dazu verdienen.

WAS???!!! *mir-an-die-Stirne-patsch* - Was ist los mit mir? Ich brauche die armseligen Kröten, die vom Hungerlohn in Form von Überstunden übrig bleiben, nicht. Das ist es nicht wert! Ich wollte nur noch 20 Stunden arbeiten, und habe zähneknirschend 25 in Kauf genommen, weil das Gehalt unterirdisch ist. Und jetzt nochmal fünf Stunden extra arbeiten für noch weniger Geld? Ich glaub, es hackt!

Wie viel ist eine Stunde Lebenszeit wert? Wenn eine geschäftstüchtige Fee käme, und Dir eine Stunde Nichtstun zur freien Verfügung verkaufen würde für - sagen wir - 8 Euro? Ein Schnapper, oder? Würdeste doch sofort zugreifen! - Aber dafür eine Stunde im düsteren Büro mit Aktenmief sitzen? Nein. Ohne mich. Ich wähle das Nichtstun. Den Mittagsschlaf. Eine Stunde Sonne auf dem Balkon. Das Schmökern im Buch. Eine Stunde Shopping Queen. Die Prioriäten richtig setzen. Darum geht es mir.

Also hab ich kund getan, dass ich aus dem Überstundenpool aussteige. Es gibt nur eine Beschäftigung, bei der ich Überstunden mache: Dem Nichtstun! Und dabei bleibt es. Basta.

Ist jetzt die Übernahme nach meiner Befristung dadurch gefährdet? Ooooh wie schaaaaaaaaade ;-). Bekomme ich womöglich deswegen eine Privataudienz beim Chef? Oh, bitte nicht!

25. September 2016

Aus & vorbei!


Mein Urlaub ist rum! *schluchz* - Das waren doch nie im Leben drei Wochen! Allenfalls drei Tage. Wie konnte das geschehen? Ich freue mich NULL auf morgen. Um den Tag noch perfekt zu machen, hab ich am Nachmittag auch noch einen Zahnarzttermin, Ich bekomme eine neue Knirscherschiene. Weil ich nachts so viel verarbeite, dass der Erhalt meiner Schneidezähne in akuter Gefahr ist. Schätzungsweise wird heute Nacht extra viel geknirscht wegen all der Vorfreude. Juhu.

Immerhin war das Wetter der letzten Tage sehr versöhnlich. So könnte es ganzjährig für mich sein.

Also: Eine Runde Mitgefühl für mich bitte!
*HEUL*

23. September 2016

Ich bin schuld.

*Norwegian Airlines* - Wie cool...

Was wäre ich ohne meine aufmerksamen Leser. Ich bin also Schuld. Schuld, dass die Liebe tot ist. Verantwortlich für das Ende von Brangelina. Allerdings tut es mir nicht mal leid. Ich war schon immer Team Jennifer. Frau Jolie ist mir unheimlich. Und jetzt ermittelt auch noch das FBI. Was hab ich nur getan??!! Ich glaube, ich bin jetzt auch noch Team Brad. Denn irgendwie kann ich es verstehen, dass man bei 23 Kindern auch mal die Kontrolle verliert und das ganze nur noch bekifft und alkoholisiert erträgt.

Wovon ich überhaupt rede? Von meinem Jahreswechsel-Posting vom 30. Dezember 2015. Ich zitiere mich mal:

"Wär ja auch zu einfach: Ich hänge mir ein Brad-Pitt-Foto an den Kühlschrank und ruckzuck ist Angelina geschieden."

Jetzt isses raus. Ich war's. Kann man jetzt nix mehr machen. Die erste Anfrage für Fotos von George Clooney und Benedict Cumberbatch ist auch schon eingegangen. Mal sehen, was ich tun kann! ;-)

Der Sänger Olly Murs ist übrigens bei Tinder. Hab ich gestern im Radio gehört. Also wer Bedarf hat...

22. September 2016

Wunder der Technik.


*Grrrr*. Das ist doch genau das, worum's in dem Nichtstun-Buch geht: Da schaffste Dir ein Laptop an, müllst es mit massig Daten zu, dann hält es gerade mal zwei Jahre und beschert Dir plötzlich einen Bluescreen. Mein Reparaturversuch neulich hat nicht lange gehalten. Jetzt habe ich den meisten Datenmüll auf meine externe Festplatte gespeichert und bin tierisch genervt, weil ich die dann dringend auch mal aufräumen müßte. Baaaaaah! Was hab ich da Lust drauf. Könnte glatt mit 'nem Hammer draufschlagen. - Warum hat die Festplatte nach zwei Jahren 'ne Macke? Womöglich weil sie so konstruiert wurde, damit man dann wieder ein neues Gerät kaufen soll? Hm? HM??

Eine Anschaffung die eindeutig kontraproduktiv zum Nichtstun ist.
Das waren noch Zeiten, als ein Notebook tatsächlich ein Notizbuch war.
Aber leider ohne Google & Co.

Und kaum will ich meinen Konsum weiter reduzieren, taucht am Horizont die Anschaffung eines neuen Notebooks auf. Und leider bin ich ohne nicht wirklich lebensfähig. Aber ich bin stinksauer, dass so ein Teil nur lächerliche zwei Jahre hält! Warum nicht wenigstens fünf? Am besten sogar zehn.

Was soll das? Ich brauche keinen Schnickschnack, Updates, höher-schneller-weiter, Windows10-Sch***. Nur bloggen. surfen und bissl Kleinkram erledigen.

Jetzt muß ich erstmal meine eigenen Systeme wieder runterfahren. Hab mich uffgereeescht.


21. September 2016

Nichtstun.


Ich hab es getan. Ich hab das Nichtstun-Buch gekauft. Als E-Book, damit es nicht auch noch physisch hier rumliegt. Allerdings ärgerlich, dass es genauso viel kostet wie die Printversion. Egal, es ist jeden Cent wert. Es ist wie die Erlaubnis, auf die ich immer gewartet habe. Dass es okay ist, wie ich lebe. Wie Partnerschaft NICHT funktioniert. Dass die Meinung der anderen mir egal sein kann. Dass Nichtstun großartig ist. Weil es zu mir paßt.

Ich könnte aus jedem einzelnen der kurzen Kapitel mindestens einen Satz mit größter Begeisterung zitieren. Weil es mir dermaßen aus der Seele spricht. Es paßt so viel: Über das Verbringen der Wochenenden, über das Ausgehen und in-den-Urlaub-Fahren, über das vermeintlich tolle Leben der Anderen in den Social Media, über das "Brauch ich das WIRKLICH?".

Wäre ich mutiger, würde ich am Montag gar nicht mehr zur Arbeit erscheinen. Aber ich will es noch bis Ende der Befristung aussitzen (mit ganz viel Nichtstun). Und vielleicht werde ich dann endlich wieder Freifrau.

Es animiert mich auf jeden Fall dazu, noch weniger zu konsumieren. Ich bin mir sicher, da gibt es noch Spielraum. Alles für die Freiheit! Es lebe das Nichtstun! Alle Macht den Nickerchen! ;-) Endlich das tun, was ich am besten kann....

Das klingt womöglich etwas abgefahren (oh-oh, und schon lande ich wieder im Rechtfertigungsmodus), aber in Anbetracht des bevorstehenden Montags fängt es schon wieder an, dass es mir besch*** geht. Die letzten Nächte habe ich schlecht und kaum geschlafen. Meine Zähne knirschen, als ob es kein Morgen mehr gäbe. Das kann es doch nicht sein.

Wir sind gesellschaftlich so getriggert, dass wir kaum noch merken, wie hörig wir dem Hamsterrad sind. Wie sinnlos das System inzwischen geworden ist. Immer schön konform sein (und gefälligst jedes Jahr das neueste "Superhandy" kaufen). Ein braver Bürger. Dabei wären wir im "Nichtstun" so viel braver ;-). (Klar, wer schläft, sündigt nicht.) - Also das Buch war definitiv eine gute Anschaffung und wird immer wieder von vorne gelesen. Es macht mir Mut.

19. September 2016

Lesetipp zum Wochenbeginn.


Ach wie schön. Da hat sich einer getraut. Mut zum Nichtstun. Hat Berlin hinter sich gelassen und sich einen Hof in der Pampa gekauft. Da sitzt er jetzt auf der Bank und schaut den wogenden Ähren zu. Hat sich frei gemacht von der Meinung der anderen und von den eigenen Selbstzweifeln (von wegen sinnloses Leben führen, nur weil man vordergründig nicht produktiv ist).

Da tanzt mein Herz, und ich merke wieder: "Ich will das auch!".

Das Buch habe ich nicht gelesen. Ich will ja (eigentlich) keine Bücher mehr kaufen, nur leihen. Aber die Leseprobe war super. Wie ein Wackeldackel habe ich intuitiv zu jeder Aussage zustimmend nicken müssen.

"Wenn man aufhört, auf die anderen zu hören, nimmt man auf einmal wahr, was man davor überhört hatte: die leise, vom Unterbewusstsein aufsteigende Stimme menschlicher Bedürfnisse, die nur selten darum bittet, zur Arbeit zu fahren, im Stau zu stehen, sich vor dem Bildschirm den Nacken zu reiben oder schon wieder eine Mail mit ›Lieber Herr Hartmann‹ zu beginnen, obwohl der liebe Herr Hartmann der letzte Idiot ist, wie jeder weiß."

Hahaha, ja, genau, been there - done that!

Ich hab dann auch gleich mal den Amazon-Prime-Probemonat fristgerecht gekündigt. Nach der anfänglichen Begeisterung und dem exzessiven Seriengucken, hab ich gemerkt, dass der Spaß dabei verloren gegangen ist und ich das nicht brauche. Also weg damit. Wieder Geld gespart, für das ich nicht meine unerquickliche Arbeitszeit eintauschen muß.

Fragt sich jetzt nur, wo ich mir das Buch leihen kann ;-).

17. September 2016

Das Herbstzimmer


Auf Instagram hab ich's ja heute morgen schon gepostet. Das Bild zum gestrigen Posting mit den IKEA-Grufti-Postern. Ist es nicht super, wie man die Motive erkennen kann? *hahaha*. Sorry, hat arg gespiegelt, aber ich schwöre, sie sind mega schön ;-). *Zumindest das in der Mitte kann man erkennen.*

Ich hab meine Wohnung gerade sehr sehr lieb. Und jetzt spielt auch noch das Wetter mit, besser geht's ja gar nicht...

Schönes Wochenende!

16. September 2016

Ikea-Ausflug in die Gruft.


Welch Erleichterung! Die angenehme Kühle hat regelrecht eine Last von mir genommen. Es war nicht gerade mein großer Traum, meinen Urlaub in bulliger Hitze zu verbringen. Das konnten auch die ganzen Serien und Filme nicht mehr retten. Und wenn sogar ich Lagerkoller bekomme, will das echt was heißen. (Dennoch: Urlaub ist toll, Urlaub ist IMMER toll!)

Obwohl mein Kreislauf ob des abrupten Wetterwechsels erst ein bissl rumgezickt hat, bin ich frohen Mutes zu IKEA gefahren. Jaaaaa. Mein zweites  Zuhause, juhu. Und dann hab ich auch noch kostenlos eingekauft, weil ich noch zwei Gutscheine hatte. Besser geht's ja nicht. Ich hatte nämlich urplötzlich die Eingebung, dass es Zeit für neue Bilder wäre. Ich wollte was Abstraktes und nicht mehr so viele Gesichter in der Bude hängen haben. Also fiel mir die limitierte SVÄRTAN-Kollektion ins Auge, die ich eigentlich auf den ersten Blick ganz furchtbar fand. Düster, depressiv, wie so ein Rorschachtest.

Schlimm, oder? ;-))))
(Ich hatte auch den Eindruck, dass sich außer mir
keiner für die Auslage interessiert hat *g*).

© Inter IKEA Systems B.V. 2016

Dann hatten sie auch mein Wunschmotiv nicht da - laut Computer schon, auch laut IKEA-Mitarbeiterin, aber: unauffindbar. That's IKEA. Also hab ich einfach ein anderes genommen, sehen ja alle irgendwie gleich gruftig aus. Hab aus einem großen Poster zwei kleine geschnibbelt. Gefällt mir gut. Wenn ich nicht so faul wäre, könnte ich ja mal Bilder von machen... (Morgen vielleicht. Oder übermorgen.)

Das gefährliche am neu Dekorieren ist ja dann der Diderot-Effekt. Aber da mein Farbschema Schwarz-Weiß ist, blieb ich davon weitestgehend verschont. Früher hätte ich bei neuen Bilder gleich noch neue Kissenhüllen und Kerzenhalter kaufen müssen. Gott bewahre! All die Jahre Minimalismus für die Katz!

Und ja, NATÜRLICH hab ich auch Teelichter gekauft.

13. September 2016

Minimalismus erobert die Werbung.

Ach, da schau her - während ich Shopping Queen schaue, taucht da ein neuer Werbespot auf. Ganz süß. Es geht um Einfachheit. Was ist das? .... ALDI???!!! Ach.


Jetzt nutzt ALDI den Minimalismus, um die Menschen zum Einkaufen in ihrem Discounter zu bewegen. Ich kauf ja auch öfter bei ALDI, mag aber nicht unbedingt alles. Ich kaufe hauptsächlich stilles Wasser und Grundnahrungsmittel wie Marmelade und Toastbrot dort.

Die Botschaft des Spots ist ja niedlich, aber laßt die Kids mal paar Jährchen älter werden - dann wollen sie das neueste Smartphone, Markenklamotten und und und. Dann ist das Tragen von Aldi-Mode auch unter deren Würde.

Unterm Strich finde ich es aber hübsch, dass zumindest die Botschaft der Einfachheit offenbar attraktiver geworden ist :-).

Loving the Alien.


Der Sommer legt noch mal eine letzte Schippe drauf. Gestern hab ich morgens um halb acht Fenster geputzt, jetzt hängen meine frisch gewaschenen Gardinen in strahlendem Weiß und verströmen den Duft von Aprilfrische. Ich zelebriere mein Prime-Abo und schwelge in Serien mit unterernährten Amerikanerinnen in privilegierten Jobs (Rechtsanwältin, Psychiaterin, Immobilienmaklerin/Eventmanagerin) und desolaten Beziehungen. Der perfekte Kontrast zum Dorfleben *haha*. Ich liebe es. Und lasse mich nebenbei von den nicht minder perfekten Wohnungen inspirieren, wo in fast jeder Ecke eine überdimensionierte Lampe erleuchtet ist.

Ganz vertieft bin ich gerade auch in diversen Intro-Seiten. Wo ich bei fast jedem Satz erleichtert und inbrünstig JA! JA! JA! schreien könnte. Es gibt sogar einen Artikel, warum Intros die Mittagspause am liebsten alleine verbringen (JA! Das bin ich!). Ich lese die Kommentare und staune, dass es Menschen gibt, die genau die gleichen inneren Kämpfe wie ich austragen:

"I am never content with the present.
I constantly cry about the past and long for the future.
I always think that I’m not doing THE THINGS I was born for.
And I think I will die never finding it out."

Genau DAS passiert mir wieder und wieder. Die Suche nach dem Sinn, das Grübeln über die Vergangenheit, das Nachdenken über die Zukunft. Alles ergebnislos.

Wenn der eigene Persönlichkeitstyp nur 1% der Gesamtbevölkerung ausmacht, ist es doch ganz klar, dass ich mich wie ein Alien fühle. Ich gehöre nicht dazu.... Ich bin nicht gut genug... Ich schaffe das alles nicht... Ich bin zu kompliziert... Was stimmt nur nicht mit mir? ... Ich muß mich ändern...

Und wieder fehlt die Akzeptanz. Es ist so schwer, dieses Anderssein zu akzeptieren. Aber ich gebe nicht auf, mich so sein zu lassen. Introversion ist kein Etikett, es ist eine Persönlichkeitsstruktur, die sich nicht gravierend ändern läßt. Ein Kampf gegen Windmühlen. Den Alien lieb haben.

11. September 2016

Malen statt kaufen!


Was für eine süße Idee! Die "Minimalists" haben einen tollen Link auf Facebook gepostet von einer Illustratorin, die ein Jahr lang nichts gekauft hat... was ja nichts wahnsinnig Neues ist. Aber sie hat jeden Gegenstand, den sie gerne geshoppt hätte, stattdessen gezeichnet. Kreativität statt Konsum!

 "I don’t burn with longing; I use what I have."

Genau so versuche ich das derzeit auch. Kleine Ausreißer passieren schon mal (ich sag nur: Kosmetik). Aber vielleicht sollte ich künftig die Sachen dann auch besser malen als kaufen. Denn viele Spontankäufe, die ich aus Frust oder Langeweile getätigt hatte, haben sich ziemlich schnell als überflüssig herausgestellt. Immerhin benutze ich den Kram und brauche auch alles brav auf.

Ob das Zeichnen auch mit Essen funktioniert? Statt diese Schokolade zu verzehren, kritzle ich sie in mein Tagebuch? :-) Auf Papier statt auf die Hüften? Schön wär's ja....

10. September 2016

Wiederhergestellt. Erstmal.


Laptop läuft (erstmal) wieder, keine Ahnung wie lange. Ich habe ein bißchen Systemwartung gemacht und paar Sachen auf der DOS-Ebene (weil ich darin ja auch waaaahnsinnig versiert bin, aber großes Vertrauen in Google habe). Dann hat mein Läppi erstmal einige Stunden komplett brach gelegen, weil die Systemreparatur auf 10% eingefroren blieb. Jetzt sind wir jedenfalls wieder da, Läppi und ich. Und würden gerne bleiben.

Nachdem auch noch die Fernbedienung meines TV abgeschmiert war (und heute schon der Ersatz kam), wartete im Briefkasten noch ein Strafzettel für zu schnelles Fahren auf mich. 57 kmh am Ortsausgang. Mann! Wo sind denn die lahmen Rentner und trägen Busse, wenn man sie mal braucht?

Bei Dr. House nähere ich mich dem tragischen Ende. Und die Sommerhitze ist hoffentlich auch bald vorbei. Genauso wie die erste Urlaubswoche, hier aber: leider.

Es ist so schön zuhause. Also viel schöner als im Büro. Am Montag geht 'ne Bewerbung raus. Einfach mal weiter umschauen, ob und was da noch geht.

Beim PC gibt's ja so Systemwiederherstellungspunkte. Manchmal wär das cool, wenn es das auch im richtigen Leben gäbe (das meine ich jetzt aber keinesfalls jobmäßig). Naja, das Leben wird sich schon was dabei gedacht, dass das nicht geht. (Aber wenigstens das Beamen könnte doch endlich erfunden werden...).

Schönes Wochenende!

Ausgebloggt.

Na toll. Ich schreibe gerade via Smartphone, da mein Laptop offenbar hinüber ist. Seit gestern ständig Abstürze mit Bluescreen, die laut Google Recherche auf einen Festplattendefekt schließen lassen.

Mein Tablet reagiert per Touchscreen auch nur nach Lust und Laune. So kann ich nicht arbeiten,  grrrrr.

Hält denn heute gar nix mehr länger als drei Tage?

Werde wohl über die Anschaffung eines neuen Laptops nachdenken müssen. Mit meinen ahnungslosen Kenntnissen werde ich das Problem wohl kaum selbst beheben können. Verdammt!

7. September 2016

Urlaubspläne für heute.


Also, nachdem ich bereits einkaufen war (mmmh, leckeren Käse, Trauben, Zwiebelbrot, Sushi...) plane ich gerade die Aktivitäten für meinen heutigen Urlaubstag:

Buch lesen - Serien oder Film gucken - Nickerchen machen - Spazieren gehen

oder doch lieber

Serien oder Film gucken - Spazieren gehen - Buch lesen - Nickerchen machen?

Immer diese schwierigen Entscheidungen! ;-)

Und dann auch noch so viel Auswahl an Serien, Filmen und Büchern. Das perfekte Paradies für Introvertierte wie mich.

Achja: Und zwischendurch surfe ich bestimmt auch noch im Internet, schaue mir all diese unnötigen Selbstdarstellungsfilmchen auf Instagram an und lese ein paar interessante Artikel, die ich auf Facebook finde. Dort bin ich auch gerade auf eine klasse Website für Introvertierte gestoßen, die mir voll und ganz aus der Seele spricht (manche Beiträge könnten glatt von mir sein).

Wie schön, dass ich mir so gute Gesellschaft bin :-))))).

6. September 2016

Lost in Music.


Der Hinterwald läßt mal wieder grüßen. Mein neues Spielzeug (der TV-Stick) fasziniert mich völlig. Weil der House-Arzt gerade anfängt zu nerven (ich bin bald durch), hab ich mich mal umgeschaut, was es so an Apps gibt. Gefunden hab ich AMPYA*. Ich kleines, ahnungsloses Ding. Und dann war ich die nächsten Stunden gefangen in Musikvideos und habe mir ein paar peinliche Playlists erstellt. So ein Sommerding mit strandschmusigen Liedchen von Atomic Kitten, Blue, Britney Spears, Shania Twain, Sheryl Crow und so. Also die Helene-Fischers aus meiner Generation. Okay, Blue war 'ne Boyband. Der Kram läuft natürlich nur heimlich. Vielleicht am Donnerstag, wenn ich bei 30° Außentemperatur drinne sitze und der Sommer sich nur als Soundtrack abspielt.

Playlists waren früher, als ich noch jung und knackig war, Mix-Tapes. Da hat man Musikkassetten aufgenommen und ausgetauscht. Das war schon richtig cool.

Und wieder mal finde ich den Herbst völlig diskriminiert. Die Summer-Playlist war eine echt leichte Übung (Shakira... Jennifer Lopez...), aber Herbst? Im Herbst braucht man doch erst recht lauschige Musik, oder nicht? Mir fällt ja spontan nur ein einziges richtig herbstliches Musikvideo ein ("You'll see" von Madonna). Und der Herbstsoundtrack sollte auch nicht ganz so peinlich werden wie der Sommer. Jemand Ideen? Das wird wohl so in Richtung Katie Melua, Norah Jones und Enya gehen. Wobei Enya schon eher Winter ist...

Ist das nicht krass, wie einfach es inzwischen geht, mehr oder weniger gratis an Medien zu kommen? Bücher (Onleihe), Musik (Spotify, Ampya)... Die armen Künstler!

Ich bin ja gespannt, was das Fire-TV-Ding noch so alles kann... vielleicht ein Hologramm von mir ins Büro schicken? *ggg*


*die AMPYA-App ist kostenfrei, da werbefinanziert.
Da taucht dann zwischen Rihanna und Beyoncé schon mal die Frau Schöneberger
mit einer Oral-B Zahnbürste auf.

(Und dieser Beitrag wurde weder von AMPYA noch von Amazon gesponsert,
dafür bin ich zu unbedeutend *g*).

5. September 2016

Kleine Urlaubsfreuden.




Oooooh. UUUUURLAUUUB!!! Ich kann gar nicht genug sagen, wie sehr ich mich drüber freue. Zumal es mir die letzten Tage ziemlich besch*** ging (ich war krank). Heute früh bin ich aufgewacht, mir tat alles weh. Fiese Nackenschmerzen, die bis in den Kopf zogen. Ich hatte schlecht geschlafen und mich gefühlt wie eine uralte Frau. Der Blick auf den Wecker zur üblichen Aufstehzeit war hingegen äußerst erfreulich: Ich konnte mich einfach nochmal umdrehen und drei Stunden später aufstehen als sonst. Herrlich.

Dann kam eine E-Mail von der Onleihe, dass der neue Roman von Joy Fielding bereits verfügbar ist. Riesenfreude, gleich mal die ersten 100 Seiten verschlungen. Als nächstes die SMS von der Packstation, dass mein amazon fire TV Stick geliefert wurde. Da hatte ich ja laaaange überlegt, ob ich den wirklich-wirklich brauche. Und jetzt merke ich: Oh JA! Cooles Teil.

Gleich mal die nächsten Folgen von Dr. House geschaut - in deutlich besserer Qualität. Wobei mein Verhältnis zu Dr. House inzwischen etwas abgekühlt ist. Liegt wahrscheinlich an der Überdosis. Und wenn ich noch länger schaue, wird meine Hypochondrie gänzlich eskalieren, und ich werde meinen Hausarzt um Steroide anflehen.

Völlig fasziniert war ich vom Bildschirmschoner des TV-Sticks. Atemberaubende Landschaftsaufnahmen in sensationeller Auflösung. Das war wie eine kurze Weltreise vom Sofa aus. Ich bin aber auch wirklich für Kleinigkeiten zu begeistern...

Dann hab ich mir bei einem kurzen Einkaufstrip noch zwei orientalische Windlichter gegönnt, die im Dunkeln so possierliche Muster an die Wand zaubern, hach, muckelig. (Zu IKEA will ich die nächsten Tage natürlich auch mal, selbstredend.)

Ich hab es also gerade saumäßig schön - und merke dabei gleichzeitig, wie mäßig mich mein Job begeistert. Nunja. Manchmal ist eine Befristung durchaus ein Lichtblick.

Herzallerliebste Urlaubsgrüße!

2. September 2016

Mach mir den Herbst!


Ha! Ich habe heute den ersten Lebkuchen gekauft! Den 500-g-Pack mit Vollmilch-Schokoladenlebkuchen (Sterne, Herzen, Brezeln *lieb*). Und dann müßten bald auch die Nougathappen in die Läden kommen *noch-besser-als-Lebkuchen*. Ich trotze damit den fast 30°, die für morgen gemeldet sind. Mit dem Sommer bin ich durch. Ich spiele jetzt Herbst. Und heute werde ich am Wohnzimmerfenster meine Lichterkette dekorieren. Also nicht so weihnachtlich von Ecke zu Ecke gespannt, sondern so lässig rumhängend: Stimmungsbeleuchtung geht ja IMMER.

Einen schönen Spruch hätt ich zum Wochenende auch noch, hab ich vorhin auf Facebook gesehen:

"Wie in drei Teufels Namen, könnte ein Mensch es genießen,
um 6.30 Uhr von einem Wecker aus dem Schlaf gerissen zu werden,
aus dem Bett zu springen, sich anzuziehen, Essen reinzuwürgen,
sich die Zähne zu putzen, zu kacken, zu pissen, sich die Haare zu richten
und sich durch ein Verkehrschaos hindurch zu einem Ort zu kämpfen,
wo er eine Menge Zaster für einen anderen macht - 
und dann auch noch dankbar für die Gelegenheit zu sein,
eben dies tun zu dürfen?"

- Charles Bukowski

Ich hab mich nämlich übers Büro geärgert. Hmpf. Sowas wollte ich mir doch längst abgewöhnt haben. Und ich arbeite ja nicht mal mehr in der freien Wirtschaft für den Zaster von jemand anderem (naja, vielleicht indirekt). Aber ich kann euch versichern, dass es auch auf dem Amt eine Menge verhaltensorigineller Menschen (mich wahrscheinlich eingeschlossen) gibt sowie noch mehr "interessanter Kunden" (die womöglich nach der sofortigen Auszahlung von Kindergeld fragen, während das Ungeborene noch einige Monate durch die Nabelschnur ernährt wird).

Und es wird wohl immer (mehr oder weniger ungeschriebene Büro-)Regeln geben, deren Sinn sich mir nicht erschließt. Oder es gar keinen gibt. Und Hinterfragen ist nicht erwünscht. Sei ein Lemming, halt die Klappe und mach Deinen Dienst. Gehorche stets dem Dienstherren und sei ihm untertan. Pffff. Einen Scheiß muß ich! ;-)

Jedenfalls lasse ich das alles jetzt für die kommenden drei Wochen hinter mir. Schööööön!