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28. April 2016

Schön über Nacht.


Ich hab mir was recht unnötiges gekauft, was ich aber schon seit Ewigkeiten auf meiner Wunschliste hatte: Das Night Treatment von Bare Minerals in *Medium*. Mich hat die Vorstellung fasziniert, abends ein Mineralpuder aufzutragen und nicht mehr wie eine Wasserleiche beim Zugettgehen auszusehen und gleichzeitig noch meiner Haut was Gutes zu tun, während meine Poren quasi über Nacht verschwinden (und ich verwette meinen Allerwertesten, dass sie genau DAS nicht tun werden).

Niemals nicht hätte ich es mir zum regulären Preis von happigen 56 Euro gekauft *Schnappatmung* *mein Sparschwein kollabiert*. Ich hab es für 19,95 Euro gefunden und deswegen zugeschlagen. Der Farbton "medium" zaubert mir tatsächlich eine dezente Bräune ins abgeschminkte Gesicht (aufs Kissen soll es angeblich nicht abfärben, nun, wir werden sehen). Es soll einen schönen Glow bewirken. Ohja, ich glänze leicht speckig. Aber sieht schon irgendwie frischer aus als ungeschminkt. Es hat aber keine Deckkraft (will da keine falschen Illusionen wecken).

"Diese mineralische Intensivpflege ist der letzte Beauty Schritt in Deiner Abendroutine. Das Pure Transformation Night Treatment versorgt Deine Haut mit Mineralien, reduziert das Erscheinungsbild von Poren und erhöht die Zellerneuerung. Das Ergebnis ist eine gesund aussehende Haut, die glatter, frischer und strahlender aussieht. Das konzentrierte Mineralpuder hat auch den angenehmen Nebeneffekt, dass Rötungen zart abgedeckt werden."

Ob sich im Laufe der nächsten Wochen meine Haut tatsächlich transformiert? Es bleibt spannend...

Das Produkt sollte vielleicht auch nicht ZU gut funktionieren. Wär mir dann auf Dauer zu teuer. Muß auch mal sehen, wie ergiebig es ist. Gibt ja leider auf dem Markt bislang nix vergleichbares (das auch erschwinglich wäre) - oder?

Über Ratgeberbücher...


Jahrelang hab ich mir in schöner Regelmäßigkeit irgend welche Ratgeberbücher zu diversen Psychothemen gekauft, in der Hoffnung so eine Art Anleitung für ein besseres Leben zu finden. Dabei lebt es sich auch okay von ganz alleine. Leben passiert einfach. Auch ohne Gebrauchsanweisung. Diese Bücher geben doch eher das Gefühl, als würde da was mit mir nicht stimmen, das der Autor jetzt in Ordnung bringen will mit seiner unendlichen Weisheit.

Ein Buch, ja ein Buch hat tatsächlich und nachhaltig mein Leben verändert. Das war das Feng-Shui-Buch von Karen Kingston. Vom Messie zum Ordnungsmonk sag ich nur. Das war der Oberknaller. Und natürlich verführt das dann erst recht zur weiteren Suche nach ähnlich "wirksamen" Ratgebern. Ich hab sie bis heute nicht gefunden.

Lediglich die Werke von Albert Ellis fand ich in ihrer Botschaft sehr erhellend. Die Befreiung von MUSS-Vorstellungen war zeitweise sehr hilfreich, um mich von Perfektionismus und selbst auferlegtem Druck zu befreien. Aber das Thema "kickt" mich leider nicht mehr so wie anfangs. Auch diverse Buddha-Bücher waren interessant, aber sie haben mich leider bis heute nicht auf den Pfad der Gelassenheit geführt. (Dennoch empfehlens- und erwähnenswert seien hier die Bücher von Thomas Hohensee, die sind so schön bodenständig und unaufgeregt.)

Eine liebe Leserin hat mich gefragt, was ich mit all den Bücher (Ratgebern und Sonstige) mache - im Hinblick auf meine eher minimalistische Lebensweise. Das mag ich gerne beantworten:

- Die wichtigsten Bücher (wie das Feng-Shui-Buch) habe ich natürlich behalten.
- Einige Bücher habe ich nach großer Überwindung einfach weggeworfen. Ja, das geht.
- Viele Bücher habe ich größtenteils auf Momox oder Rebuy, teils auf ebay verkauft
- Einen weiteren Teil habe ich an Freundinnen verschenkt oder im Bücherschrank ausgelegt.
- Meine restlichen Bücher bewahre ich in Kisten im Expedit-Regal in der Wohnzimmernische auf.
- Ich kaufe fast KEINE neuen Bücher mehr. Ich nutze Bücherschrank / Onleihe / Skoobe.
- Das Reinlesen in Ratgeberbücher bei Skoobe hat mich vor einigen Fehlkäufen bewahrt.

Ich bin nach wie vor neugierig. Mich interessiert das Thema "Minimalismus" und "Downsizing", was hervorragend durch diverse Blogs bedient wird, da braucht es nicht unbedingt Bücher dazu. Manchmal genügt auch ein kurzer Online-Artikel für einen neuen Impuls.

Mit Ratgeberbüchern ist es ähnlich wie mit Hometrainern: Man kauft dieses "Hilfsmittel", aber setzt es nicht in die Tat um. Die Bücher werden allenfalls gelesen und verstauben in den Regalen. Der Hometrainer wird zwei-, dreimal benutzt und dann als Kleiderständer degradiert.

Wenn mich ein Thema wirklich-wirklich bewegt, dann klappt das auch mit der Umsetzung. Wenn ich aber nur meine, ich müßte mal abnehmen/mich mehr bewegen/gesünder essen/gelassener werden/loslassen lernen, dann klappt das nicht, wenn meine Seele tausend Gründe dagegen findet. Nutzt nix. Manches braucht auch schlicht und ergreifend Zeit, entwickelt sich langsam und fast unbemerkt. Man kann auch nicht Liebeskummer weglesen. Das muß heilen - und geschieht natürlich immer viel zu langsam.

Und Sch***-Tage wird es immer geben. Heute war so einer. Kann man nix machen. Jeden Tag im Frotteeschlafanzug auf dem Einhorn über den Ponyhof zu reiten is halt nich.

Und in den nächsten Tagen beantworte ich dann eine weitere Leserfrage :-).

26. April 2016

Winterschlaf meets Frühjahrsmüdigkeit.


Im Zweifelsfall ist immer das Wetter schuld. Ich bin müüüüüde. Dekadent, wenn ich nach meinem mittäglichen Feierabend - der den Namen "Abend" völlig zu unrecht trägt - einfach ermattet in die Laken sinken kann, ein paar Seiten Roman lese, um dann in wohligen Schlaf zu tauchen, um mal eben den ganzen Nachmittag zu verschlafen. Das nenne ich Freiheit. Oder ist es einfach nur Älterwerden?

So richtig ernsthaft habe ich mich mit dem Thema nie auseinander gesetzt. Letztendlich lebe ich heute ja fast noch genauso wie in meinen 30ern. Mietwohnung, Job, keine Kinder - nur inzwischen mit etwas weniger Job, mehr Freizeit und viel weniger Konsum. Mittagsschläfchen hab ich damals auch schon gemacht. Isso. Und durch meine damalige agoraphobische Karriere ging es mir zu diesen Zeiten sogar eher viel schlechter als heute. Von daher bin ich gefühlt ein echter Jungspund. Neuerdings tut das Knie weh. Blödes Knie, hast doch sonst immer tadellos funktioniert.

Die Kollegen - fast alle jünger. Huch! Wie ist das denn auf einmal passiert? Kann ich ja froh sein, dass ich mit Ende 40 überhaupt noch eingestellt wurde.

Gestern habe ich noch zufällig das Ende von "Hart aber Fair" verfolgt. Da ging es um die Rente. Da konnte sich keiner so recht vorstellen, mit nur 1000 Euro im Monat klar kommen zu können. Tja. Ich kann das. Ich müßte es nicht, aber ich kann das. Wovor also Angst haben? Ich liebe diese Freiheit, mich nicht mehr abhängig machen zu müssen. Vieles nicht mehr zu brauchen. Sich zu Tode schuften, um dann nicht mehr in den Genuß der mühsam erarbeiteten Rente zu kommen. Irgendwann festzustellen, die Prioritäten falsch gesetzt zu haben. Zu viel Zeit im Büro und zu wenig Zeit mit sich und die Lieben verbracht zu haben.

Ich erinnere mich noch gut an den Kollegen vor über 20 Jahren, der jeden Tag über nichts anderes mehr sprach als die kurz bevorstehende Rente. Er hat die Tage gezählt. Leider waren auch seine Tage gezählt: Er starb kurz davor an einem Herzinfarkt. Das tat mir so leid (es war ein sehr Netter).

Ich will JETZT tun, was gut für mich ist. Und keine Rentenpunkte (und unnötige Konsumgüter) sammeln. Dennoch sorge ich indirekt auch für die Rente vor: Indem ich wenig brauche. Alles gut.

22. April 2016

Tädää.

Tädääää: Die Hälfte meiner Probezeit ist schon rum. Ich hab ja auch nur sechs Wochen. Und es gefällt mir immer besser. Was für ein Unterschied zu vorher! Es gibt keinen Druck, keine Dinge, die am liebsten vorgestern schon hätten erledigt werden sollen (die gibt es zwar auch in real, aber keiner reitet darauf rum), im Gegenteil: Man predigt mir sogar "In der Ruhe liegt die Kraft.". Wie herrlich. Ich wußte gar nicht, dass es solche Arbeitgeber noch gibt. Man läßt mich einfach machen, genau so funktioniere ich auch am besten. - Es gibt auch keine Wasserköpfe mit großartigen Visionen. Sehr angenehm.

Mal sehen, wie dieses Wochenende dann so wird. Am Samstag ist Familientreffen (denn da hätte mein Vater seinen 77. Geburtstag gehabt) und am Sonntagmorgen hab ich wieder einen Immobilientermin.

Als Wort zum Wochenende habe ich noch ein wundervolles Zitat von von José Mujica (Ex-Präsident von Uruguay):

"Von meinem persönlichen Standpunkt aus plädiere ich dafür in Bescheidenheit zu leben, denn um zu leben, musst du Freiheit haben und um Freiheit zu haben, musst du Zeit haben. Also bin ich bescheiden, um Zeit zu haben, denn wenn du mit Geld kaufst, zahlst du nicht mit Geld, sondern mit der Zeit die du damit verbracht hast dieses Geld zu verdienen."

Tädäää.

Moment, noch nix mit Tädäää, eins hab ich noch:

"Lebensumstände sind immer passend. Es geht gar nicht anders. Sie passen zu dem, was ich bin.
Je mehr ich mich verbiegen muss, um einen Lebensumstand zu erzeugen, desto mehr muss ich mich verbiegen, um mit ihm zu Leben."

Ist von Manuel Geisendorf -  Ich empfehle an dieser Stelle gerne seine Facebook-Seite "Erkennen, Verstehen, Verändern". Da gibt es keine weichgespülten Kalendersprüche sondern die nackte Wahrheit.

Tädäää!

Schönes Wochenende - und zwar ganz nach euren ureigenen Lebensumständen, hihi.

20. April 2016

Surprise, surprise!


Oooh, war das schön heute. Ich hab überraschend tulpige Blumenpost mit Schoki bekommen. Wie lange ist das schon her, dass ich Überraschungsblumen bekommen habe.... Und wie sehr ich mich drüber freue! Blumen + Schoki = ganz ganz großes Kino!

Dann hat sich tatsächlich auch noch das andere Maklerbüro gemeldet und wollte mich für Freitag zum Gespräch einladen...... in KÖLN. Haha, der war gut. Ich und mal eben nach Köln fahren. Klar, da bin ich ganz spontan, mach ich mit links. Schwuppdiwupp bin ich in Köln, ja, klar. Haha. Und die Schulungen, die wären dann bittesehr auch in Köln. Achsoooo. Jaaaaa, super, da simmer dabei, dat is prima! ... Oh Mann, so schnell hab ich ja noch nie eine Bewerbung zurückgezogen *g*, die Dame am Telefon war leicht perplex. Aber ich will da mal schön realistisch bleiben. Nicht auszudenken,wie dann erst mein Immobilienradius gewesen wäre... oh nein, das geht nicht. Mit mir nicht! Aber schön, dass man immerhin Interesse an mir hatte.

Ansonsten nichts Neues von der Front. Den Nachmittag auf dem Balkon in der Sonne gesessen und dem schönen Wetter sogar Shopping Queen geopfert. Und jetzt lese ich noch ein paar Seiten Leberkäskrimi und wünsche den zauberhaften Tulpen schon mal eine gute Nacht. Euch natürlich - die ihr nicht minder zauberhaft seid - auch! :-)

18. April 2016

Gedankengesindel.


Es ist schon bekloppt. Sonntags denke ich gegen Abend dann ganz klassisch: Ohweh, Ohweh, morgen muß ich wieder los. Schlafe schlecht, spüre in der Nacht jedes Zipperlein (natürlich auch die imaginären) und kaum bin ich im Büro angekommen, bin ich so abgelenkt, dass jeglicher Weltschmerz und ähnliches Gedankengesindel die Flatter gemacht haben. Was ist denn da jetzt los? Über anderthalb Jahre war ich Freifrau und hab es ganz passabel zuhause ausgehalten - und jetzt scheint es mir im Büro besser zu gehen? Häää???

Es ist auch mehr ein Wochenendproblem. Denn die freien Teilzeit-Nachmittage kann ich schon genießen. Ich versteh's nicht. Da freu ich mich die ganze Woche aufs Wochenende - und dann ist es irgendwie doof. Ich weiß auch nicht, ob da im Hinterstübchen immer noch latent dieser blödsinnige Gedanke schwelt: "Los jetzt!!! Es ist Wochenende! MACH! WAS! BESONDERES!" *wärgh*.

Gleiches ja am Samstag. Vormittag war ich total neben der Spur, am Nachmittag bei der Immo-Arbeit wieder alles paletti. Ohgott, ich sollte am besten durcharbeiten. (Nebenbei bemerkt habe ich mich gestern mal todesmutig auf einen "richtigen" Immojob beworben - nur mal so zum Ausprobieren, wie die Chancen stehen).

Oder kommen dann in der Ruhe diese quälenden Gedanken, was einem vermeintlich fehlt? Ich kann ja nun auch nicht permanent diese aufgesetzte Dankbarkeit praktizieren, dass ich einen Schlafanzug (leider nicht aus Frottee) und ein Dach überm Kopf habe. Insgeheim wünsche ich mir spaßige Unbeschwertheit. Haha. Keine Ahnung, wie das gehen soll, wenn der Spaß quasi schon aufhört, wenn ich für eine Aktivität das Haus verlassen muß. Und Spaß ist für mich ja nun nicht unbedingt, was andere machen.

Hmpf. Ich steh mir da wohl selbst im Weg ;-). Deswegen mache ich mich jetzt mal besser auf zu einem kleinen Spaziergang in der Sonne, das Köpfchen durchlüften... *wink*.

16. April 2016

Ich habe heute doch noch ein Foto für Dich!


Wenn das Leben Dir zu viel Erwachsenen-Sch*** gibt:

- Frotteeschlafanzug
- Lullabies
- Schoki
- Kuscheldecke
- Comics
- tausend Knuddler
- und die drei kleinen Schweinchen von IKEA

(Wenn der Schwede noch offen hätte, würde ich mir glatt eins holen...).

N8i

Ich habe heute leider kein Foto für Dich.

Wenn man nach erfolgreicher Arbeit herzlich zum Abschied in die Arme genommen wird, fühlt sich das ganz arg nach Traumjob an.

Die Immobilie ist heute verkauft worden, es war also mein letzter Einsatz dort. Die Eigentümerin war so herzlich. Dafür liebe ich den Job. Als die Käufer (die fleißig gefragt und ausgemessen haben), gegangen waren, meinte sie zu mir "Aber Sie bleiben noch einen Moment, ja?". Ach, das fand ich so süß. Ich war gerne dort.  Hat Spaß gemacht. Und ich freue mich, wenn die Kunden dann in ihrem Lebensplan wieder einen Schritt weiter sind.

Dabei fing der Tag so besch*** an. Ich wollte mich ja mit Freundinnen treffen. Und ich hatte gestern leichtfertig-überrumpelt zugesagt. Sollte ich mich nicht besser kennen? Direkt vom Immotermin zu einer Vierer-Runde hecheln - in ein Café mit lauter Musikbeschallung? Und wir wären zu VIERT! Hab ich denn nichts gelernt in all den Jahren? - Dieses Vorhaben war für mich HSP-INFJ absurd. Abwegig. Unrealistisch. Und eigentlich wollte ich eh nicht so recht. Also hat mir meine Seele (HÖR AUF DIE STIMME!!!) einen ordentlichen Arschtritt in Form diverser unangenehmer Unpäßlichkeiten verpaßt. Na toll. Lernen durch Leiden. Ich hab abgesagt. Wer weiß, ob ich noch mal wieder gefragt werde (war nicht die erste Absage von mir).

Aber sollte ich mich nicht gut genug kennen, dass ich weiß, dass zwei (für mich anstrengende) Aktionen hintereinander nicht funktionieren?

Also hab ich die letzten Fünkchen Energie zusammen gekratzt und hab mich wenigstens zum Immotermin gekämpft. Das geht einfach nicht, da kurzfristig abzusagen. Außerdem ist mir der Job so wichtig. Und als ich dort war, war auch alles gut. Okay, durch mein hysterisches Rumgeleide am Morgen war ich danach schon ziemlich im Eimer. Aber ich hab's durchgezogen. Und schön war's ja trotzdem.

Jedenfalls war dieser Tag mal wieder eine Lektion, besser auf mich achtzugeben, zu mir zu stehen wie ich bin und nicht Ja zu sagen, wenn ich gar nicht will. Egal was die anderen von mir denken.

Und jetzt gibt's Tee. Am liebsten würde ich in einen Frotteeschlafanzug schlüpfen und mich von Mutti zudecken lassen. Aber verdammt, ich bin viel zu alt dafür. Seufz.

15. April 2016

Simple Freuden.



Es ist Wochenende! Ja, ich kann mich wieder auf Wochenenden freuen, juhu. Morgen darf ich auch arbeiten, aber im Lieblingsjob (und am Mittwoch wieder). Hab Immobilientermin und treffe mich anschließend noch mit zwei Freundinnen im Café.

Meine Arbeitszeit hab ich jetzt auf sportliche 7 Uhr vorverlegt. Denn 12 Uhr Feierabend ist noch cooler. Viele in meiner Abteilung sind schon so früh da. In meinem Ex-Job wurde mir ja nahe gelegt, ich möge doch bitte um 8.15 Uhr morgens erscheinen (so viel zum Thema "Gleitzeit").

Ich hatte seit gestern eine riesige Datenaufgabe übertragen bekommen und unser EDV-Mann ist mir als Superheld zur Seite gesprungen - der hat mal eben eine Datenabfrage gemacht und mir eine mühselige mehrtägige Eingabe somit erspart. Wie cool ist das denn? Der hört im Nebenraum, wie ich diese Aufgabe übertragen bekomme und eilt mir freiwillig zur Hilfe? So viel Nettigkeit gibt es? Ich war begeistert.

Und ich möchte nie wieder als Assistentin arbeiten, wo man ständig auf Abruf sitzt und als Befehlsempfängerin wie ein Hündchen dem Chef apportieren darf. Ich habe viele Chefs erlebt, die das Privileg "Sekretärin" voll ausgelebt haben. Die haben sich noch (auch intern) von mir verbinden lassen. Total Old School. Einer wollte von mir seine Kiwi geschält haben. Ihn traf dann der Blick des Todes (er hat sie dann selbst geschält, großer Junge). Er soll froh sein, dass er noch in dem Alter ist, wo er nicht darauf angewiesen ist, dass man das Obst für ihn schält...

Nunja. Den Nachmittag habe ich auf der Heizdecke mit Guido verbracht, bei dem Aprilwetter verpaßt man ja auch draußen nix. Okay, ein kurzer Spaziergang zur Packstation war gerade noch drin.

Mit dem Minimalismus läuft es übrigens super. Ganz wie von selbst. Spontane Kaufimpulse lösen sich meist rasch in Luft auf. Ansonsten warte ich erstmal ab, und kaufe meist nur wohl überlegt. Die Freiheit, die mir der Konsumverzicht gibt, ist unbezahlbar. Und es ist einfach. Ich habe nicht das Gefühl, dass es ein echter Verzicht ist - also ich entbehre nichts. Neulich hab ich mir überlegt, ob ich mir mal seit Ewigkeiten eine Zeitschrift kaufe. Aber ich fand keinen plausiblen Grund, wozu. Das Internet ist voller Wohninspirationen (Instagram, Pinterest, die Schwedenmakler). Da kann ich die Bilder sogar noch viel mehr nach meinem Gusto selektieren. Und die Texte habe ich eh noch nie gelesen. Also brauch ich auch kein Altpapier mehr.

Natürlich bin ich ab und an auch von diversen Wohnideen angefixt. Aber auch das vergeht. Ich kaufe da nur ab und an paar Kleinigkeiten, das genügt. Es wäre mir nämlich erstens viel zu umständlich, wieder etwas auszutauschen (um es zu verkaufen oder im Keller zu lagern) und zweitens hält die Freude meist nur so lange, bis ich schon wieder was Neues entdecke. Das muß nicht sein. Da weiß ich, dass ich zu schnell begeisterungsfähig bin und lasse (meist) die Vernunft siegen. Zumal ich momentan mit dem IST-Zustand sehr zufrieden bin.

Und jetzt lege ich schön bei einer Tasse Tee die Füßchen hoch und schaue Weiterbildungsfernsehen (*mieten-kaufen-wohnen*).

Wünsche ein großartiges Wochenende - oder auch einfach nur ein saugemütliches...

11. April 2016

Neues von der Arbeitsfront.


Ich wollte ja schon die ganze Zeit mal updaten, aber irgendwie war dann alles andere wieder wichtiger. Zum Beispiel das Nickerchen am Nachmittag. Oder heute das ausgiebige Sonnenbad auf dem Balkon.

Ach, was soll ich berichten? Ich bin immer noch zwiegespalten. Heute früh im Auto hab ich gedanklich bereits gekündigt. Es ging mir nicht so gut. Und dann war es eben wieder so einer dieser Tage, wo ich mich ins Büro gequält habe. Aber - wie so oft - als ich dann dort war, ging es wieder einigermaßen. Genau DAS wollte ich ja auch: Mich nicht meinen Befindlichkeiten ergeben, sondern mich auch mal durchkämpfen und überwinden. Toll, hab ich jetzt auch bekommen, mein Übungsfeld.

Heute sind ja die Osterferien zu Ende gewesen. Das war schon geil, zügig am verstopften Gegenfluß vorbei zu ziehen. Da war dann auch Umkehren weil *ich-kündige-mir-gehts-nicht-gut-und-überhaupt* keine Option mehr.

Dann hab ich auch keinerlei Parkplatznot oder lange Wege: Der Arbeitgeber hat eine große Tiefgarage. Genial.

Die Kollegen sind ja auch alle nett. Eine kam heute zu mir rein und hat ganz lieb gefragt, ob alles okay ist. Als stünden mir die Kündigungsgedanken in heller Leuchtschrift auf der Stirn.

Aber meine Pläne, dort in der Kantine zu essen oder gar nach Dienstschluß noch in dem wunderschönen Ort bummeln zu gehen, hab ich sofort wieder verworfen. Wenn Schluß ist, will ich einfach nur heim. Und zwar direkt und sofort und ratzifatzi und da düse ich sogar direkt über die Autobahn (obwohl ich da früher immer Panikattacken hatte).

Ich fange morgens um 7.15 Uhr an und mache pünktlich um 12.15 Uhr Schluß - zumindest, solange man mich läßt. Es gibt zwar Gleitzeit, aber in unserem Bereich dürfen wir keine Gleittage nehmen. So what? Also mache ich keine Überstunden. Und bin um halb eins daheim, juhuuu, noch so viel Tag übrig, das entschädigt für alles.

Und da liegt auch der Knackpunkt: Wenn Du Freifrau und Zeitmillionärin bist, dann wird Ausschlafen und Faulenzen Alltag. Es gibt kein Wochenende mehr, weil jeder Tag Wochenende ist. "Too much of anything can make you sick." Jetzt ist Ausschlafen wieder was besonderes, genauso wie ein freier Tag. Und mittwochs wird wieder Bergfest gefeiert. Und eben auch dieses "Augen-zu-und-durch".

Am Freitag kommt die nächste neue Kollegin als Verstärkung. Ich bin schon gespannt. Ich hege so die Hoffnung, dass wir dann sowas wie Verbündete sein könnten. Ich werde sehen...

Und ich behalte mir jederzeit vor, das Handtuch werfen zu dürfen. Wohl wissend, dass ich so einen Job eher nicht wieder finden werde. Also ohne dieses amerikanische Chichi... überkandidelte Beurteilungsgespräche (höher-schneller-weiter), Showgehabe und sinnbefreite Teammeetings. Und der aktuelle Job kann ja nun auch nix dafür, dass ich mich irgendwie grundsätzlich nicht mehr im Büro sehe, aber der Immojob eben nicht genug hergibt, um davon den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Also erstmal weiter schauen und auf mich zukommen lassen. Allerdings hab ich nur sechs Wochen Probezeit.... aber was soll's, auch danach bedeutet nicht lebenslänglich.

Im Herzen immer noch Freifrau...

3. April 2016

Lieblings-Wohnbild der Woche.

So ein kleines bißchen vermisse ich meinen Wohnblog schon. Und da ich meinen Blog ja intuitiv führe (ein besserer Ausdruck für chaotisch und ohne klare Linie), ist mir mal wieder danach, ein schönes Inspirationsfoto zu zeigen.

Photo via Hemnet.se

Draußen. Da lechzen wir doch alle nach. Bei uns war der gestrige Tag leider nicht so sonnig, wie vorhergesagt. Zum Glück konnte ich wenigstens eine Stunde auf dem Balkon bei strahlendem Sonnschein verbringen, später war ich tatsächlich noch eine kleine Runde spazieren *geht-ja-doch*. Zum abends draußen sitzen mit schönen Lichtlein und Kerzen ist es aber eindeutig noch viel zu kalt.

Heute ja leider auch nix mit Balkonien. Blöder Saharasand, der die Sonne wie mit Hochnebel verdeckt. Buuuuh! Buuuuuh! So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Buuuuh! Da sieht man mal wieder, dass man erwartungsfrei besser lebt: Es erspart Enttäuschungen und man bleibt flexibel *g*. Immerhin bleibt mir mein Sofa treu. Darauf ist einfach immer Verlaß, hihi.

So, und Morgen geht es dann weiter. Die erste richtige Arbeitswoche. Nicht mehr alles ganz neu wie am ersten Tag, lediglich ein paar neue Gesichter mehr. Auch wenn die Gefühle nach wie vor gemischt sind, ist meine oberste Prioriät, mich nicht verrückt zu machen. Ich mache dort meine Arbeit, ohne mich hetzen zu lassen. Ich bin nicht da, um die Erwartungen aller zu erfüllen. Und ich hab auch nichts zu verlieren. Erstmal weiter alles angucken und mich dann freuen, wenn die nächste Verstärkung in zwei Wochen kommt. Wir sitzen ja dann im gleichen Boot ;-). Ich will auch gar nicht wieder in alte Muster verfallen, mich über alles aufregen und so. Das tut keinem gut. Außerdem gibt es - rein realistisch betrachtet - auch noch überhaupt nix, worüber ich mich aufregen könnte. Es sind nur Befürchtungen in meinem Kopf. Da können die anderen ja nun auch nix für. Also lasse ich mal schön die Kirche im Dorf.

Macht euch einen schönen Sonntag! Ob mit oder ohne Sonne...





2. April 2016

Gut genug.


Kam gestern in einer Talkshow zum Thema "Entscheidungen". Spricht mir aus der Seele. Der Optimierungswahn, die Qual der Wahl. Hinter der Ecke könnte ja noch was Besseres lauern. Die neue Klamotte bringt mir Erfüllung. Wenn ich erstmal die Traumwohnung habe, wird alles gut. Naja, ihr wisst schon.

Es lebe die Genügsamkeit.
Kann das gar nicht oft genug sagen.

Und wenn ich aufhöre, dem Glück ständig hinterher zu jagen, stellt sich dann sowas wie Zufriedenheit ein. Ich habe immer, was ich brauche. Und was ich nicht habe, brauche ich auch nicht. Und es DARF mir beschissen gehen. Ich muß nicht alles können, immer freundlich sein, jeden Tag leben als wäre es der letzte oder ein toll inszeniertes Leben auf Instagram präsentieren. Anspruchslos frei sein.

Und wenn die Sonne scheint, ist das ein Extra Bonus. Kostet nicht mal was. Scheint einfach so. Gratis-Glück, das quasi vom Himmel fällt. Happy weekend!


1. April 2016

Erste Eindrücke und gemischte Gefühle.


Ach. Gar nicht so einfach, ein Résumée für heute zu ziehen. Ich weiß selbst noch nicht so recht. Die Leute sind schon mal alle sehr nett. Auch meine Zimmerkollegin. Alles gut. Sitze in einem Zweierbüro. Ein paar Kleinigkeiten, die mich in Sachen Rahmenbedingungen noch irritieren - aber das schau ich mir einfach erst an.

Was für mich schwierig ist: Da will ich downsizen (habe ja die Stundenzahl reduziert und mir ganz bewußt einen vermeintlich "einfachen" Job ausgesucht), aber man sieht prompt Potenzial in mir. Ich sei ja überqualifiziert und man könne sich eine andere Position später für mich vorstellen. - Aber, aber... aber ich will es doch so. Wie sagt man am ersten Tag, dass man sich gar nicht weiter entwickeln möchte?

Und dann sind da noch die Unmengen an Arbeit. Die Arbeit an sich mag einfach sein, aber davon gibt es verdammt viel. Stapelweise. Alle haben schon freudig auf mich gewartet. Wie soll ich das in fünf Stunden täglich schaffen? Das macht mir etwas Angst...

Alles in allem war es schön, wieder arbeiten gewesen zu sein. Doch habe ich ein klein wenig Schiss, komplett überrollt zu werden. Liegt dann wohl an mir, mich entsprechend abzugrenzen und zu priorisieren. Das Gelassenheitsthema verfolgt mich offenbar immer wieder.

War ja nur der erste Tag. Die nächste Woche wird sicher aufschlußreicher, zumal dann auch der Rest aus dem Urlaub zurück ist (noch mehr Arbeit).

In zwei Wochen kommt weitere Verstärkung. Dann bin ich wenigstens nicht mehr die einzige, auf die sich alle stürzen wollen. Und im Juni nochmal weitere Verstärkung. (Ja, ich wurde in einem Bereich angestellt, der komplett abgesoffen ist).

So. Jetzt aber erstmal Wochenende. Und Sonne, Sonne, ganz viel Sonne.

Today's the day.


Jetzt geht's looohooos, jetzt geht's looohoooos! Oh mein Gott. Der erste Arbeitstag liegt vor mir. *klopf-klop* geht das Herzilein. Hallo Aufregung, hallo Neustart. Während ich mich wahrscheinlich gerade im Auto mit Menderes-Parolen anfeuere "COME ON!!!! COME ON!!!!", habt ihr hoffentlich bereits feste - wie versprochen - Daumen, Zehen und Pfoten (soweit vorhanden) gedrückt.

Ich hab mir extra eine Großpackung Neurodoron bestellt. Die helfen mir ganz gut bei Aufregung. Da will ich ja nix dem Zufall überlassen *ohgott, ich stell mich vielleicht an, hihi*.

Fünf Stunden. Das ist doch zu schaffen. Ich habe eine Bekannte, die alleinerziehend mit fünfjährigem Kind ist und auch gerade einen neuen Job angefangen hat: In Vollzeit wohlgemerkt mit weiterem Anfahrtsweg als ich. Ich sollte mich echt was schämen, ne?

Außerdem winkt ein mega Wochenende mit Sonne satt. Da hat man ja endlich was zum vorfreuen. Mein Balkon ist ja schon viel länger soweit (bis auf den blöden Outdoorteppich von IKEA, der in der Hanauer Filiale immer noch nicht verfügbar ist). Ich freu mich, ich freu mich, ich freu mich. Nix geplant, nur Zeit für MICH und die Sonne. Herrlich.


Nach dieser langen Phase des Nichtstuns ist jetzt die größte Herausforderung für mich, die richtige Balance zu finden. Und aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen (neee, ich will mich nicht mehr verrückt machen, neee, neee, neee).

Sobald ich die Eindrücke des ersten Tages verdaut habe, melde ich mich wieder!

*mit-schweißnassem-Händchen-wink*