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31. Dezember 2015

Alles mal so lassen.


Das wär doch mal das krasse Gegenprogramm zu den üblichen Neujahrsvorsätzen. Da geht's ja sonst immer nur um Veränderungen und Selbstoptimierung.

Einen kurzen Moment hab ich mir überlegt, mal ein Jahr lang nichts in der Wohnung zu verändern. Also - im Wohnzimmer (das ist schon schwer genug). Keine Möbel mehr rücken, nicht umdekorieren, einfach mal lassen.

Dabei hatte ich schon die nächste Limited Edition von Ikea ins Auge gefaßt, da gibt es bei dieser brasilianisch-inspirierten Kollektion so hübsche Kissenhüllen in schwarz-weiß, genau mein Ding.

Würde ich das schaffen? Ein Jahr alles so lassen?

Und wenn was kaputt geht oder 'ne Pflanze eingeht - es einfach so lassen? Mut zur Lücke? (Also die kranke Pflanze würde ich dann schon entsorgen und nicht das Gerippe stehen lassen *g*).

Ich flute mich ja ständig mit Interior-Porn via Instagram, Pinterest und Schwedenmakler. Da ist wirklich IMMER was dabei, das mich anspricht. So viele schöne Ideen - kann man gar nicht alle umsetzen.

Also.... Dekorationsfasten quasi.

Doch dann stelle ich mir die Frage: Wozu soll das gut sein?

Die Überlegung war ja: Jetzt ist es schön, ich bin rundum zufrieden. Warum dann nicht das ganze Jahr über? - Und ich liebe ja solche Experimente (zumindest in der Theorie).

Andererseits hat das Umdekorieren immer einen großen therapeutischen Effekt. Will ich darauf verzichten?

Und dann kam ich zu dem Schluß, ich kann es auch lassen das mit Lassen und einfach alles auf mich zukommen lassen.

Guten Rutsch!

30. Dezember 2015

Jahreswechsel, mal wieder.


Erst das sentimentale Weihnachtsgedöns (mit tollem Frühlingswetter) und jetzt der Jahreswechsel. Zeit Bilanz zu ziehen? Zeit für gute Vorsätze? Zeit für meine Jahreswechselrituale? - NEIN. Diesmal nicht. Mein vergangenes Jahr hat so einiges über den Haufen geworfen, das ist präsent genug und muß nicht weiter bilanziert werden. Die Lernfähigkeit, dass die üblichen Neujahrsvorsätze sowieso zum Scheitern verurteilt sind, sollte inzwischen auch eingesetzt haben. (So langsam hab ich auch keinen Bock mehr, mir jedes Jahr das gleiche vorzunehmen, weil's mal wieder nicht geklappt hat. Nö, das brauch ich nicht. Vorsätze werden rigoros wegminimalisiert. Paßt schon).

Ich gebe dieses Jahr sogar meine traditionellen Jahreswechselrituale auf. Rituale sind schön, aber der Aberglaube dahinter völliger Quatsch. Sonst habe ich immer alles "ins Reine gebracht" vor Silvester: Den Müll bis auf den allerletzten Fitzel rausgebracht, das Bett frisch bezogen, komplett die Wäsche gemacht. Ich wollte keine Altlasten (symbolisch) mit ins Neue Jahr nehmen. Und soll ich euch mal was sagen? Die Altlasten haben sich köstlich darüber amüsiert und sich einen Dreck darum geschert. Die lassen sich von so einem aufgesetzten Budenzauber nicht beeindrucken. Da greifen nur andere Bewältigungsstrategien. Wär ja auch zu einfach: Ich hänge mir ein Brad-Pitt-Foto an den Kühlschrank und ruckzuck ist Angelina geschieden. Ich werfe ein paar Münzen in die Feng-Shui-Wohlstandsecke und gewinne im Lotto (sogar ohne gespielt zu haben). Ich überklebe die Digitalanzeige meiner Waage mit meinem Wunschgewicht und bin Ende des Jahres rank und schlank. So läuft das nicht.

Ich kann ja auch einfach mal "es ist wie es ist" verinnerlichen. Der Rest schickt sich. Und mal ehrlich: Brad Pitt wäre mir viel zu anstrengend ;-))))).

Die Dinge verändern sich nicht, weil ich meine Bude auf Vordermann bringe oder weil gerade Jahreswechsel ist, die Dinge ändern sich so oder so. Wäsche hin oder her. Wozu dann den Aufriß? Gewaschen wird jetzt erst, wenn die Maschine voll ist. Aufgeräumt ist ja sowieso fast immer. Veränderung gehört zum Leben dazu. Ob Jahreswechsel, Mitte April oder Ende Oktober. Wurschtegal.

Das einzige, das sich dieses Jahr überraschend geändert hat: Ich werde (ausnahmsweise) Silvester ein bißchen feiern...

(Photo via Pixabay)

29. Dezember 2015

Streßpakete.



*haha*, der Schotty..... Ich gucke gerade die vorletzte Folge der 5. Staffel "Tatortreiniger" und da haut er wieder die Lebensphilosophie raus, haste nich gesehen. Muß ich gleich teilen als Wort zur guten Nacht:

Schotty zur obergestreßten Irren:

"Irgendwann hab ich dann beschlossen, dass es das einfach nich wert is. Ich hab's mir mal ausgerechnet: Wenn's hoch kommt, dann hab ich vielleicht noch zehn Weltmeisterschaften in meinem Leben vor mir. ... ZEHN!!!! ... Das ist an sich schon total wenig, da will ich keine einzige von riskieren, nur weil ich vor Streß vorher schon tot umgefallen bin. - Gut, bei mir steht auch immer wieder mal der Postbote vor der Tür und sacht 'Guden Tach, ich hab hier 'n Streßpaket für Sie".

Die obergestreßte Irre:

"Und dann?"

Schotty:

"Und dann muß man sofort sagen: 'Annahme verweigert, geht zurück an den Absender!'"

Na, wo er recht hat, hat er recht. Und wer das nicht kapiert, dem schickt der Postbote immer wieder neue Pakete, zum üben und zum lernen.

Offtopic: Ich war ja gestern total überrascht, als ich "Mord mit Aussicht" geschaut habe und erst nach 'ner Dreiviertelstunde gepeilt hatte: "MANN! Das ist ja der SCHOTTY!!!", hihi, das disqualifiziert mich eindeutig als Schnellmerkerin...

Rainer, der Tellerwäscher.


Ich kann nicht anders - alternative Lebensentwürfe faszinieren mich einfach. Ganz besonders, wenn es mit Minimalismus einher geht.

Kennt ihr Rainer? Rainer Langhans? Diesen Kommunen-Alt-Hippie mit der grauen Lockenmähne? Ich glaube, Rainer war noch nie in seinem Leben in einem Angestelltenverhältnis (offiziell ist er Autor und Filmemacher). Dazu ist er viel zu sehr Freigeist. Der war schon Minimalist, als es den Begriff noch gar nicht gab. Einmal war er sowas ähnliches wie angestellt - im Dschungelcamp (und bei Utopia). Da war er vielleicht dann doch etwas klamm, oder steckte da inbrünstiger Abenteuergeist dahinter?

Jedenfalls hab ich ihn neulich zufällig auf YouTube in einem Beitrag über Minimalismus entdeckt. Mit einer Home-Story sozusagen. Der Rainer in seinem reinweißen Einraumapartment in München. Wenig möbliert, aber stilvoll-minimalistisch-weiße Bettwaren. Sehr gut. Ein paar Bücherstapel, die er wieder in Umlauf bringt. Kein Kleiderschrank - die paar Klamotten, die er hat, bewahrt er im Spülschrank auf. Denn der Rainer braucht keine Spülmittel. Der leckt die Teller einfach ab, bevor er sie mit Wasser abspült. Boah.

Einen Kühlschrank hat und braucht er auch nicht.

Ich stelle mir Rainer gerade vor, wie er als Buchhalter in einem großen Unternehmen arbeitet und zum jährlichen Verurteilungs... äh... Beurteilungsgespräch gerufen wird. "Herr Langhans, wir müssen an Ihren Zielen für 2016 arbeiten. Da muß die Latte noch ein bißchen höher gelegt werden!". Nee, solche demütigenden Spielchen kann man mit Rainer nicht spielen. "Behaltet eurer Geld, ich leck lieber meine Teller ab."

Man könnte ihn als faule Socke bezeichnen.... oder als Lebenskünstler. Ich weiß sonst nichts über ihn. Da war früher was mit Vielweiberei. Wie auch immer. Mal wieder bin ich von diesem Anderssein gefesselt. - Nach dem Motto: Ach, guck mal. So geht's also auch.

Allerdings mag ich nach wie vor meine Spülmaschine benutzen.
(Was macht Rainer eigentlich mit Tassen??? - Steilvorlage. Hat nicht mehr alle im Schrank *hihi*).


Hier jetzt das Video, Rainer ab 6:45 ("Er hat nicht viel, und er braucht nicht viel"):





PS.: Rainer hat auch einen Blog. Gestartet 2008. Ein Beitrag *g*. Rainer ist eben Minimalist.

28. Dezember 2015

Ikea Erlebniswelt.


Die Welt ist echt irre. Zwischen den Jahren haben ja viele frei. Was liegt näher, als zu IKEA zu pilgern, um ungeliebte Geschenke (kann ja gar nicht sein, wenn von IKEA) umzutauschen, Geschenkgutscheine einzulösen, Frühstücken zu gehen und die lieben Kinderlein im Smaland zu parken.

Weil ich ja ähnlich verrückt bin und mir partout in den Kopf gesetzt hatte, dass ich diese LED-Kugellampen unbedingt und sofort haben muß, ging es heute morgen also direkt hin. Gottseidank war ich kurz vor Öffnung schon da. Das Restaurant war bereits proppevoll und vor der Möbelausstellung hatte sich bereits ein wartender Pulk eingefunden. Oh, schöne IKEA-Welt, ich kann's ja verstehen.

Jedenfalls bin ich im Stechschritt unverzüglich, gänzlich ohne Umwege und bar jeder Spontankäufe, direkt in die Lampenabteilung marschiert. Aaaaaah, da hingen sie schon, die Kugeln. Schöööööön. Hab eine große (E27) und eine kleine (E14) mitgenommen. Für funzeliges Stimmungslicht, denn die LEDs haben in etwa die Leuchtkraft einer Kerze. Was ich gar nicht schlimm finde. Ich brauche ja keine Stadionbeleuchtung im Sofaheim. Mal sehen, wie sie sich heute abend machen.

Aussehen tun sie schon mal gar wundervoll. Ich bin völllig verzückt.

Nach dieser effizienten Hauruck-Aktion ging es auch an der Kasse ratzfatz (ich hatte bereits alle anderen Möbelhausbesucher in weltrekordverdächtigem Tempo abgehängt). Als ich dann rausfuhr traute ich meinen Augen kaum: Rückstau so weit das Auge reicht. Ja, wer ist denn bitteschön so bekloppt und fährt ausgerechnet HEUTE zu Ikea? *ggg*

27. Dezember 2015

Die Tatortreiniger-Philosophie



"Soll das heißen, Du bist zu faul zum Glücklichsein?"

"Nee, aber Glück ist halt auch echt oft zu anstrengend. [...] Genau da will ich eben nicht drum kämpfen. [...] Man kämpft doch eh schon jeden Tag: Mit Parkplatzsuche, mit Terminstreß, mit seinem Chef, mit dem Laufband, mit irgend welchen Arschlöchern. Aber dass ich dann auch noch um mein Glück und die Liebe kämpfen soll? Nee, das will ich nich."

Jetzt kenne ich endlich auch den Schotty. Ich brauch ja für mancherlei "Trends" etwas länger. Macht ja nix. Besser spät als nie. Kurz vor Ende meines Netflix-Abos hab ich mir dann noch etliche Folgen des Tatortreinigers reingezogen. Sehr cool. Bodenständig. Nordisch. Mag ich.

Der obige Dialog stammt aus der Folge "Angehörige" (Staffel 2, Folge 4). Ich glaub, ich bin auch zu faul zum Glücklichsein. Der normale Alltag ist ja schon stressig genug. Okay, meiner nicht gerade. Aber trotzdem. Ich hab jetzt immer das Bild von Mama vor Augen, auf dem Sofa sitzend und zufrieden. Einfach so. Ohne Kampf und ohne Krampf.

An der Beziehung arbeiten, die Gewichtsprobleme angehen, das Selbstoptimierungsding. Und da treffen sich die Gurus doch alle wieder bei "Lieben was ist". Ob Eckhart, Katie, Mama oder der Tatortreiniger. So isses doch. Kann ich ja ruhig faul bleiben. Find ich gut.

(Photo via Pixabay)

26. Dezember 2015

What's up... äh... WhatsApp.


Ich bin gerade schreibwütig. Merkt man, gell? Vielleicht ist damit die anhaltende Schreibflaute der letzten Wochen überwunden. Vielleicht auch nicht.

Ich wollte mal berichten, wie's so mit dem Smartphone läuft. Kann schon mal gleich sagen, dass es mich ganz und garnicht versklavt hat. Ich würde jetzt nicht so weit gehen, dass ich behaupten würde, es hätt's nicht gebraucht. Es ist einfach praktisch, auch mal aufm Sofa meiner Buddha-Mutter Sachen im Internet zeigen zu können (sie hat ja kein WLAN oder gar Internet), oder als ich mich in Frankfurt verirrt hatte, den Weg zu suchen (und ihn nicht zu finden und dann analog eine Passantin zu fragen *g*).

Aber das coolste ist wirklich WhatsApp. So ganz spontan mal eben mit paar Leuten schwatzen. Das ist wirklich sehr schön. Abends schalte ich das Smarty aber konsequent komplett aus. Ich will nach wie vor nicht immer erreichbar sein.

So las ich dann heute morgen erst die WhatsApp-Nachricht eines Beinahe-Dates. Wir hatten bisher nur kurz geschrieben, uns aber noch nicht getroffen. Auf WhatsApp bisher nur einen Weihnachtsgruß. Da schreibt er gestern Abend: "Im Fernsehen: Nordsee aus der Luft."

???

Aha.

Nordsee also. Aus der Luft. Im Fernsehen.

Um 22.45 h.

Hat der was getrunken? Oder die falschen Kekse gegessen? Was soll mir diese Botschaft vermitteln? Okay, es ist ein Mann, also lautet die Botschaft: ImFernsehenNordseeausderLuft.

Was soll ich darauf antworten?

Zuhause: Plätzchen im Mund.

Oder:

Am Abend: Wohnung umdekoriert.

Oder:

Am Smartphone: Botschaft nicht verstanden.

Oder:

Im Bauch: Wegen Überfüllung geschlossen.

Diese virtuelle Kommunikation ist schon putzig. - Vielleicht war die Nachricht auch gar nicht für mich bestimmt?

Das Weihnachtsrefugium.


Während ich gerade ein paar Plätzchen zum Frühstück mampfe (Weihnachten darf man das), trage ich gerade die wenigen Spontan-Schnappschüsse der Weihnachtsbude zusammen. Die Herausforderung: Finde das Weihnachten!

Auf dem ersten Bild ist der Netflix-Tatort. Da mein Abo morgen abläuft, hatte ich mir noch die ersten zwei Staffeln des "Tatortreinigers" angeschaut. Netflix werde ich nicht verlängern. Mal wieder hab ich festgestellt: Ich brauche das nicht. Einzige Weihnachtsdeko im Bild: Der Papierstern, der im Fenster hängt. Der hängt auch jetzt noch.


Aber hier hatte ich weihnachtlich regelrecht rangeklotzt für meine Verhältnisse. Das Bäumchen (ein echtes) mit zwei Sternen und Lichterkette (steht jetzt ohne das Gedöns aufm Balkon). Der Kerzenständer ging leider nur bis 21, hihi. Hier noch die Gesamtsicht:


Die Fotos hab ich mit der rosa Dummikamera gemacht, deswegen sind sie ein bißchen blurry. Wie man ja auch sehen kann, liegt die große Kamera im Kaminschränkchen. Hätt ich die erst auskramen und einstellen müssen, wären diese Bilder nie im Leben entstanden *es lebe die Faulheit*. Ich könnte auch sagen: "Das sind special effects, das gehört so. Fängt das sanfte weihnachtliche Licht zarter ein!" (ja, is klar).

Hier noch der Eß- und Arbeitsplatz mit den zwei Augenkissen, die sich immer angucken. Ich vermute ja, dass die sich immer heimlich zuzwinkern, wenn ich nicht hinschaue... *klimper-klimper*.


Doch der allertollste Weihnachtsplatz:


Schöne Zeit wünsche ich euch!

25. Dezember 2015

Lampenliebe.


Ich MUSS am Montag zu IKEA. Unbedingt. Was direkt nach Weihnachten und mit Beginn des KNUT-Schlußverkaufs völliger Irrsinn ist. Aber ich bin schockverliebt in diese LED-Lampenkugeln. Ich brauche schätzungsweise drei davon. Hab ja jetzt noch zwei Tage, um für diesen Höllenritt Kräfte zu sammeln.... Okay, ich hätt auch so gefaulenzt...

Meine drei Lämpchen werden alle von ihrem Schirm befreit und dürfen in modern-schlichten Design neu erstrahlen. Juhu & *vorfreu*.


Weihnachten ist bei mir schon vorbei. Das Bäumchen durfte jetzt nach draußen auf den Balkon. Die Lichterkette ist abgeräumt. Nur die Papiersterne durften noch bleiben.

Morgen poste ich wohl noch ein paar Wohnungsimpressionen. Hab vorher nämlich noch Fotos gemacht. Von dem bißchen Weihnachtsbudenzauber, hihi. Jetzt ist alles schon etwas reduzierter. Ich mag's grade wieder etwas minimalistischer.

Pictures via IKEA Livet Hemma

Buddha & Mama.



An Heilig Abend hab ich versucht, meiner Mama den Buddhismus zu erklären. Dass da der junge Königssohn aus dem Palast auszog, weil er erkannt hat, wie viel Leid es außerhalb der Palastmauern gibt. Seine Experimente mit Fasten, Askese etc. bis zur Erleuchtung unterm Baum. Dass sich alles darum dreht, das Leiden aufzulösen.

Sagt meine Mama: "Aber ich leide doch gar nicht."



*verblüfftes und andächtiges Schweigen meinerseits*

Oh.


So einfach geht's auch.


Da zieh ich mir Eckhart-Tolle-Videos rein, lese Blogbeiträge übers Glücklichsein, mache "The Work" mit Byron Katie - und Mama sitzt aufm Sofa und ist rundum zufrieden. Nächstes Mal frag ich gleich Mama.

(Photo via Pixabay)

24. Dezember 2015

Weg mit der Weihnachtsdeko.


Draußen scheint gerade so schön die Sonne bei ganz milden Temperaturen. Und wie üblich juckt es mir schon in den Fingerchen, die sowieso schon marginale Weihnachtsdeko bereits vorzeitig in den Keller zu räumen. Alles hell und klar soll es sein. Aber ich halte diesmal durch. Wenigstens bis morgen *g*.  Und wenn ich höre, was bei anderen so dieser Tage los ist, bin ich insgeheim doch heilfroh und dankbar, die Weihnachtstage völlig entspannt verbringen zu können. Das nächste Jahr bietet mir bereits genug neue Herausforderungen, da will ich die letzten Tage des Jahres nochmal so richtig hemmungslos faul sein.

Mir ist Freiheit so wichtig geworden. Oberste Priorität. Wichtiger als alles Materielle. (Nur Gesundheit ist natürlich noch wichtiger). Aber Freiheit? Unbezahlbar. Aber es gehört auch viel Mut, Zuversicht und Vertrauen dazu. Hatte ich Gelassenheit erwähnt? Dieses "normal" sein, sich schön an die gesellschaftlichen Normen anpassen. Funktionieren. Hamsterrad. Ich will das alles nicht mehr. Für irgend welches Gelumps, das mir kurzfristig Trost bieten soll, sich abzubuckeln und die eigene Gesundheit hinten anzustellen? Mich für jemanden verbiegen und mich selbst dabei verleugnen? Nein, danke. Das hatte ich zu Genüge.

Es ist ein komisches Gefühl, wenn sich viel Raum auftut. Aber gleichzeitig auch schön. So vieles ist offen. Aufatmen. Kein Druck. Kein Zwang. Einfach nur Sein.

23. Dezember 2015

Holly-Jolly.


So kurz vorm Fest hab ich noch mal den puscheligen Schneehasen ausgegraben. Von allen Seiten wird man ja mit sentimentalem Gedöns zugeschüttet. Familienidylle, wir haben uns alle so lieb weil Weihnachten ist, Mildtätigkeit ist saisonal besonders hoch im Kurs, wir hauen jede Menge Geld für Konsumkram raus, kein Kind läßt sich mehr mit einem Buch hinterm Ofen vorlocken. Wir kaufen und tischen reichlich auf. Die Werbespots werden immer rührseliger (wo die Botschaft letztendlich doch nur zu Imagepflege und dem Kaufanreiz dient). Der EDEKA-Opa, der seinen Tod vortäuscht, um die ganze Familie endlich mal zusammen zu bekommen, wäre im echten Leben sofort wegen geistiger Umnachtung in eine Pflegeeinrichtung gegeben worden. Diese schmalzige Augenwischerei.

Ich plädiere dafür, Weihnachten so zu nehmen, wie es sich bietet. Hast Du schmalzige Familienidylle: Schön. Hast Du null Bock auf Lamettaglitzer: Auch gut. Wirst Du sentimental und fühlst Dich einsam? Muß nicht sein. Weihnachten ist erstmal nur ein Datum. Die Bedeutung gibt sich jeder selbst. Also kein Grund zum Verzweifeln oder zum Ausflippen.

Und ab Montag gibt's dann die ganze Weihnachtsschoki zum halben Preis. Wenn das kein Trost ist *g*.

Macht euch ein paar schöne Tage.
Jeder, wie er mag.
Ob mit oder ohne Schmalz - Hauptsache mit Schoki!

Frohe Weihnachten.

21. Dezember 2015

Affengeiles Jahr.


Nein, damit meine ich nicht DIESES Jahr, sondern nächstes Jahr. Denn laut chinesischem Horoskop ist 2016 das Jahr des Affen. Und *tadaaaaaa* - Das bin ich! Ein Affe. Gut, gell? Das läßt doch einiges erwarten. Nur doof, dass ich nicht so recht an Horoskope glaube. Aber ich hab spontan beschlossen, das sofort zu ändern. Umso mehr, nachdem ich das Jahreshoroskop in der VOGUE gelesen hab. Hallo?! IN DER VOGUE - das muß ja stimmen. Schon allein die Überschrift "Schwimmen im Glück" ließ mich doch unvermittelt ganz fest an die Astrologie glauben. Jauchz.

Ich zitiere mal glückstaumelnd nur den Einleitungssatz:

"Vor­hang auf für Ihr Jahreshoroskop 2016 mit tosendem Applaus: 2016, im chinesischen Kalender das „Jahr des Affen“, werden Sie sich so stark und blendend fühlen wie nie zuvor. Und diese Gunst wird Ihnen wohl nie mehr widerfahren, es sei denn, Sie leben noch weitere knapp hundert Jahre."

Das produziert Schnappatmung. Atemlos durch das Jahr. Woo-hooo. Da brauch ich ja nicht mal mehr gute Vorsätze fassen, wenn's eh läuft wie geschmiert. Aufbruchstimmung.

(Naja, und wenn's dann doch schief geht, zieh ich mir einfach wieder ein paar Eckhart-Tolle-Pullunder-Videos rein, und dann wird doch alles gut *ssshhhh*).

Na? Habt ihr schon neugierig geschaut, wie eure Sterne stehen?

18. Dezember 2015

Minimalismus trifft Kleidung (Rezension)


So, jetzt hab ich es also gelesen, das neueste Buch von Pia Mester, die mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Im Gegensatz zu ihrem letzten Buch war ich diesmal sofort sehr vom Cover angetan: Es ist rosa, ich muß es haben! Gefällt mir ausgesprochen gut.

Doch dann...... ein Faux-pas.... springt mir ins Auge wie eine fiese Birkenpolle. Es geht um Guiiiidooo. Sie erwähnt Shopping Queen und schreibt "Guido Maria Kretschmar". Pia, nächstes Mal engagierst Du mich als Lektorin, dann lese ich das Buch VOR dem Erscheinen und weise Dich darauf hin, dass es Kretschmer heißen muß. Kannste doch nicht machen, unser Guido.... ;-)))).

Okay, kommen wir aber zurück zu dem, was wirklich zählt: Minimalismus im Kleiderschrank. Da kann ich mich gleich mal als totale Versagerin outen. Ich habe zwei HEMNES-Kleiderschränke und eine -Kommode, die aus allen Nähten platzen. Vollgestopft über die maximale Kapazität hinaus. Quetsch-quetsch. Kann mich dieses Buch retten?

Das Buch bietet quasi eine Vier-Wochen-Kur, um dem Problem zu Leibe zu rücken. Nun wollte ich mit der Rezension aber keinen ganzen Monat warten, und habe es in einem Rutsch durch gelesen. Es liest sich leicht und sehr verständlich. Pia beleuchtet die Problematik gründlich und bietet praktische Schritt-für-Schritt-Anleitungen, um sich ein stimmiges Konzept zu erarbeiten. Das ist mit Arbeit verbunden, kann ich euch gleich sagen, von nix kommt nix. Sei es alles rausräumen und sichten oder täglich sein Styling-Tagebuch zu führen. Das ganze hat wirklich Methode!

Besonders fasziniert mich der Aspekt der "Uniform" bzw. des "Signature-Looks". Ihr wißt schon, so wie Mark Zuckerberg oder Steve Jobs. Hab ich auch schon mal drüber nachgedacht, wie einfach das wäre. Pia empfiehlt in ihrem Buch die Wahl einer (oder auch zwei) Grundfarben. Meine wäre da ganz klar Schwarz. Wäre es da nicht geradezu genial einfach, ich würde grundsätzlich nur noch Schwarz tragen (macht zudem schlanker *g*) und dresche dann einfach einen meiner 100 Schals drauf?

In Sachen Hose hab ich ja schon nur ein Key-Piece. Seit etwa 8 Jahren kaufe ich nur noch dieses eine Hosenmodell (und als Bootcut out war, war mir das sowas von schnurzpiepegal). Diese Hose habe ich 3x in Schwarz, 2x Schwarz-Nadelstreifen, 2x Lila, 1x Dunkelbraun, 1x Dunkelblau, 1x Bordeaux, 1x Weiß. Macht zusammen 11 Hosen. Ob das noch minimalistisch ist, weiß ich nicht.

Doch kommen wir zum großen Stolperstein, warum es bei mir einfach nicht klappen will mit dem minimalistischen Kleiderschrank - denn da lautet die Kernfrage:

"Wie kriege ich meine Waschmaschine voll?"

Genau aus diesem Grund habe ich die Lieblingshose in Schwarz gleich dreimal, damit immer ein Modell jederzeit verfügbar und nicht im Wäschekorb ist. Wenn man als Einzelperson waschen will, braucht es schon bissl was, um die Trommel voll zu kriegen. Ich fände es Verschwendung, jede Woche nur mit halber Füllung zu waschen. Muß ja echt nicht sein. Also habe ich weiterhin viele Klamotten, um seltener Waschen zu müssen. Macht das Sinn?

Dieser Aspekt kommt allerdings im Buch nicht vor. Deswegen bleibe ich wohl auch beratungsresistent. Einen Basislook hab ich sowieso: Lieblingshose mit Shirt/Longsleeve/Pulli (je nach Jahreszeit) und Schal drauf gedroschen. That's it.

Schaut mal, diese süße Minimalismus-Maus trägt fast nur Schwarz - ist das nicht einfach?


Und eins hab ich noch - diese heiße Minimalismus-Braut (die ein bißchen wie Shannen Doherty aussieht) trägt hauptsächlich Schwarz, Weiß und Grau. Easy. Stylish:


Doch nun noch mein Fazit zum Buch:

Wer ernsthaft vorhat, sein Chaos dauerhaft zu lichten und künftige Fehlkäufe vermeiden will, dem kann ich Pias Buch vorbehaltlos empfehlen. Die Herangehensweise ist strukturiert mit vielen praktischen Tipps, die leicht umsetzbar sind. Nichtsdestotrotz braucht dieses Projekt Motivation, Zeit, Arbeit und Entschlossenheit.

Ich bin noch nicht so weit.... :-D

Mein Plan ist eher: Möglichst nichts Neues dazu kaufen, Altes immer mal aussortieren - und Nachkäufe nur in Schwarz und Grau, so dass sich mit der Zeit alles auf die Basisfarben reduziert. Aber das kann dauern...

7. Dezember 2015

Jetzt isses passiert.


Eine letzte Bastion ist gefallen. Ich bin nun doch schwach geworden, nach all den Jahren des Widerstands: Ich habe mir ein Smartphone bestellt und einen Mobilfunkvertrag (gleich für zwei Jahre) abgeschlossen. Und dabei ist mein Uralt-Handy nicht mal kaputt. Ich vermute mal, es ist unkaputtbar, da hätte ich wohl lange warten können.

Aber ich verpasse sonst den Anschluss, hinke gnadenlos hinterher, werde eine *ich-habs-nicht-so-mit-Technik-Tante*. Möchte ich das? - Oh nein, das möchte ich nicht!!!

Es war ein super Aktionsangebot - eine AllNet-Flat, die normal 19,99 € monatlich kostet für nur 6,99 € im Monat (für die gesamte Laufzeit, ohne Anschlußkosten). Dazu gab es vom Anbieter noch einen 20€-Einkaufsgutschein, den ich gleich mit dem Handy verrechnet habe (das dann nur noch 85 € gekostet hat). Das Smartphone ist von Samsung (das einfachste Modell ohne Schnickschnack, den ich eh nicht benutze oder verstehe). Da mein Tablet auch von Samsung ist, komme ich hoffentlich damit klar (am Anfang wahrscheinlich nicht). Ist auch völlig egal, dass ich eine neue Rufnummer haben werde (ich kannte die alte bis heute nicht auwendig). Muß dann nur allen Bekannten mitteilen, dass ich endlich auch über WhatsApp erreichbar bin!

Ob ich den heutigen Tag noch mal verfluchen werde? *g*

Jaja, lacht ihr nur alle, die ihr schon seit gefühlten tausend Jahren ein Smartphone habt. Gut Ding braucht bei mir Weile.............

Jetzt warte ich ganz hibbelig auf die Lieferung.

5. Dezember 2015

Der Wochenglück-Rückblick mit Homestory.


Es war mal wieder so weit: Lust auf Veränderung. Das lag an der neuen Nachbarin. Die Wohnung unter mir hatte einen Mieterwechsel, und die neue Mieterin ist total nett. Wir haben uns gleich angefreundet, und als ich bei ihr zum Kaffee war, gab es natürlich auch eine kleine Wohnungsführung. Und wie das so ist: Neu eingezogen - alles noch sehr klar und aufgeräumt. Sie hat auch alles bei Einzug gleich fertig gemacht und in Ordnung gebracht (wie ich!), keine rumstehenden Kisten und so. Und sie mag es auch eher schlicht. - Jedenfalls kam mir dann meine eigene Wohnung dagegen total überladen vor!


Die Pflanzen von der Fensterbank (die "Elefantenohren") mußte ich wegen Spinnmilbenbefall leider verabschieden. Und die Monstera, die ich vor der Balkontür stehen hatte, entwickelte sich zum echten Pflanzenmonster. Da habe ich ein paar Blätter abgeschnitten und in Vasen gestellt - die Pflanze selbst landete dann auch im Biomüll. Jetzt ist es viel luftiger. Man beachte bitte auch meine opulente Weihnachtsdeko in Form des Papiersterns auf der Fensterbank!


Und da schau her: Da hängt auch Weihnachtsdeko Nr. 2 - der andere Papierstern. Ich wollte unbedingt den Eßplatz umgestalten, damit man dort einfach gemütlicher beisammen sitzen kann. Die Sitztruhen sind daher wieder zurück ins Schlafzimmer an ihren ursprünglichen Platz gewandert, und bei IKEA habe ich einen zweiten NILS Armlehnstuhl gekauft. Bei H+M hab ich mir jetzt auch noch ein zweiten Augenkissen bestellt, weil ich es witzig finde, wenn die zwei Stühle sich angucken *g*.


Der Eßplatz ist jetzt mein neuer Lieblingsplatz geworden. Zum Frühstücken, Kaffeetrinken, Mittag- und Abendessen, zum Plausch mit Freunden, Surfen am Laptop... Auf dem Bild kann man auch ganz zart die rosa Wandfarbe erkennen. Wußtet ihr, dass Pantone die Farbe "Rose Quarz" zur Farbe des Jahres 2016 erklärt hat? Ich bin ein Trendsetter *g*.


Weihnachtsdeko die 3. - Mein mega Weihnachtsbaum! *hihi*. Für mich ist das deutlich mehr als die Jahre zuvor. Reicht mir dann auch. Ist aber richtig schön, ein echtes Bäumchen zu haben. Es duftet auch fein (zumindest wenn man die Nase direkt in die Nadeln hängt).

Mein Wochenglück ist also die leicht umgestaltete Wohnung mit dem kleinen, aber geselligen Eßplatz (und den lieben Besuchern, die diesen so herrlich mit mir eingeweiht haben). Und ansonsten geht's mir auch gut :-).

Wünsche euch ein schönes Adventswochenende!
eine Rückschau-Initiative von "Fräulein Ordnung"

3. Dezember 2015

Ich hab's getan.


Als ich gerade latent lustlos durch die Kanäle zappte (an einem Netflix-freien Abend), landete ich plötzlich im Ersten. Oh, da singt gerade Yfke Sturm unterm Kronleuchter ... ... ... Moment... Oh nein... It's the Return of Asepto Girl. Mein persönliches Grauen: Frau Fischer. Ein bißchen blonder als sonst. Doch diesmal ohne Kitsch und Schlagergeschleime. Nur reines Weihnachtsgesülze. Fasziniert von der wirklich tollen Frisur (fantastisches Platinblond mit elegantem Geknödel am Hinterkopf) blieb ich ernsthaft hängen und hab mir die letzten 15 Minuten der Sendung angeschaut.

Ich mag nämlich Weihnachtslieder sehr. Selbst wenn sie von Frau Fischer intoniert werden. Schlimm hingegen waren die Gesangspausen, als die Stimme dieser verhinderten Fernsehansagerin das rührselige Publikum beschallte. Das war dann schrecklich wie immer. Auch die obligatorischen Schlager-Kiekser in den dramatischen Höhen konnte ich nur mit Mühe aushalten. Aber Frisur, Make-up und Liedgut waren durchaus ansprechend. Und nein, ich hab mir das nicht mit Glühwein schön gesoffen.

Bin mir nicht sicher, ob ich tatsächlich länger als diese 15 Minuten durchgehalten hätte (das schmachtige Duett mit Placido Domingo war schon wieder grenzwertig). Aber ich hab neulich im Internet gelesen, dass Frau Fischer nächstes Jahr erstmal Pause macht. Gute Idee. SEHR GUTE IDEE. Vielen Dank für die Rücksichtnahme.

Photo via Pixabay/StockSnap