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29. November 2015

Ich bin dann mal beschäftigt.


Wie soll ich jetzt überhaupt noch zum Bloggen kommen? Jetzt, da ich endlich den kostenlosen Probemonat bei NETFLIX gestartet habe.... Ein Wunder, dass ich es am Freitag überhaupt noch zum örtlichen Weihnachtsmarkt geschafft hatte, wo am Mützenstand der Jenny-Ex-Freund aus Goodbye Deutschland stand (also nicht nicht Proll-Jens, sondern der Nachfolger). Scheint wohl aus der Gegend zu kommen (und verkauft jetzt Mützen? *g*).

Die Filmauswahl bei NETFLIX ist bekanntermaßen nicht gerade der Bringer. Ich habe mir jetzt nur "Wir sind die Millers" angeschaut. Kannte ich noch nicht und war witzig. Freudig mußte ich feststellen, dass sie auch "Die Anonymen Romantiker" im Programm haben. Einer meiner Lieblingsfilme, den guck ich definitiv nochmal.

Mein Highlight bislang war die Serie "Grace and Frankie". Innerhalb von zwei Tagen habe ich die komplette Staffel geschaut (dank des Novemberwetters). Hat mir super gefallen (und unfaßbar, wie Jane Fonda und Lily Tomlin in ihrem Alter noch ausschauen, okay, bei Frau Fonda zumindest wurde schon so einiges gemacht).


Erfreulich auch, dass es dort "Mord mit Aussicht" gibt. Da hatte ich neulich durch Zufall mal eine Folge in einem der dritten Programme gesehen und war positiv überrascht. Diese Staffeln zieh ich mir als nächstes rein. Ansonsten weiß ich noch nicht so recht, welche Serien noch was für mich wären. Mit Action oder Grusel hab ich es nicht... Falls jemand Empfehlungen hat - nur her damit! Würde ja auch Sinn machen, vor allem NETFLIX-Produktionen zu gucken...

Also, ihr Lieben, ich bin dann mal wieder netflixen...... Schönen 1. Advent wünsche ich!

Picture via pixabay/Unsplash

25. November 2015

Get cozy: Schöner Schal.


Jetzt, wo es so richtig winterlich kalt geworden ist (heute morgen war eine zarte Puderzuckerschicht mit Schnee auf den Autodächern) kann ich euch endlich meinen neuen Kuschelschal zeigen. Ihr erinnert euch vielleicht noch, dass ich früher öfter mal einen meiner unzähligen Schals gezeigt hatte, diese Tradition lasse ich heute wieder aufleben.

Via Blogg-Dein-Produkt habe ich mich bei der "Rebella"-Aktion um einen Schal mit dem verheißungsvollen Namen "Kuschelfator" beworben. Das Glück war mir hold und so konnte ich kürzlich ein Päckchen mit wolligwarmem Inhalt öffnen. Ich war erstmal überrascht, wie riesig der Schal ist, denn die Maßangaben von 186x65 cm ließen nicht erahnen, dass man sich so schön in den Schal einmummeln könnte.

Das Ethno-Muster liegt ja gerade voll im Trend, aber was besonders cool ist: Es ist quasi ein Wendeschal, den die eine Seite ist dunkel und schwarzgrundig, während die andere Seite in helleren Tönen erstrahlt. Finde ich eine witzige Idee.




Das Material ist 100% Polyacryl und dadurch sehr pflegeleicht bei 30° in der Maschine zu waschen. Was aber viel entscheidender ist: Waaaaaaaaaaarm. Der hält so richtig warm. Und ist weich wie eine Decke zum Reinschkuscheln. Ich hab ihn für mich zum Sofaschal erkoren. Novemberabend, Tasse Tee, Kerzen, Lebkuchen & Kuschelschal. Mein perfektes Winterszenario. Und wenn dann draußen mal so richtig viel Schnee gefallen ist, werde ich ihn dann auch zum Outdooreinsatz heranziehen. Damit werde ich garantiert kein bißchen mehr frieren, wenn ich fröhlich durch den Schnee stapfe. Das dürfte jetzt auch der wärmste Schal in meinem Fundus sein.

24. November 2015

Baby, it's cold outside.


Genau so plötzlich, wie der brutale Hochsommer verschwunden ist, kam der Winter hereingeplatzt. Mitten in diesen Herbstfrühling. Darauf war ich nicht so recht vorbereitet. Vorbei die Zeit der Morgensonne (obiges Foto) und des glühenden Abendrots (unteres Foto). Grau ist jetzt ganz hoch im Kurs, ob Du willst oder nicht.

Ich habe es gestern Abend (als ich vom Singen heimkam) tatsächlich geschafft, im Bett auf der Heizdecke zu liegen und dennoch eine Stunde lang zu frieren. Eiskalte Hände und Füße. Trotz Heizdecke! Das gelingt nur mir... Der rettende Einfall: Eine heiße Tasse Tee (nee, nur getrunken, nicht über Hände und Füße geschüttet). Dann ging's endlich. Heizung von innen.

Meine diversen Kurse laufen inzwischen auch so langsam aus (gottseidank, muß ich bei der Kälte nicht mehr raus). Jetzt überlege ich, welchen Probemonat ich nun vorzugsweise abonniere: TV-Marathon mit Netflix oder Lese-Marathon mit Skoobe. Die Qual der Wahl. Andererseits ist der Winter ja noch lang, also muß ich mich nur für die richtige Reihenfolge entscheiden. Introvertierte Luxus-Probleme.


Am Wochenende steht dann auch der erste Weihnachtsmarkt an. Weihnachten selbst interessiert mich nicht sonderlich. Silvester noch weniger. Hauptsache, es ist daheim schön gemütlich, und es ist genug Schoki im Schrank.

Habt es schön warm!

20. November 2015

Mach Dich nackisch.



Dank der lieben Regenfrau habe ich die DVD "My Stuff" gewonnen. Heute kam sie an - also die DVD, nicht die Regenfrau (worüber ich mich allerdings auch sehr gefreut hätte, hihi). Da Geduld noch nie meine Stärke war, habe ich mir den Film sofort angesehen.

Damit ihr euch einen ersten Eindruck machen könnt, hier der Trailer:



"Petri ist Mitte 20 als seine Freundin ihn verlässt. Er tröstet sich, indem er seine Kreditkarte zum Glühen bringt. Er kauft und kauft und kauft. Glücklicher wird er dadurch nicht. Petri steckt tief in einer echten Existenzkrise, als er sich entscheidet, ein Selbst-Experiment zu starten: Er packt alles (wirklich alles!), was er hat in ein Self Storage-Lager und legt klare Regeln fest:

1. Das Experiment dauert ein Jahr.
2. Jeden Tag darf er einen Gegenstand aus dem Lager zurückholen.
3. Neue Dinge kaufen, darf er in dieser Zeit nicht.


Er setzt sein Leben zurück auf Anfang. Petris neues Leben beginnt nackt in einem leeren Apartment. Die Uhr tickt, er wartet auf Mitternacht, wenn er den ersten Gegenstand aus dem Lager holen darf. Und als Petri losläuft; durch eine bitterkalte Januarnacht in Helsinki, nur bekleidet mit einer Zeitung aus dem Müllcontainer; kann er die Herausforderungen nur erahnen, die sich ihm in diesem Jahr stellen werden."


Was für ein wahnwitziges Experiment. Extremer geht's fast nicht. Nur die Wohnung behält er, sonst nix. Alles andere wandert in ein Außenlager. Er trägt nichts am Körper, splitterfasernackt läuft er barfuß durch den Schnee, um sich als ersten Gegenstand seinen Mantel zurück zu holen. Eingewickelt in den Mantel verbringt er die erste Nacht schlafend auf dem blanken Fußboden. (Die Aussage "Die Uhr tickt" in der Beschreibung stimmt übrigens nicht: Er hat keine mehr, auch die Uhr ist im Lager!)

Die Fensterbank dient als Kühlschrank, mit dem Finger schmiert er sich ein Brötchen (eingekauft vom Kumpel). Er sitzt da, und schaut aus dem Fenster. Was holt er als nächstes?

Was mich besonders verwundert hat: Manche Tage holt er gar nichts aus seinem Lager. Dann wieder gesammelt mehrere Teile.

Besonders schön sind die Gespräche mit seiner Oma. Die hat längst kapiert, dass all diese Dinge nichts weiter als Requisiten sind. Die alte Dame wirkt so glücklich, wenn sie lächelt.

Die ersten paar Minuten war es sehr irritierend, dass der Film in Finnisch mit Untertiteln ist. Mein Finnisch ist sehr eingerostet, okay, ich kann natürlich GAR KEIN Finnisch. Aber man gewöhnt sich einigermaßen daran.

Trotz meiner Sympathie mit dem Minimalismus wäre ich für ein solches Extrem-Eperiment viel zu sehr Weichei. Auf dem Boden schlafen? Nackt durch den Schnee laufen? Nur mit dem Finger und Wasser Zähne putzen? Keine Schminki? Keine Bücher? Kein Laptop? Ogottogottogott.

Und wie glücklich war er, als er seine Matratze wieder hatte. Ganz viel Liebe. So lernt man Selbstverständlichkeiten wieder schätzen. Spannend. Dabei hatte er bereits VOR dem Experiment nicht übermäßig viel Kram, fand ich.

Es braucht nicht viel zum Leben. Wir verdrängen das nur. Wollen immer mehr, und können doch damit die Leere im Inneren nicht füllen. Ist doch so, oder?


16. November 2015

Happy like a child.


Ist das nicht die wahre Herausforderung?
Grundlos glücklich sein.
Unabhängig von den Umständen.
In Zeiten von Konsumwahn, Flüchtlingskrise und Terror.
Wenn ich glaube, nichts beeinflussen zu können.
Ich kann bei mir selbst anfangen.

(Balloon-Photo via Pixabay/Unsplash)

Heilsames Tönen, klangvolle Stille.


Wußtet ihr, dass Klangschale auf Englisch "singing bowl" heißt? Was für ein schöner Begriff. Und heute Abend werde ich selbst wieder zur singenden Sofaheldin. Die treuen Leser erinnern sich sicherlich noch an die gelöschten Geheimakten dieses Blogs (*g*), in denen ich bereits von meinen ersten Gesangserfahrungen berichtet hatte. Nun habe ich tatsächlich in der Volkshochschule einen Kurs gefunden, der mich genauso aufblühen läßt.

Nie, aber auch wirklich niemals, hätte ich mir vorstellen können, dass ich freiwillig singe und das auch noch als äußerst wohltuend empfinde. Es ist wundervoll. Ich würde mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen, dass es kaum eine bessere Therapie gibt, um die Seele zu nähren, den Geist zu befreien und das JETZT zu erleben. Hört-hört!

Der Kurs besteht aus leider nur vier Einheiten. Heute ist also bereits das vorletzte Mal. Die Kursleiterin hat eine angenehm positive und warmherzige Ausstrahlung sowie eine glockenhelle, volle Stimme. Wir singen dort Mantren, das OM, die Chakren durch alle Etagen, spirituelle und schamanische Lieder. Alles ganz einfache und schnell einprägsame Texte und Laute. Kein Leistungsdruck, kein Muss, kein Wettbewerb. Der Kopf wird frei und ich erlebe nur noch diesen Moment. Das ist so entlastend. Ich verlasse den Kurs dann völlig aufgetankt und gelöst. Wundervoll.

Wenn ihr Gelegenheit habt, einen offenen Singkreis in eurer Nähe oder einen ähnlichen Kurs zu besuchen - probiert das einfach mal aus. Ich hätte nie gedacht, dass das was für mich sein könnte und inzwischen wünsche ich mir, das regelmäßig zu tun. Singen ist schön :-).

(Photo via Pixabay/stux)

15. November 2015

Tote Hippe an der Strippe

(Bild via Droste-Verlag)

Bei Blogg-Dein-Buch hatte ich mich um ein Rezensionsexemplar der Krimikomödie "Tote Hippe an der Strippe" von Lotte Minck (Droste-Verlag) erfolgreich beworben. Ich hatte bereits in der Vergangenheit mit großer Begeisterung die Bücher von Minck&Minck gelesen und war daher sehr gespannt, wie sich Lotte Minck im Alleingang macht. Was ich vorher nicht wußte: Es handelt sich um eine ganze Reihe von Krimiromanen um die Protagonistin Loretta Luchs.Von daher war ich mit den Hobby-Ermittlern im Buch rein gar nicht vertraut (ich glaube allerdings auch nicht, dass es zum lesen unbedingt notwendig ist).

Es handelt sich um eine Ruhrpott-Krimikomödie - und den stellenweise eingestreuten Slang muß man schon mögen. Ich gestehe: Meins war das nicht. Ich bin ja eher ein Eberhofer-Fan der Rita-Falk-Romane.

Ich tat mir auch schwer mit dem ganzen Umfeld des Romans. Wenn ich lese, sympathisiere ich gern mit einzelnen Personen. Das ist mir hier leider mit keiner einzigen gelungen. Besagte Loretta arbeitet bei einer Sex-Hotline (null Identifikationsfaktor für mich *g*). Der gesamte Roman spielt im Rotlichtmilieu, was es nicht gerade besser für mich machte. Seitenweise Proll-Gehabe fand ich dann doch wenig reizvoll. Lustig waren hauptsächlich die Szenen, als sich Loretta und ihre Freundin sich in Bordsteinschwalben verwandeln mußten mit gräßlichen Billigklamotten und tonnenweise Schminke.

Zur Story:

"Bisher hat Loretta die Arbeit an der Sexhotline immer Spaß gemacht, aber seit Belinda und Jeanette dort arbeiten, herrscht eine andere Stimmung. Den Grund dafür erfahren Loretta und Erwin, als Chef Dennis sie verzweifelt um Hilfe bittet: Er wird massiv unter Druck gesetzt, binnen vier Wochen sein Personal durch 'professionelle' Damen zu ersetzen. Damen wie Belinda und Jeanette, die über die Hotline Freier für einen Puff akquirieren. Zweimal wurde Dennis bereits zusammengeschlagen, seine Scheune ging in Flammen auf und – für ihn das Schlimmste – fünf seiner sechs geliebten Zwergseidenhühner wurden brutal abgeschlachtet. Die 'SoKo Hühnerhof' schickt erst Freundin Bärbel, dann Loretta undercover ins Rennen. Und plötzlich eskalieren die Ereignisse."

Ja, okay, es ist wirklich witzig geschrieben (wenn man diesen Humor mag). Es gibt viele komische Momente, aber mehr als ein schwächliches Schmunzeln war bei mir nicht drin. Die Story war so unglaublich vorhersehbar und bot kaum echte Spannungsmomente. Da es mir nicht gelungen ist, mit einer der Personen so richtig warm zu werden, war mir der Verlauf der Story auch ziemlich egal. Die Geschichte ist sicherlich kurzweilig gedacht, aber ich habe mich gegen Ende dann regelrecht durch die letzten Seiten gequält.

Ich weiß nicht, ob es hilfreich gewesen wäre, die Entwicklung der Charaktere in den vorherigen Romanen mitzuverfolgen. Andererseits müßte ich dann ja erst recht enttäuscht sein, wenn dieses Werk so blass daher kommt. Die "feindliche Übernahme" der Telefonsex-Agentur für einen neu zu eröffnenden Edelpuff ist für mich leider kein fesselndes Thema. Macht ihr Prolls doch, was ihr wollt. Viel zu schnell ist klar, wer böse ist oder betrügt. Ziemlich langweilig.

Ich war unangenehm überrascht, hatte ich mir doch von einem "Minck"-Buch so viel mehr versprochen. Möglicherweise war das einfach nicht ein Thema, das mich auch nur annähernd erreichen konnte. Dabei finde ich das Genre Krimikomödie äußerst reizvoll. Mein Fazit: Das ist eher was für echte Fans dieser Reihe. Einen Extra-Pluspunkt vergebe ich allerdings für die Cover-Gestaltung des Buches.

Die Ruhrpott- und Krimikomödienfans können sich gerne mittels einer Leseprobe einen eigenen Eindruck verschaffen (ihr müßt ja nicht alles glauben, was ich hier schreibe ;-))). Die ersten paar Seiten sind durchaus repräsentativ für das Buch. Also schnuppert halt einfach mal rein, wenn ihr mögt....

Das Buch kann man direkt beim Droste-Verlag für 10,99 € als Taschenbuch bestellen oder für 8,99 € als E-Book (bei verschiedenen Anbietern). Das Buch hat 304 Seiten.

13. November 2015

Die Zukunft ist JETZT.


Ach, schau! - Dachte mir so, als ich gerade den aktuellen Blog-Artikel von Leo Babauta auf Zenhabits las. Läuft nicht letztlich alles auf den einen Punkt hinaus, die Realität und das Hier und Jetzt zu akzeptieren?

"The comparison, the ideals, are causing [....] dissatisfaction.
The reality isn’t so bad if we let go of the ideals
and just see the present moment as it is."

Ja! Genau DAS ist doch der Schlüssel, um Unzufriedenheit und Leiden zu bewältigen. Das starre und unbedingte Festhalten an den Vorstellungen im eigenen Kopf, wie das Leben bitteschön zu sein hat - wie aaaaanstrengend. Wie krampfig. Wie leidvoll.

Wenn ich mich in die Realität zurück hole, ist sie gar nicht so schrecklich, wie sie in manchen Momenten scheint. Ich überprüfe, ob ich atme. Check! Ich lebe. Das ist schon mal das wichtigste. Dann schaue ich mich mal um. Aha. Meine Wohnung. Ein Dach über dem Kopf. Nicht nur ein Platz zum Sitzen. Auch ein Platz zum Schlafen. Eine Küche. Ein Kühlschrank und Schränke mit Lebensmitteln. Ein Bad, mit Toilette und fließend Wasser. Strom - für den Luxus von TV, Laptop, Tablet, Licht, Herd, Waschmaschine. (Hat ein Großteil der Weltbevölkerung eben NICHT). Menschen in meinem Leben, Familie und Freunde. Hobbies, Bücher die mich inspirieren, mein Singkurs, die Möglichkeiten mich weiter zu entwickeln. Ein Auto, das mich von A nach Z bringt. Ein Schrank voller Kleider und Schuhe für die verschiedensten Anlässe. Eine Heizung und warme Decken. Ich bin gut versorgt.

Ich brauche weder eine größere Wohnung (selbst eine kleinere wäre völlig okay) noch neue Schuhe oder mehr Klamotten. Es ist so viel da, und vor allem, ist alles da, was ich brauche.

Zur Sicherheit schaue ich noch mal ganz genau nach: Puuuh, da sitzt auch kein Tiger in der Ecke, der mir auflauert. Was bin ich für ein Glückskind. Keine Gefahr.

Ob Byron Katie, Eckhart Tolle oder Leo Babauta: Sie sind sich offenbar alle einig, dass die wohlwollende Akzeptanz der Wirklichkeit der Schlüssel zu einem entspannteren Leben sind.

Als ich letzte Woche mal meine Komfortzone verlassen mußte, hab ich plötzlich gemerkt, wie schwierig es sein kann, dann diese Ruhe und Gelassenheit zu bewahren. Eine möglicherweise anstehende Veränderung hatte mich dann doch wieder aus dem Gleichgewicht gebracht: "Was wäre wenn..." - Kopfkino lief auf vollen Touren und hat mich in wüste Zukunftsvisionen katapultiert. Einzig die Frage "Was wäre ich ohne diesen Gedanken?" hat mich wieder etwas erden können. Kein Tiger im Raum, alles ist gut.

Es lohnt sich, wieder und wieder zu üben im JETZT zu bleiben, und die Realität anzuerkennen. Das bedeutet nicht, keine Pläne mehr zu machen - aber mit kühlem Kopf plant es sich besser, als wenn man sich verrückt macht. Leo hat recht, und Katie, und Eckhart...

(Photo via Pixabay/geralt)

11. November 2015

Abendzitat.


Mir war grad so danach...


Textzitat von hier.
Bild via Pixabay/joycefler

8. November 2015

Novembersonne


Nicht zu fassen, dass ich im November auf meinem Balkon sitze und mich sonne. Hätte mir das jemand erzählt, hätte ich ich mitfühlend gefragt, ob ich bei ihm denn mal Fieber messen solle. Gestern bei schwülwarmen 18.5° saß ich in einem VHS-Kurs und mußte mir mit einem Moderationskärtchen Luft zufächeln. Im NOVEMBER. (Bitte, lieber Gott, lass dafür den nächsten Sommer recht kühl ausfallen).

Leider war der VHS-Kurs so ziemlich der überflüssigste der Welt. So ein Frauen-Persönlichkeits-Entwicklungs-Ding (okay, ein Mann hat sich tatsächlich auch in den Kurs verirrt). Da mußte ich feststellen, dass es kaum noch Neues zu entdecken gibt, wenn man sich seit vielen Jahren schon mit solchen Themen auseinander setzt (und gelegentlich die "FLOW" oder "Psychologie heute" liest). Ich überlege ernsthaft, die nächsten zwei Termine zu schwänzen (der Kurs ist nur auf drei Nachmittage ausgelegt). Da bringen mir fünf Minuten Eckhart-Tolle-Video mehr als über vier Stunden VHS.

Wie gut, dass ich noch einen weiteren Kurs in petto habe: Morgen abend wird wieder gesungen. Ich habe tatsächlich einen VHS-Kurs gefunden, in dem gemeinsam gesungen wird - natürlich mit leicht spirituellem Einschlag was die Textauswahl der Lieder und das Ambiente (Kerzen!) angeht. Da blühe ich so richtig auf und schwebe mit völlig freiem Kopf in den Abend. Da zeigt sich, dass Praxis der Theorie oftmals überlegen ist ;-).

5. November 2015

Na, müde?

Ihr lieben Novemberkinder, während draußen die Sonne noch mal alles gibt, stehen uns bald viele trübe Tage bevor. Damit auch der Teint nicht mit den Grauschattierungen des Spätherbst konkurrieren muß, habe ich mich (mal wieder) um einen Produkttest bei Rossmann beworben. (Aaaah, ich liebe es, Produkte auszuprobieren...).



Es ging dabei um die Serie "SkinPerfection" Anti-Müdigkeits-Gesichtspflege von L'Oréal. Wollen wir das nicht alle? Creme drauf klatschen und sofort erholt, frisch, gesund und strahlend aussehen? Oooh jaaa! Wer braucht dann noch Schönheitsschlaf? Doch zurück zur gnadenlosen Realität...

Ich habe die folgenden Produkte zum Testen erhalten:

Anti-Müdigkeit-Tagespflege
Für den Hallo-wach-Kick bei müder Haut sorgt morgens die Skin Perfection Anti-Müdigkeites-Tagespflege mit Lichtschutzfaktor 20. Mit zart getönten Mikro-Perlen das Pflege-Must-have für eine frisch aussehende Haut und einen strahlenden, ebenmäßigen Teint.

Anti-Müdigkeit-Augenpflege
Die SOS-Rettung bei Augenringen: Die neue Skin Perfection Anti-Müdigkeit-Augenpflege. Mildert sichtbar Augenringe, hydratisiert und erfrischt den Blick mit Sofort-Effekt!


Fangen wir mal mit der Tagespflege an. Und gleich mit der erschütternden Erkenntnis: Ich bin zu alt für die Zielgruppe (20-30jährige). Denn nach meinem Eindruck eignet sich die Tagespflege primär für Frauen, die von Haus aus schon einen eher makellosen Teint haben und sich mit dieser Pflege einfach nur einen Hauch Frische und Glow ins Gesicht zaubern wollen. Denn die Creme deckt NULL. Weniger Deckkraft als eine BB-Cream und natürlich deutlich weniger als eine Foundation. Ich trage es auf und denke so: "Und jetzt?" - Fröhlich lachen mir meine Pigmentflecken aus dem Spiegelbild entgegen. Puh. Also gleich mal Make-up drüber aufgelegt. Leider, leider bringt mir das Produkt keinen Mehrwert. Es wäre super, wenn man es anstatt Make-up verwenden könnte, bissl Puder drauf und fertig. Funktioniert bei mir gar nicht. Schade. Ich werde es als Tagespflege definitiv aufbrauchen, da mir die Pflegewirkung bei meiner Mischhaut ausreicht (es ist eher leicht), aber nachkaufen werde ich es nicht.


Weiter zur Augenpflege. Hier bin ich zwiegespalten. Ich mag den wirklich sichtbaren Aufhelleffekt, aber hier ist mir die Pflegewirkung einfach zu wenig (ich sag's ja: ich bin zu alt dafür). Für die Augenpartie brauche ich einfach eine reichhaltigere Creme. Andererseits zieht die SkinPerfection Augencreme durch die leichte Konsistenz wirklich vollständig ein, so dass man problemlos sofort Augen-Make-up auftragen kann. Die Augenringe verschwinden natürlich nicht und ich bräuchte drüber auf jeden Fall einen Concealer. Aber die aufhellende Wirkung ist tatsächlich da. Das gefiel mir sehr gut. Ich werde die Creme jetzt im Wechsel mit meiner üblichen Augenpflege verwenden und ebenfalls aufbrauchen (da bin und bleibe ich ein Minimalismuskind).

Mein Fazit: Für junge und eher reine Haut sicher ein sehr gut geeignetes Produkt. Aber leider nix für mich. Allerdings kann ich aus der Skin Perfection Serie das hochkonzentrierte Serum empfehlen. Das gefiel meiner Haut richtig gut!

Danke an Rossmann & L'Oréal für die Testprodukte.

1. November 2015

Monatsmotto November.


Ganz schön raffiniert, dieser November. Packt am ersten Tag gleich mal protzig die Sonne aus. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich mich aus den Federn geschält habe. Was für ein Angeber! Und dann entzieht er klammheimlich den Bäumen die letzten Blätter und der Natur die Farben. Breitet sein graues kaltes Mäntelchen aus. - Umso dankbarer werde ich den heutigen Tag annehmen.


Apropos "Annehmen". Da kommen wir doch jetzt direkt zum Monatsmotto. Ich werde mich auch die nächsten vier Wochen weiterhin fleißig darin üben, den jetzigen Moment anzunehmen, zu erkennen, dass alles da ist, was ich brauche. Dass alles geschieht, wie es geschieht.

Und wenn mir das nicht gelingen will, frische ich es einfach wieder mit einem pullunderlastigen Eckhart-Tolle-Video auf, schaue eine Work mit Byron Katie oder blättere in einem meiner Buddha-Bücher. Lernen und Umdenken passiert nicht über Nacht. Okay, der Pullundermann schon, der war von einem auf den anderen Moment spontan erleuchtet. Aber dafür mußte er ja offenbar auch ganz tief ins Tal des Leidens absteigen. Muß ja nicht sein.

Den Gedanken nicht alles zu glauben und nicht mehr jedem Gedanken hinterher zu rennen, ist sehr angenehm und erleichternd. Genauso dieses ständige Streben nach Glück und Ankommen. Ankommen gibt es gar nicht. Dazu ist das Leben viel zu bewegt und schmeißt alles wieder um. Neulich las ich bei Facebook ein spannendes Zitat, wobei die folgende Aussage besonders brisant war: "Der Plan erfüllt sich. Mit und ohne euer Zutun." Selbst wenn man nicht an einen "Plan" glaubt, so kann man doch genauso sagen: "Das Leben geschieht und einen Sch*** kann ich kontrollieren".

Hach, ich glaube, zu diesem Thema gibt es noch soooo viel zu entdecken. So einfach und gleichzeitig so vielfältig. Hallo November!

Monatsmotto by wertvoll-blog.de