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28. Oktober 2015

Shopping-Irrwege.


Nein, ich brauche ja nichts. Nein, ich kaufe derzeit (mal wieder) nicht viel. Und doch ist es heute passiert, spontan und ungeplant - so kann's gehen. Ich hatte einen Termin, war zu früh dran (ich bin notorisch überpünktlich), und weil ich vor einem TEDI-Markt geparkt habe, bin ich mal eben rein, um nach einem Türstopper zu schauen. Also Türstopper hatten sie keine. Aber dann sehe ich diese Kissenhülle - traumhaft schön mit Ornament (sowas in der Art fiel mir schon oft bei Instagram auf den schönen Wohnbildern ins Auge). Boah, da mußten zwei mit. Es gab sie statt mit silbernem auch noch mit kupferfarbenem Ornament, aber silber paßt einfach besser. Der Preis war absolut unanständig und politisch völlig unkorrekt. Trotzdem konnte ich nicht widerstehen, mea culpa.

Gestern kam auch noch ein Prospekt von H+M mit der Weihnachtsdeko. Ohweh. Weihnachtsdeko ist so ziemlich das Allerletzte, was ich brauche. Und doch gab es da so richtig schöne Sachen. Zum Glück passiert mir dann meistens nur, dass ich Sachen in den virtuellen Einkaufswagen packe, die ich dann doch nie bestelle. Sonst bräuchte ich auch irgendwann ein Deko-Außenlager. Ich glaube, ich werde mir allenfalls ein paar schöne grüne Zweige hinstellen.

Und was den Türstopper angeht: Meine Mama hat mir vorhin erzählt, dass sie einen übrig hat. Ha! The Universe is friendly. Ist ja doch alles für irgendwas gut :-).



27. Oktober 2015

Der Herbst kann ja doch golden.


Traumhaftes Wetter heute. Sonne pur, blauer Himmel, angenehme Temperaturen. Trotzdem fühle ich mich wie vom LKW angefahren. Passiert. Hab mich zu Fuß zum Supermarkt geschleppt, um Karottensaft zu kaufen. Beschlossen, dann lieber zuhause zu bleiben und stattdessen die Wand neu zu dekorieren. Dekorieren ist die beste Therapie.


Schon wieder David Beckham. Ich steh weder auf ihn noch auf Fußball, aber es gibt einfach ein paar richtig coole Bilder von ihm. Und Cara. Cara geht immer. Und seht ihr den Stern? Tadaaa, das wäre dann meine Weichnachtsdeko für dieses Jahr *ggg*.

Übrigens: Wenn man angeschlagen zum Supermarkt geht, kann es durchaus passieren, dass neben dem Karottensaft noch lauter andere gesunde Seelensachen im Körbchen landen... wie Schokolade und Zwiebliringe.... auweia....

Zum Abschluß noch eine kleine Werbepause ein kleiner Entertainment-Tipp von mir - was zum Lesen und was zum Hören, passend zum herrlichen Herbst:


Das Buch habe ich heute erst zu Lesen angefangen, ein fluffiges Mädelsbuch - die ersten Seiten waren schon mal sehr ansprechend (wohingegen die Rezensionen bei amazon eher vernichtend sind *g*). Ist Lesen zu dieser Jahreszeit nicht einfach das Größte? (Okay, Lesen ist immer klasse). - Die Musik von "Oh Wonder" hab ich in einer Herbst-Playlist bei Spotify entdeckt. Super super toll. Anspieltipp: "Technicolour Beat" und "White Blood". Wundervoller Gesang, phantastische Klänge, leicht melancholische Stimmung. Mein Herbst-Soundtrack.

Von den Büchern von Charlotte Link hab ich ja gerade so ziemlich die Schnauze voll. Ist das bei all ihren Romanen so, dass urplötzlich die vermeintlich netten Menschen zum Ende die totalen Psychopathen sind? War bei den letzten beiden Romanen so und nervt ein bissl.

Lasst es euch gut gehen und haltet euch von LKWs fern.

25. Oktober 2015

Herbstmelancholie.


Der Oktober war ja heute so gar nicht golden. Mir war richtig-richtig langweilig. Ich hab zwar wieder ein Eckhart-Tolle-Video geschaut, schöne herbstlich-melancholische Musik gehört und ein spannendes Buch (wieder) von Charlotte Link gelesen, aber meine innere Stimme meinte, ich müsse unbedingt mal raus. Der Blick aus dem Fenster sprach dagegen. Als Motivationshilfe sprang dann die (große) Kamera ein - hatte ja schon ewig keine Bilder mehr gemacht.


Unterwegs wurde mir dann klar, dass ich für richtig schöne Herbstfotos ganz schön spät dran bin. Sah alles doch schon sehr nach November aus. Da mußte ich schon ganz schön die Blicke schweifen lassen, um noch ein paar ansehnliche Details zu finden.


Ich war dann völlig von der Umgebung gefangen. Die Zeit verging wie im Flug. Mein Auge war nur noch auf Blätter und Beeren fokussiert (die Kameralinse dann natürlich auch).


Die dunklere Jahreszeit wird schon eine Herausforderung. Wenn es draußen grau und naßkalt wird, sinkt leider auch meine Motivation, regelmäßig spazieren zu gehen. Dann ist es auf der Couch bei Tee und Lebkuchen ja tausendmal gemütlicher.


Letztes Jahr gab es kaum Schnee - ich war bisher noch nie im Schnee fotografieren.


Bald sind sie alle weg, die Blumen. Die Rosen verwelken schon.


Hab noch schnell den letzten Rest Farbe eingefangen,
bevor der November alles grau macht....

19. Oktober 2015

About Love.


Angekündigt hatte ich es ja bereits: Den Blogpost über die Liebe (die überbewertet wird).

Momentan bin ich auf YouTube-Entdeckungsreise. Ich brauche für diesen ganzen Social Media Kram immer etwas länger und hinke gnadenlos hinterher. Aber das macht auch nichts. Umso mehr freue ich mich, was es alles Feines bei YouTube zu entdecken gibt. Eine wahre Fundgrube an Schätzchen und Schwachsinn (natürlich habe ich mir auch ein paar Schwachsinnsvideos angeschaut *g*).

Auf Empfehlung habe ich mir einen Vortrag über die Liebe angesehen - von Richard David Precht. Sehr interessant, stellenweise sehr wissenschaftlich, dennoch äußerst amüsant präsentiert. Läuft fast 'ne Dreiviertelstunde, lohnt sich aber.

Wußtet ihr, dass die romantische Liebe (wie man sie heute aus dem Kino und den eigenen Vorstellungen kennt) eine Erfindung der Romanciers aus dem 18. Jahrhundert ist? Irgendwie kein Wunder, dass die romantische Liebe mit so vielen Erwartungen überfrachtet ist ("auf immer und eeeeewiiiiiig"). Hierzu auch ein interessanter Artikel ("Wahnsinn zu zweit" von Barbara Kuchler):

"Erst ab 1800 setzte sich das Konzept der romantischen Liebe durch. Dazu gehört die Vorstellung der unkontrollierbar und krankheitsartig auftretenden Verliebtheit, außerdem die Verbindung von intensiver emotional-sexueller Anziehung und Familiengründung. Ehe und Familie auf eine rein emotionale Beziehung zu gründen, statt auf ökonomische oder andere handfeste Erwägungen, war ein radikal neuer Gedanke."

Krankheitsartig auftretende Verliebtheit klingt nicht ganz unbekannt. Genauso wenig wie das daraus resultierende Leid (da bietet sich ein tiefes Durchatmen mit dem Pullunderträger oder eine Work mit Katie an). - Ist nicht auch bei dem bombastischen Thema Liebe eine Desillusionierung wunderbar erleichternd?

Auch für die Singles unter uns:

"Aber auch viele Menschen ohne Beziehung sind Opfer des romantischen Liebeskonzepts. Viele Singles sehnen sich nach Beziehungsglück und sind oft jahrelang bei Partneragenturen unterwegs. Ohne die allgegenwärtigen Bilder von Liebesglück wäre das Fehlen einer Paarbeziehung gar nicht unbedingt so tragisch, mancher würde vielleicht gar nichts vermissen."

Ist das Konzept der romantischen Liebe nicht auch ein Hadern mit der Realität? Weil es die romantische Liebe oder die wahnsinnige Verliebtheit auf Dauer einfach nicht gibt?


Der gute Herr Precht hat dem Thema "Liebe" ein ganzes Buch gewidmet
(Liebe - ein unordentliches Gefühl):

"Männer wollen auf die Venus und Frauen wollen ein Mars." - Haha, so true...

"Die Liebe ist eine Welt, in der starke Emotionen bunte Vorstellungen auslösen."

Das Buch hab ich mir via Onleihe ausgeliehen - und finde es schrecklich langweilig, weil es extrem wissenschaftlich ist. Nach den ersten Kapiteln hab ich aufgegeben. Die Essenz des Vortrages hat mir völlig ausgereicht. Möglicherweise bin ich momentan auch einfach nur empfänglicher für das gesprochene Wort ;-).

Will jemand ein Mars?
Photo via Pixabay/TanteTati

18. Oktober 2015

Zurück zum Pullunder.


Nach dem kurzen Exkurs gestern in die Schminkiwelt möchte ich mich heute wieder meinem Lieblings-Pullunderträger widmen. Das triste Herbstwetter kann schon mal auf die Stimmung drücken. Ich liebe es trotzdem, das ist tausendmal besser als die 38° Sommerhitze. Ich nutze die trüben Tage, wenn ich keine Lust habe rauszugehen, für weitere Sessions mit Mr. Pullunder.

Übrigens habe ich selbst ein paar Pullunder, und ich mag die sehr. Ist mir auch völlig schnuppe, ob die grad IN oder OUT sind. Bei mir sind sie immer IN, weil sie mich schön warm halten :-). Diese modische Leidenschaft verbindet mich demnach noch enger mit Herrn Tolle *g*. Gestern habe ich ein Interview gehört, in dem er seine Lebensgeschichte erzählt. War sehr interessant. Er ist übrigens auch introvertiert. Was mich kein bißchen wundert. Schlimm sind dann auf YouTube die Interviews, die Oprah Winfrey mit ihm führt. Weil sie ihn nicht ausreden läßt. Ihr Ego drängt immer noch nach vorne. Da sollte sie wohl noch ein bißchen bei Eckhart nachsitzen.

Heute, an diesem Sonntag mit allen Shades of Grey in the Sky habe ich eine Hörempfehlung für euch. Wer Spotify hat (kann man auch kostenfrei nutzen, wenn man dafür die Werbung in Kauf nimmt), kann sich das Hörbuch "Gateways to Now" von Eckhart Tolle zu Gemüte führen. Es ist großartig. Im gesprochenen Wort wird die Botschaft so einfach. Wen es interessiert und wer wie ich das Buch nicht so recht versteht, dem wird in diesem Hörbuch geholfen. Sein Englisch ist leicht zu verstehen und ich mag seine ruhige Stimme auch sehr.

Nach einer längeren Einführung (da geht es sinngemäß übrigens auch um Minimalismus - dass all die äußeren Dinge, die man anhäuft, sich mit der Zeit abnutzen und keine echte Erfüllung bringen) zeigt er ganz praktisch auf, wie man diesen Zustand der Präsenz im JETZT erreichen kann. Drei Schritte ("Gateways") bietet er an. Sehr verständlich.

Wer also Lust hat, kann diesen Herbstsonntag ja dafür nutzen, tiefer in die Materie einzutauchen, und die "mental noise" mal runterzufahren. Zieh Dir einen Pullunder an und höre einfach zu :-).

Spotify bietet übrigens noch ein weiteres Hörbuch "Whispers of Now" von Eckhart Tolle an. Das kommt bei mir als nächstes dran... *vorfreudig*.

17. Oktober 2015

Schminkitime again.

Nach all den spirituellen Ausflügen der letzten Zeit widme ich mich heute mal wieder einem meiner liebsten irdischen Themen: Schminki!


Bei "Markenjury" habe ich mich um den Produkttest des "Perfect Match" Make-ups von L'Oreal beworben. Warum? Weil ich Make-up liiiieebe und weil ich das Produkt früher schon mal benutzt hatte (und sehr zufrieden damit war). Ich teste die Nuance N3, die ich bislang im Laden noch nicht entdeckt hatte (die örtliche Drogerie hat nur ein übersichtliches Sortiment). Ich hatte auch schon jahrelang das Kompaktpuder in W3 benutzt. Jetzt freue ich mich, dass ich auf den neutralen Ton wechseln konnte.


Die aufmerksame Blogleserin erinnert sich, dass ich derzeit das günstige Lift-Make-up von Rival de Loop verwende (unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis). Ich muß allerdings gestehen, dass mir das Perfect Match von der Konsistenz her besser gefällt. Es ist leichter, samtiger, etwas mattierender. Auch der Flakon sieht viel edler aus, was mir allerdings nicht so wahnsinnig wichtig ist.


Ich liebe den Farbton (N3), er verschmilzt wirklich perfekt mit der Haut (kein falsches Werbeversprechen, ist ja auch mal was Neues *g*). Die Deckkraft ist gut, es werden weder Poren noch Fältchen oder trockene Hautstellen betont. Einfach nur ein ebenmäßiges, seidiges Ergebnis. Ich mag es!

Bei dm kostet es 11,95 € (immer noch ein erschwinglicher Preis). 

Die neuen Nuancen sind:

1,5N Linen
2N Vanilla
2R/2C Rose Vanilla
3R/3C Rose Beige
3N Creamy Beige
3D/3W Golden Beige
4N Beige
5D/5W Golden Sand
7D/7W Golden Amber

Ich habe auch eine Probe der Nuance 4N getestet, und obwohl meine Sommerbräune schon ziemlich verblaßt ist, hat selbst die dunklere Nuance noch gut ausgesehen. Und falls es euch interessiert, wie ihr am einfachsten feststellen könnt, welchen Hautunterton ihr habt, gibt es hierzu einen einfachen Trick laut L'Oréal:

"Mit dem Blick auf die Adern in der Innenseite Ihres Handgelenks können Sie Ihren Unterton ganz leicht bestimmen: schimmern sie blau, haben Sie einen kühlen Unterton (R/C), schimmern sie grün besitzen Sie einen warmen Unterton (D/W), schimmern sie blau-grün ist Ihr Unterton neutral (N)."

Long live Schminki!
Wenigstens hier findet man sein "Perfect Match" *g*

***Kleiner Tipp:***
Bei Rossmann gibt es vom 19.-23.10.
30% auf Make-up, Puder und Rouge!

14. Oktober 2015

Statussymbol "Verrückt".


Keiner will mehr normal sein, so kommt es mir vor. Es ist offenbar inzwischen regelrecht ein Statussymbol geworden, sich als "verrückt" zu titulieren. "Verrückt" impliziert: Hey, ich bin anders als die anderen. Ich bin was besonderes. Fiel besonders bei den schmissigen Statements von Tinder auf. Offenbar ist es schwieriger, jemanden zu finden, der sich als "normal" bezeichnet. Sind nur Verrückte dort. Ein Haufen Verrückter, wie individuell. (Okay, ich übertreibe an dieser Stelle etwas).

Es sind ja alle soooo toll und erfolgreich. Foto auf dem Surfboard, Foto auf dem Berg, Foto im schnittigen Wagen. Hach, so herrlich verrückt. (Okay, es gibt natürlich auch die unbeholfenen *ich-fotografiere-mich-dämlich-guckend-vor-dem-Badezimmerspiegel*-Fotos. Aber ich wette, die halten das auch für total crazy.)

Bei meinem Profil gibt es noch gar keine schmissigen Texte unter den Fotos. Aber meiner würde wohl lauten:

"Ich bin unspektakulär. Alles Aufregende passiert hauptsächlich in meinem Kopf. Ich schätze ein ruhiges Leben. Mein Lieblingsplatz ist das Sofa, im Sommer der Balkon. Ich treibe gelegentlich moderaten Sport, wie z. B. Spazieren gehen oder Gymnastik vorm Fernseher. Gerne schaue ich mir Videos von Pullunderträgern an und lese mindestens ein Buch pro Woche. Unter Menschen gehe ich nur in wohldosierten Mengen. Ausflüge mache ich meist zu IKEA. Ich esse zu viel Schokolade. Ich bin gerne allein." (Und was mach ich überhaupt hier?) - Mein Selbst-Marketing ist also unterirdisch.

Gerne wird zusätzlich noch betont, wie lebenslustig man ist. Juhuuu, wir haben alle Spaß! Wir kosten das Leben in vollen Zügen aus. More is more.

Wie anstrengend... Ich brauche keinen Verrückten an meiner Seite. Die Liebe wird eh überschätzt (mehr dazu demnächst....).

Foto via Pixabay/alehidalgo

Wie das Leben so spielt.

Am Morgen...

Es ist lustig, die Kontrolle aufzugeben und zu schauen, was das Leben dann so auffährt.

Da kommt netter Besuch, fast spontan (dabei bin ich gar nicht spontan, dachte ich) (*wink* @duweißtschon). Da kommt ein interessantes Stellenangebot (was auch immer draus wird). Und ein nicht unattraktiver Moderator aus dem regionalen Fernsehen chattet mich an (macht der Feldstudien?).

Ich mach gar nix. Nur einatmen und ausatmen. Und trotzdem passiert was. Und nach dem Blitzer gestern gab's dafür heute den Reifenwechsel gratis. Ich schaue nur und lasse los.

The Universe is friendly, ich sag's doch.
Einfach mal geschehen lassen.
Brauchen tu ich nichts davon.
Keine Erwartungen.
Ssshhh...

... und am Abend.

Gute Nacht & schlaft schön.

Loslassen.


Es ist immer der Widerstand gegen die Realität, der unglücklich macht. Es müssen keine materiellen Wünsche sein, es kann genauso das Gefühl sein, ich müßte anders sein, etwas stimmt nicht mit mir.

Ich müßte dünner, erfolgreicher, motivierter, lebhafter, langhaariger, lockiger, lieblicher, durchsetzungsfähiger, belastbarer, sportlicher, cooler, klüger, liebevoller, höflicher, konsequenter, freundlicher, ehrlicher, großzügiger, enthaltsamer, ... , sein. Uff. Was für ein schlechter Film.

Wenn ich mir dann meine Lieblingsvideos von der glorreichen Katie und dem Pullunderträger Eckhart in Erinnerung rufe (sein *ssshhhh* und sein glucksendes kleines Lachen), dann weiß ich wieder, dass diese Gedanken nicht wahr sind. Eine Lüge. Eine Phantasie. Dann fällt mir eine riesige Last von den Schultern, und ich fühle mich wieder frei.

Es gibt keine Aufgaben und keine Erwartungen zu erfüllen. Einen Sch*** muß ich. Einatmen, ausatmen. Gut genug. Und wenn grad nix passiert, und ich den Gedanken bekomme, das Leben zu verpassen, dann braucht mich das Leben womöglich gerade nicht, und es schenkt mir Raum für mich. Einfach nur da sein und mich SEIN lassen. Keine To-Do oder To-Be Liste.  Kein Streß, nur Erleichterung.

Das Zitat, das ich aufs Foto gepackt habe, stammt aus dem Büchlein "Buddhas kleines Weisungsbuch" von Jack Kornfield (wieder ein kostbarer Fund aus dem Bücherschrank).

"Die meisten irdischen Leiden bereiten die Menschen sich selbst."

"Ein Tag, den man mit der Beurteilung eines anderen hinbringt, ist beschwerlich.
Ein Tag, den man mit der Beurteilung seiner selbst hinbringt, ist beschwerlich.
Du brauchst Deinen Urteilen nicht zu glauben; sie sind bloß eine alte Angewohnheit."

"Was heute zu tun ist: Ausatmen, einatmen, ausatmen. Ahhh!"

Ob Katie, Eckhart oder Buddha - die Botschaft ist die gleiche...

Ssshhh.
Photo via Pixabay/nikolapeskova

13. Oktober 2015

Kleine Alltagsfreuden.


  • Bei IKEA Köttbullar mit Pommes gegessen (ja, ich war schon wieder dort).
  • Dort eine ehemalige Kollegin wieder getroffen, geherzt und gequatscht.
  • Einen ersten Blick auf die (schöne) Weihnachtsdeko geworfen.
  • Geblitzt worden (keine so große Freude - viel zu teures und unscharfes Foto wird das).
  • Bei Tinder angemeldet und Fotos geguckt.
  • Morgens Arsch abgefroren, mittags über Sonne gefreut.
  • Als Testerin für das Perfect Match Make-up ausgewählt worden (Schminkiiiiii!)
  • Jetzt erstmal Shopping Queen gucken *Guiiiidooooooo*

It's a friendly Universe (bis auf den Blitzer) & Life is good!


Sweet little Ikea-Hack.


Am Wochenende hab ich diesen süßen Zwergpaprika geschenkt bekommen. Spontan kam mir die Idee, das Schnuckelchen in einen meiner kleinen IKEA-Körbe zu setzen. Praktisch, oder? Schaut fein aus, finde ich. Kreativität bewahrt vor unnötigen Neuanschaffungen *ggg*.

Ich liebe es, vorhandenen Kram neu zu inszenieren. Und Körbe eignen sich ganz prima als Übertöpfe. Nur nicht vergessen, sie vorher mit Folie auszuschlagen, um sie vor Nässe zu schützen.

Habt ihr auch schon mal IKEA-Sachen zweckentfremdet?

Happy day!


12. Oktober 2015

Rezension: Girl on the Train.


Nach all dem spirituellen Exkursen und Erleuchtungen der letzten Zeit kam mir die Onleihe plötzlich mit einem Thriller dazwischen. Das ist ja so gar nicht mein Genre, aber weil ich immer mal wieder dieses Buch im Internet oder im Laden gesehen habe, hatte ich es halt vorbestellt. Wollte es erst gar nicht lesen, weil ich keine rechte Lust drauf hatte. Aber wo es schon mal da war...

Zum Inhalt:

"Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.

Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse ..."


Ich sag's gleich vorweg: Das Buch hat mich so fasziniert, dass ich es kaum noch aus der Hand legen konnte. Innerhalb von zwei Tagen war es ausgelesen.

Ich mochte auf Anhieb die Idee, dass jemand vom Zug aus das Leben von anderen beobachtet und sich im Kopf eine eigene Geschichte zurecht strickt. Vielleicht kennt ihr das ja auch. Wenn ich an Winterabenden spazieren gehe und in die erleuchteten Fenster schaue, frage ich mich auch immer, wer da wohl lebt, was die gerade machen, was es zum Abendessen gibt, ob sie glücklich sind.

Und dann beginnen all die Verstrickungen. Die Geschichte wird aus der Perspektive von drei Frauen erzählt. Ich fand ja, dass fast jeder der Protagonisten auf seine Art gestört war. Ein Sammelsurium von kleinen (und großen) Psychopathen. Auch die Hauptfigur Rachel war mir stellenweise extremst unsympathisch ("Wie kann man so dumm sein?" "Herrjeh, was macht sie nun schon wieder?") - was auch daran liegen kann, dass meine Toleranz gegenüber Alkoholikern gegen Null geht. Später verstand ich es besser, aber ich will hier ja nichts verraten.

Die Schreibweise war sehr stimmungsvoll. Ich hatte jede Menge Bilder im Kopf, und ich konnte die Szenerie immer direkt vor mir sehen. Dadurch dass sie alle einen an der Klatsche hatten, war es zunächst auch schwer, auf die richtige Fährte zu kommen. Was natürlich den Spannungsbogen gut aufrecht erhielt. Wie war es denn nun? Wie war es denn nun? Ich hätte es am liebsten in einem Zug durchgelesen - wenn nicht der Nachtschlaf dazwischen gekommen wäre.

Meine anfänglichen Vorbehalte ("Bestimmt wieder so ein überbewerteter Bestseller") hatten sich komplett zerstreut. Ich fand das Buch gut konstruiert, die Geschichte fesselnd und den Verlauf äußerst spannend. Der perfekte Thriller für düstere Herbstabende *harhar*.


Photo via Pixabay/tebielyc

10. Oktober 2015

Der Video-Guck des Tages.


Da sitzt ein Typ im beigen Pullunder und biederer Frisur - und ist doch sowas wie ein Rockstar. Der Rockstar der spirituellen Szene. Wow. Dem ist es pupsegal, ob er sexy und cool ist und ob die Jeans seinen Arsch gut in Szene setzt (er ist tendenziell sowieso eher der Stoffhosenträger, schätze ich mal). Ich gestehe: Ich kenne Eckhart Tolle nur dem Namen nach. Ich habe keines seiner Bücher gelesen (nur mal die ersten Seiten seines bekannten Werkes "JETZT! Die Kraft der Gegenwart"). Ich finde seine Botschaft an sich spannend, aber ich verstehe sie nicht richtig (würde aber gern).

Die einzigen Botschaften von ihm, die ich verstehe, finde ich in den tollen Cartoons aus dem Buch "Tolles Tierleben" wieder. Bunte Bildchen, und ich bin dabei :-).

Naja, jedenfalls beim Rumgoogeln nach weiteren Byron Katie Inspirationen bin ich halt auf den beigen Pullunderträger gestoßen und fand es allein wegen seiner Art zu Lachen sehenswert. Ich will absolut nicht despektierlich sein, aber er wirkt ein bißchen wie ein kleines putziges Fabelwesen, nicht von dieser Welt.


Ich fand das Video von der Thematik her interessant. Das Thema "Gedanken" beschäftigt mich derzeit - und ich DENKE viel drüber nach (*haha*, wie kontraproduktiv, gelle?). Faszinierend. Jetzt werde ich mir garantiert weitere Videos von diesem possierlichen Nerd reinziehen, weil mich schon alleine die Überschriften total anfixen. Das praktische dabei: Beim Ansehen denke ich wenigstens nicht darüber nach, ob mein Hintern zu dick ist und ob ich toll aussehe *ggg*. Das ist doch schon ein Stück Freiheit ;-). Und ein guter Anfang...

(Und wer nix mit dem Pullundertypen anfangen kann, hat zumindest sein Englisch geübt).

Aber Spaß beseite: Ich glaube, dass die Präsenz im JETZT wirklich ein wichtiger Weg ist, um aus dem Gedankenkarussell und den Sorgen auszusteigen. Ich mag auch, dass er den Begriff "Mindfulness" für eine schlechte Begrifflichkeit hält, weil Mind + Full = keine gute Kombi *ggg*. Achtsamkeit ist wirklich eine harte Aufgabe für Vieldenker. Aber ich glaube, das Üben lohnt sich wirklich.

Ansonsten wartet noch der letzte der Heizkörper auf seine Reinigung *seufz*. Doch lassen wir auch diesen Gedanken einfach mal fallen...

Photo via Pixabay/RyanMcGuire

9. Oktober 2015

Hello Sunshine!


Ach, wie schön, wenn die Stimmung gut ist (weil ich dank "The Work" meinen Gedanken nur noch wenig Glauben schenke) und dann noch die Sonne urplötzlich durch die Wolken blitzt. Juhuuu.

Nachdem die Heizkörper wieder in Schuß sind, hab ich auch mal meinen eigenen Body zum Doc zur Inspektion gebracht. Den Check-up hab ich bestanden. Top Blutdruck (110/70), top Blutwerte (Cholesterin, Blutfette, Blutzucker, Leberwerte). Das gibt ein gutes Gefühl. Und so konnte ich auch noch brav Bonuspunkte sammeln für die Krankenkasse. Schaut doch mal auf der Homepage eurer Kasse nach, ob die auch ein Bonusprogramm anbieten. So kann ich immerhin die zwei Rechnungen für die Zahnreinigung einreichen :-). Und so ein kleiner Anreiz motiviert ja auch, sich um die Gesundheit regelmäßig zu kümmern.

Beweisbild für die spontanen Sonnenstrahlen!
Wäre es nicht schön, wenn genauso sonnige Gedanken
im bewölkten Gemüt sich durchsetzen?

Nicht minder hilfreich ist die Inspektion der Gedanken. Mir hilft schon allein die Frage "Wer wäre ich ohne diesen Gedanken?". Ich gehe nicht so wahnsinnig gerne zum Arzt und vor dem Hautscreening hatte ich auch Schiß (oh, all die Sonnenbäder auf meinem Südwestbalkon). Und dann hab ich mir überlegt, was besser wäre: Mit Bammel und Streß hinzugehen oder vorbehaltlos hinzugehen. Denn Nicht-Hingehen war eh keine Option. Also bin ich - relativ - gelassen hingegangen, und es war gar nicht schlimm.

Wann immer mich ein komisches Gefühl beschleicht, hinterfrage ich den Gedanken, und entscheide, ob es nicht besser wäre, ihn rasch wieder loszulassen, weil er weder hilfreich noch realitätsnah ist. Das ist ein bißchen Übungssache. Aber wenn ich aufmerksam bin, klappt das schon ganz gut.

Und dann hilft es auch, beruhigende Gedanken zu denken: "Es ist alles da, was ich brauche". Auch gerne von mir gedacht: "Das Universum ist freundlich". Also: Wenn ich alles hab, was ich wirklich-wirklich brauche (und damit meine ich weder Schuhe noch Lidschatten), dann gibt es auch keinen Grund zur Sorge. Und wenn die Welt mir freundlich gesonnen ist, dann ist es gut so, wie es ist. Die kleinen Katastrophen sind oft nur fiese Filme im eigenen Kopfkino. Wenn ich das erkenne, kann ich das Programm wechseln.

Schönes Wochenende auf der Couch oder im Herbstwald
(mit ganz viel Sonne im Herzen)!

8. Oktober 2015

Nix Sauberfrau.


Juhuuu, der Herbst ist da. Und mit dem Herbst beginnt auch wieder die Heizperiode. So weit, so gut. Aber habt ihr schon mal einen Blick in das Innere der Heizkörper geworfen? Ohweh, ich hab's getan. Und was für ein grausliger Anblick: Staub, so weit das Auge reicht. Igitt. Das sah gar nicht gut aus. Zudem soll ein völlig verstaubter Heizkörper auch die Heizleistung mindern. Will ich das? Auf gar keinen Fall. Zudem hier in der Mietanlage die Heiztemperatur eh schon relativ gedrosselt ist. Als ich die letzten beiden Abende die Heizung aufgedreht hatte, tat sich nix. Hmpf. Es war wohl noch zu mild für den Außenfühler. In meiner letzten Wohnung konnte ich je nach Bedarf auch mal auf Sauna schalten, wenn ich durchgefroren war. Diese Option bietet sich mir hier nicht. Wohl dem, der eine Heizkuscheldecke sein eigen nennt *strahl*.

Also: Lange Rede, kurzer Sinn - der Staub muß weg. Aber wie?

Ich hab mir dazu eine Bürste gekauft. So ähnlich wie eine Flaschenbürste, nur mit viel längerem Stiel. Da konnte ich direkt durch die Gitterabdeckung arbeiten (denn bei meinem großen Heizkörper hab ich es leider nicht hingekriegt, die Abdeckung zu entfernen).

Tädäääää, mein Rettungsbürstli:


Ich sag's mal gleich: Spaß ist was anderes. Es wird ordentlich Staub aufgewirbelt, der einem dann um die Ohren fliegt. Am besten gleich Staubsauger und Staubwedel bereit halten. Es ist EKLIG. Aber der Gedanke, diesen ganzen Schmodder der vergangenen 100 Jahre im Heizkörper hängen zu haben, ist noch viiiiiel ekliger.

Nach der Bürsteneinheit ist der Heizkörper zwar nicht porentief rein, aber der grobe Staub ist weg. Das reicht ja auch. Ich habe dann noch mal mit dem Fön auf Turbostufe durchgepustet, dann war's aber auch gut.

Wann habt ihr zuletzt mal einen Blick auf eure Heizung geworfen? Putztechnisch ist das sicher ein echtes Stiefkind... Aber wenn euch mal arg langweilig ist.... *ggg*.

So, das war jetzt ein unsexy Posting, aber ich freue mich auf staubfreie, mollig warme Herbstabende!

- Photos (Collage) via Pixabay -

2. Oktober 2015

Entdecke die Gitti in Dir.



Sandy ist unglaublich cool. Sie ist Yogalehrerin und digitale Nomadin. Sie bereist die Welt und lernt ständig neue faszinierende Menschen kennen, mit denen sie dann an Traumstränden vor einem knisternden Lagerfeuer sitzt (einer spielt Gitarre) und sie philosophieren über Gott und die Welt. Sie ernährt sich vegan ("no processed food"), meidet Zucker und Weißmehlprodukte wie der Teufel das Weihwasser. Am liebsten liest sie die "FLOW" oder Bücher von Deepak Choprah. Sport ist ihr Element, wenn sie nicht gerade Yoga macht, geht sie regelmäßig joggen oder Bergwandern. Jeden Morgen meditiert sie eine Stunde.

Gitti ist Verwaltungsfachangestellte. Jeden Morgen verläßt sie um sieben Uhr nach einem Nutella-Frühstück das Haus und kommt abends gegen fünf nach Hause. Gitti ist unsportlich und etwas moppelig. In der Schule wurde sie immer als letzte ins Volleyballteam gewählt. Sie liest am liebsten Klatschzeitschriften und Liebesromane. Abends schiebt sie sich eine Tiefkühlpizza (Salami-Schinken) in den Ofen und trinkt dazu eine Cola. Sie schaut sich gerne amerikanische Krimiserien an. Einmal im Jahr gönnt sie sich die Eintrittskarte zum Helene-Fischer-Konzert, und im Sommer fährt sie immer eine Woche an den Bodensee. Sie sammelt kleine Froschfiguren. Immer mal wieder versucht sie eine Diät, das klappt aber auf Dauer nicht, sie ist dann immer furchtbar schlecht gelaunt.

Ist Gitti ein schlechter Mensch? Wird Gitti vom lieben Gott mit vorzeitigem Ableben gestraft?

Ist Sandy der bessere Mensch und verdient ein langes Leben? Oder wird sie bei der nächsten Reise von einer Schneelawine oder einem Hai erwischt?

Ich habe heute mal wieder so einen Lebensverbesserungs-Blog-Beitrag gelesen, der natürlich den Sandy-Lifestyle propagiert hat. Doch was ist mit Gitti? Ist ihr Leben weniger wert? Darf sie nicht trotzdem glücklich und zufrieden sein?

Muß Gitti sich zwingen, Sandy in allem nachzueifern? Lebt sie ein "schlechtes" oder gar "sinnloses" Leben? Und wer maßt sich überhaupt an, zu bestimmen, was dem Leben Sinn gibt?

Meine Omi wurde 92 Jahre alt. Sie hat nie meditiert, Yoga oder Sport gemacht. Sie ist ab und an mit Opi spazieren gegangen oder mit ihm in die Berge gefahren. Mittags gab es Hausmannskost und abends eine Brotzeit. Im Fernsehzimmer (ja, es gab ein extra Fernsehzimmer) hatte jeder seinen bequemen Fernsehsessel, und sonntags wurde immer gemeinsam der Tatort geschaut, ansonsten gerne die Hitparade oder der Musikantenstadel. Im Wohnzimmer stand ein Plattenspieler, wo die Schlager von Roy Black oder Heino liefen. Sie hatten kein Internet, ein schnurgebundenes Telefon, kein Smartphone, dafür einen verzogenen kleinen Hund - und waren glücklich.

Manchmal kommt es mir so vor, als wäre der Sandy-Lifestyle nur eine verzweifelte Suche, dem Leben einen Sinn zu geben (wenn es denn überhaupt einen gibt).

Wie stressig wäre es für Gitti, einem Lebensstil nachzueifern, der rein gar nichts mit ihr zu tun hat. Sie könnte sich verbiegen (nicht nur beim Yoga), um sich dann selbst zu verlieren und immer eine nagende Unzufriedenheit zu verspüren.

Sollte nicht jeder selbst herausfinden, was ihm gut tut und was wer will? Ist es wirklich nötig, sich ständig selbst zu optimieren - und wer bestimmt, was das Optimum ist?

Ich glaube, jeder von uns hat sowohl Sandy- als auch Gitti-Anteile. Nur bunt gemischt und bei jedem wieder anders.
- Photo via Pixabay -