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16. Januar 2017

mini habits.


Es haben sich tatsächlich zwei erfreuliche Gewohnheiten in mein Leben geschlichen:

  • täglich das Bett machen
  • täglich Tiefentspannung praktizieren
Klingt banal, macht aber mein Leben nicht unwesentlich schöner.

Ein gemachtes Bett sieht einfach immer wundervoll ordentlich aus, wie im Hotel (es sei denn, man hat olle Musterbettwäsche mit Blümchen, Teddies oder Fußballmotiven aufgezogen, da ist dann auch nix mehr zu retten). Ein ungemachtes Bett - und schon ist der Gesamteindruck des Schlafzimmers im Arsch. Früher fand ich das lästig, aber wenn die Handgriffe sitzen, ist der Zeitaufwand einfach lächerlich. Außerdem bewahrt es mich davor, in einem Anfall von Tagesmüdigkeit wieder ins Bett zu kriechen und den Tag zu verpennen...

Was das mit den "mini habits" zu tun hat? Nun, ich hab ja auch nicht von heute auf morgen täglich akkurat mein Bett gemacht. Der gute Vorsatz war - wie so oft - da, aber der Schweinehund hat geknurrt und war erstmal grundsätzlich dagegen. Dann fing ich an, zunächst nur die Kissen aufzuschütteln und die Decke zurückzuschlagen. Geschätzter Zeitaufwand: keine zwei Minuten. Und als ich das doch ansprechender fand als die zerwühlten Laken, fielen irgendwann auch die restlichen Handgriffe nicht mehr schwer. Tadaaaa - war dann im Laufe der Zeit eine neue Gewohnheit geboren. Ohne, dass ich an mir "arbeiten" mußte. Es hat sich einfach in die richtige Richtung entwickelt.

Gleiches für die Entspannung. Seit JAHREN wollte ich täglich Entspannungstraining machen, weil ich genau weiß, dass mir das gut tut und es unglaublich hilft, Streß abzubauen. Jetzt hab ich zwar nicht mehr so viel Streß wie früher, aber frei von Sorgen und Grübeleien und Verspannungen bin ich nun auch wieder nicht. Hier war die Lösung: Was finden, das mir gefällt und klein anfangen. Meditation war jedenfalls schon mal nix für mich. Progressive Muskelentspannung? Im Notfall super hilfreich, auf Dauer aber zu "körperlich". Mein heiliger Gral: Geführte Tiefenentspannung oder Fantasiereisen. Liebe ich inzwischen so sehr, dass ich das keinen Tag verpassen will. Da hat sich auch am Abend eine feste Zeit etabliert, wo ich auf der Couch liege, zuhöre und loslasse. Aktuell mag ich die Fantasiereisen von Annegret Hartmann sehr (höre ich über Spotify). Es gelingt mir selten, bis zum Ende wach zu bleiben. Ich höre immer, wie mir noch ein leises Grunzen entfährt und weg war ich. Hier kann man auch einfach mal mit 10-15 Minuten beginnen, manchmal höre ich auch länger, bis zu einer Stunde.

Meine nächste Idee ist das Thema Bewegung. Da ist meine Motivation auf dem Nullpunkt. Also dem Schweinehund was anbieten, worüber er sich schlapp lacht: Eine Runde um den Block *lachhaft*, zehn Knee-Lifts *lächerlich*, zwei Kniebeugen *willst-Du-mich-verarschen?*. Ich glaube, das könnte klappen. Die Idee mit den 10.000 Schritten täglich fand Schweini nämlich gar nicht so dufte.

Also bin ich gestern mit Schweini die paar Schritte zum Friedhof gelaufen und hab aus dem Grüncontainer dort zwei schöne große Zweige gefischt (das war offenbar Schnittgut von den Sturmschäden), könnt ihr oben auf dem Foto sehen. Fand Schweini ganz super, weil wir haben Deko besorgt, die nix gekostet hat und uns dabei unauffällig zwanzig Minuten spaziergehmäßig bewegt.

Achja, und bei Flylady bin ich auch nach wie vor am Ball. Das addiert sich ja ebenfalls so nebenher zum Bewegungsprogramm (schon mal die Sockelleisten der Küchenunterschränke geschrubbt? - Ich bin jedenfalls ins Schwitzen gekommen *g*). Wer gerne mit Babyschritten den Haushalt dauerhaft in Ordnung halten will, ist mit dieser Checkliste gut bedient.*

Ich wittere da ja fast sowas wie 'ne Aufgabe.... aber psssst... bitte keine schlafenden Hunde wecken!


*Und bevor die ersten Einwände kommen: Ja, mit Zeitluxus läßt sich das alles viel einfacher wuppen.
Wer alleinerziehend ist und Vollzeit arbeitet, kann froh sein, wenn die Einkäufe gemacht sind,
Essen auf den Tisch kommt und genug Klopapier im Haus ist. Keine Frage.

15. Januar 2017

Sommerträume


Mein persönlicher Anti-Arbeitskampf ruht heute mal. Draußen scheint die Sonne und ich träume vom Sommer - und da fällt mir doch tatsächlich die neue IKEA Sommerkollektion 2017 vor die Füße bzw. ins Auge. Wahrscheinlich gilt für mich: Nur gucken, nix kaufen. Aber die Kissenbezüge und der Outdoorteppich fixen mich extrem an. Aber ist ja noch massig Zeit bis dahin *seufz*.


Allein die Fotos lassen mich nach schönerem Wetter und Sommerfeeling schmachten. Oder wenigstens nach Frühlingsgefühlen. Allein der Anblick macht mich schon ganz glücklich. Easy Living und so. Chillen in der Sonne.


Roadtrip und Urlaubsfeeling (natürlich alles nur in meinem Kopf). Aber ich liebe die Muster total.


Chillen am Strand..... Meer... oh Meer. Lichter und Abendstimmung. Traumhaft schön.

Hach, Sommer....
Hach, IKEA... (die haben's einfach drauf)
Hach, schöne Bilder...

Nichtstun kann man sich ganz schön toll gestalten, oder? ;-)
Ich bin hin und weg.



14. Januar 2017

Inspiration zum Wochenende.


Ich will ja wirklich niemanden bekehren mit meinen Anti-Arbeits-Parolen oder meiner Ode an den Müßiggang. Es ist einfach nur mein eigenes kleines Weltbild, das ich teilen möchte. Ich würde keinem raten, seinen Job zu kündigen - vor allem dann nicht, wenn er ihn gerne tut (soll ja vorkommen, ich habe zumindest davon gehört).

Aber als bekennende Hamsterrad-Aussteigerin ernte ich eher Unverständnis und Gegenwind als aufrichtige Begeisterung oder Anerkennung. Deswegen liebe ich es, die Ideen und Impulse meiner "Gleichgesinnten" zu sammeln, um meinen Weg zu bestärken - und dieses immer wieder aufkommende schlechte Gewissen ruhig zu stellen (Komfortzonengegner und Aufgabenfetischisten).

Und auf meiner Suche begegnen mir tatsächlich immer mehr dieser Freigeister. Momentan lese ich das hier:


»Lohnarbeit, Gartenarbeit, Beziehungsarbeit, Blowjob: Alles ist zur Arbeit geworden. Wir arbeiten an unserem Körper, an unserer Lebensweise und an unserem Liebesglück. Arbeit ist das Lebenselixier des modernen Menschen, ein Fetisch, mit dem wir uns lustvoll selbst geißeln.«

"Wenn es die Hölle wirklich gibt,
dann ist sie ein Büro."

Könnt ihr übrigens via Readfy kostenlos lesen!

Und ebenso gratis frei Haus die Kindle-Edition eines Klassikers,
denn Melville hat nicht nur "Moby Dick" geschrieben:


„Bartleby, der Schreiber“ ist die populärste Erzählung Melvilles. Es ist die Geschichte von einem Menschen, der sich langsam, aber sicher allem verweigert. Ein Antiheld, der mit seinem Spruch „ich möchte lieber nicht“ seine Umwelt irritiert und verunsichert.

I'D RATHER NOT...

Und schaut doch auch mal im "Haus Bartleby" vorbei.
Das Zentrum für Karriere-Verweigerung.

So viel Spannendes und Neues zu entdecken,
jenseits des Hamsterrads.

Schönes Wochenende.

13. Januar 2017

Bück Dich hoch.


Der Song zum Wochenausklang.
Singen befreit und macht glücklich,
deswegen lasst uns zusammen ein Lied anstimmen:


Heute ist Freitag, der Dreizehnte.
Ein guter Tag, um Lotto zu spielen ;-)))))).

Viel Glück!

12. Januar 2017

Der frühe Vogel kann mich mal.


Zu meinen werktätigen Zeiten war ich fast immer die erste im Büro morgens.

Der Gleitzeitrahmen fing um 7 Uhr an? - Schwups, saß ich um 6.59 Uhr am Schreibtisch. Übrigens sehr zum Unwillen der Vorgesetzten. Da wurde sehr gerne Druck ausgeübt, ich möge doch bitte nicht vor 8 Uhr kommen und so. Es lebe das fremdbestimmte Arbeiten!

Zuletzt war ich sogar schon kurz nach 6.30 Uhr im Büro! Hätte ich es gekonnt, wäre ich womöglich schon Mitternacht losgefahren.

Ich hab immer betont, dass mir das frühe Aufstehen überhaupt nichts ausmache, ich sei eben ein Morgenmensch.

Schwachsinn!

Der wahre Grund war: Je früher ich anfange, desto eher kann ich wieder gehen und umso mehr Tag liegt noch vor mir. Das und nichts anderes war der wahre Grund. Es-hinter-mich-bringen.

Jetzt, als Freifrau, stehe ich meist nicht vor 8 Uhr auf. Tom Hodgkinson ("The Idler") fände das sicher auch noch sehr früh. Aber ich stehe einfach dann auf, wenn mir danach ist. Kann manchmal früher sein, selten auch später. Kein Wecker mehr. Nur Bauchgefühl. Ich liebe es. (Gut möglich, dass es im Sommer auch wieder zeitiger sein wird, weil die Sonne so schön scheint.)

Seit Jahren habe ich Schlafstörungen. Ich kann nicht durchschlafen, werde immer wieder wach. Das belastet mich nicht mehr. Manchmal lese nachts um zwei. Bis mir die Augen wieder zufallen. Wenn ich sehr früh wieder wach werde, dann höre ich eine Entspannungsübung. Der Leidensdruck ist weniger geworden. Schlechte Nacht gehabt? Macht nix, es gibt ja nichts zu tun. Oder ich mache später ein Nickerchen. Oder hab einen schlappen Tag. Alles halb so wild, wenn man nicht mehr im Funktionsmodus ist.

Und wo ich früher die Meisterin der Effizienz war - Frühstücken & Fertigmachen im Turbogang - gehe ich heute den Tag seeeehr viel langsamer und entspannter an. Nix von wegen "Rise up and attack the day with Enthusiasm". Einen Sch*** muß ich. Erstmal 'nen Tee.

In der Freiheit entdecke ich völlig neue Seiten an mir...